Ja, Winterdienst für Arztpraxen und Kliniken – abgesichert mit 3 Mio. € DEVK-Haftpflicht
Eine Hausarztpraxis im Altbau, ein Ärztehaus mit Tiefgarage, ein Krankenhaus mit Liegendanfahrt: Die Flächen unterscheiden sich, das Problem bleibt gleich. Patientinnen und Patienten mit Gehhilfen, Gipsverband oder Schwindel reagieren auf Glätte nicht wie gesunde Passanten. Ein Sturz am Eingang trifft genau die Menschen, die ohnehin geschwächt sind – und er passiert oft schon um 7:30 Uhr, wenn die ersten Blutabnahmen anstehen.
Unser Winterdienst für Arztpraxen und Kliniken richtet sich deshalb nicht nach einem allgemeinen Räumplan, sondern nach Ihren Sprechzeiten, Schichtwechseln und Anfahrtswegen. Zuerst sichern wir, was über Leben entscheiden kann: die Zufahrt für Rettungswagen und den Eingang der Notaufnahme. Danach folgen Patienteneingang, Rampe, Behindertenstellplätze und der öffentliche Gehweg, den das Berliner Straßenreinigungsgesetz Ihnen als Anlieger auferlegt. Personalzugänge und Nebeneingänge für Lieferungen oder Liegendtransporte vergessen wir dabei nicht.
Unsere geschulten Einsatzkräfte arbeiten mit GPS-gestützter Routenplanung, setzen umweltschonende, abstumpfende Streumittel ein und halten jeden Einsatz in einem digitalen Protokoll fest. Gegenüber Versicherung, Klinikleitung oder Vermieter belegt es lückenlos, was wann erledigt wurde. Sie haben einen persönlichen Ansprechpartner, der Ihre Flächen kennt, und einen Festpreis ohne versteckte Zuschläge – ermittelt bei einer kostenfreien Besichtigung vor Ort.
Leistungsumfang an Praxen, Ärztehäusern und Krankenhäusern
Welche Bereiche wir übernehmen, legen wir bei der Besichtigung gemeinsam mit Praxismanagement oder Haustechnik fest. Die folgende Übersicht zeigt, was in Gesundheitseinrichtungen typischerweise zum Auftrag gehört und in welcher Reihenfolge wir vorgehen.
| Bereich | Was wir erledigen | Zeitfenster |
|---|---|---|
| Rettungszufahrt und Vorfahrt der Notaufnahme | Fahrspur und Wendefläche räumen, abstumpfend streuen, Bordsteinkanten freilegen | rund um die Uhr, Priorität 1 |
| Liegendanfahrt und Krankentransport-Haltebucht | Haltefläche schneefrei, Rangierraum für Trage und Rollstuhl | vor dem ersten Transport |
| Patienteneingang mit Windfang | Handräumung bis zur Tür, feinkörniges Granulat, Abstreifzone frei | vor Sprechstundenbeginn |
| Rampen, Handläufe, Podeste | Eis an Rampenkanten lösen, Handläufe abfegen, Gefälle nachstreuen | morgens, Nachkontrolle mittags |
| Behindertenstellplätze und Patientenparkplatz | maschinell räumen, Transferflächen neben dem Auto freihalten | vor Öffnung bzw. Schichtbeginn |
| Öffentlicher Gehweg vor dem Grundstück | Räumbreite nach StrReinG, Streuen ohne Salz | bis 7 Uhr bzw. unverzüglich nach Schneefall |
| Personaleingang, Verbindungswege zwischen Gebäuden | Räumen und Streuen, Kontrollgang bei Überfrieren | vor Früh- und Spätschicht |
Treppenanlagen mit mehreren Stufen, Fluchtwege und Feuerwehrzufahrten gehören oft dazu, folgen aber eigenen Regeln. Details dazu finden Sie auf unseren Seiten zum Winterdienst an Treppen und Eingängen und zu freien Fluchtwegen und Feuerwehrzufahrten. Auf dieser Seite geht es um das, was medizinische Einrichtungen besonders macht: Menschen mit eingeschränkter Mobilität und Fahrzeuge, die im Ernstfall keine Sekunde verlieren dürfen.
Welche Gesundheitseinrichtungen wir betreuen
In Berlin sitzen viele Arztpraxen im Erdgeschoss gemischt genutzter Wohnhäuser. Dort teilen sich Praxis, Hausverwaltung und Eigentümer die Wege – und oft ist unklar, wer morgens den Gehweg übernimmt. Ob der Praxisinhaber als Gewerbemieter zuständig ist oder der Vermieter, regelt in der Regel der Mietvertrag; Hintergründe erklärt unser Ratgeber Gewerbemieter oder Vermieter: Wer räumt vor dem Laden?. Wir übernehmen den Auftrag für die Partei, die vertraglich in der Pflicht steht, und stimmen die Abgrenzung schriftlich ab.
Typische Auftraggeber im Gesundheitswesen
- Haus- und Facharztpraxen mit Patienteneingang direkt an der Straße oder über einen Hof
- Medizinische Versorgungszentren und Ärztehäuser mit mehreren Eingängen, Aufzug und Parkdeck
- Dialysezentren, deren Patientinnen und Patienten dreimal pro Woche früh morgens per Fahrdienst kommen
- Zahnarzt-, Physiotherapie- und Ergotherapiepraxen mit hohem Anteil älterer Patienten
- Tageskliniken und ambulante OP-Zentren, bei denen Patienten nach Narkose abgeholt werden
- Krankenhäuser mit Notaufnahme, Liegendanfahrt, Besucherparkplatz und weitläufigem Campus
- Labore und Apotheken im Ärztehaus mit Kurierverkehr am frühen Morgen
Stationäre Pflegeeinrichtungen haben andere Abläufe, etwa Gartenwege für Bewohner und Besucherverkehr am Wochenende. Für sie gibt es einen eigenen Winterdienst für Pflegeheime. Betreiben Sie neben der Praxis noch vermietete Wohnungen im selben Haus, lässt sich beides in einem Vertrag bündeln.
- 1AnfrageFormular, Telefon oder E-Mail – mit Adresse und Flächenart
- 2Flächenanalysekostenlos vor Ort · vor Praxisöffnung, Notaufnahme rund um die Uhr
- 3Festpreisab 1,80 € pro lfm/Monat netto – ohne versteckte Zuschläge
- 4Einsatz24/7 einsatzbereit bei Schnee und Eisbildung · Saisonvertrag November bis März
Was ein Fachbetrieb an Patientenwegen anders macht
Schnee zur Seite schieben kann jeder. Entscheidend ist, wie die Fläche danach aussieht – und wann sie fertig ist. An Gesundheitseinrichtungen achten wir auf Details, die auf einem gewöhnlichen Firmenparkplatz kaum auffallen.
- Ebene Oberfläche statt Spurrillen: Rollatoren und Rollstühle verkanten an festgetretenen Schneeresten. Wir räumen deshalb bis auf den Belag und lösen Eisreste, bevor sie überfrieren.
- Keine Schneewälle quer zur Gehrichtung: Den geräumten Schnee lagern wir seitlich und nie dort, wo Patienten aus Taxi oder Fahrdienst aussteigen.
- Transferflächen frei: Neben Behindertenstellplätzen braucht es Raum, um vom Auto in den Rollstuhl zu wechseln. Diese Zone räumen wir vollständig.
- Taktung nach Sprechzeiten: Eine Praxis, die um 7 Uhr Nüchternblut abnimmt, braucht einen anderen Einsatzbeginn als eine Klinikambulanz, die ab 9 Uhr Termine vergibt.
- Nachkontrolle bei Tauwetter: Schmelzwasser vom Vordach friert am späten Nachmittag oft wieder an. Ein zusätzlicher Kontrollgang auf Glätte verhindert, dass Patienten der Abendsprechstunde auf blankem Eis stehen.
Hinzu kommt die Dokumentation: Jeder Einsatz wird mit Uhrzeit, Fläche und eingesetztem Streumittel digital erfasst. Kommt es trotz aller Sorgfalt zu einem Sturz, belegt das Protokoll, dass die Pflichten erfüllt wurden. Für Praxisinhaber, die ihre Zeit am Patienten verbringen wollen statt mit dem Schneeschieber, ist das eine echte Entlastung – und für Klinikleitungen ein prüfbarer Nachweis gegenüber Träger und Versicherer.
Stürze, blockierte Zufahrten, eingetragener Splitt: die eigentlichen Risiken
Ein Glatteisunfall vor einer Arztpraxis hat andere Folgen als vor einem Bürogebäude. Menschen unter blutverdünnender Medikation, nach einer Hüftoperation oder mit Osteoporose verletzen sich bei einem Sturz deutlich schwerer. Hinzu kommen Risiken, die im Klinikalltag leicht übersehen werden.
- Rettungswagen bleibt in der Zufahrt stecken oder muss auf der Straße halten
- Patient mit Gehstützen stürzt auf vereister Rampe vor dem Eingang
- Personal der Frühschicht verunglückt auf dem Weg vom Parkplatz zum Dienstbeginn
- Splitt und Schneematsch werden in Wartezimmer und Behandlungsräume getragen
- Fahrdienst setzt Dialysepatienten mangels freier Haltefläche auf der Fahrbahn ab
- Ordnungsamt beanstandet den nicht geräumten Gehweg, Bezirk ordnet Ersatzvornahme an
Rechtlich bleibt der Eigentümer oder Betreiber auch nach der Beauftragung eines Dienstleisters in einer Kontrollpflicht. Wie die Haftung zwischen Auftraggeber und Winterdienst verteilt ist, beschreibt der Beitrag Winterdienstfirma beauftragt: Wer haftet bei einem Unfall?. Für Sie bedeutet das: Ein klarer Vertrag mit festgelegten Flächen und Zeiten sowie lückenlose Protokolle sind die beste Absicherung.
Den hygienischen Aspekt unterschätzen viele. Grober Splitt verkratzt Linoleum und PVC-Böden in Behandlungsräumen und lässt sich aus Fugen schwer entfernen. Wir wählen deshalb im unmittelbaren Eingangsbereich feinere, gut abkehrbare Mittel und halten die Abstreifzone vor der Tür frei, damit Ihre Reinigungskräfte nicht gegen den Winter anwischen müssen.
Ihre Vorteile beim Winterdienst für Arztpraxen und Kliniken mit RAT
Medizinische Einrichtungen brauchen verlässliche Abläufe, auch wenn das Wetter nicht mitspielt. Diese Punkte machen unseren Einsatz an Praxen und Krankenhäusern planbar.
- 01Rettungszufahrt
Notfallwege zuerst frei
Zufahrt und Vorfahrt der Notaufnahme stehen in jeder Tour ganz oben. Rettungswagen erreichen den Eingang ohne Rangieren im Schnee, und die Aufstellfläche bleibt frei von Schneehaufen oder abgestellten Geräten.
- 02Sprechzeiten
Einsatzbeginn passend zur Öffnung
Wir planen rückwärts von Ihrer ersten Sprechstunde. Öffnet die Praxis um 7 Uhr für Blutabnahmen, sind Zugang und Gehweg vorher geräumt – nicht erst, wenn die Warteschlange schon draußen steht.
- 03Patientensicherheit
Wege für Rollator und Rollstuhl
Wir räumen bis auf den Belag, beseitigen Spurrillen und lassen keine Schneewülste quer zur Laufrichtung zurück. So rollen Gehhilfen und Rollstühle sicher bis zur Tür, und auch Patienten mit Gipsverband oder Unterarmstützen finden überall festen Tritt.
- 04Haftungsschutz
3 Mio. € Betriebshaftpflicht
Unsere Betriebshaftpflicht bei der DEVK deckt Personen- und Sachschäden pauschal bis 3.000.000 € sowie Vermögensschäden bis 500.000 €. Praxisinhaber und Klinikträger wissen damit, dass ein ausreichend versicherter Partner ihre Außenflächen betreut.
- 05Nachweis
Digitales Protokoll je Einsatz
Jeder Einsatz an Ihrer Praxis wird digital mit Uhrzeit, Fläche und verwendetem Streumittel dokumentiert. Damit erfüllen Sie Ihre Kontrollpflicht nachvollziehbar und haben im Schadensfall belastbare Unterlagen zur Hand, die Sie bei Bedarf direkt an Versicherer oder Träger weitergeben.
- 06Bereitschaft
Rund um die Uhr einsatzbereit
Bei Schneefall oder Eisbildung rücken wir auch nachts, am Wochenende und an Feiertagen aus. Für Kliniken mit Notaufnahme ist das kein Zusatz, sondern Grundvoraussetzung, denn Patienten kommen dort auch um vier Uhr morgens an.
- 07Sauberkeit
Weniger Streugut im Wartezimmer
Vor Eingangstüren setzen wir feinkörniges, gut abkehrbares Material ein und halten Abstreifzonen frei. Böden in Wartebereich und Behandlungsraum bleiben dadurch sauberer, empfindliche Beläge werden geschont und Ihr Reinigungsteam hat spürbar weniger Arbeit.
- 08Festpreis
Kalkulierbar ohne versteckte Zuschläge
Nach der kostenlosen Flächenanalyse erhalten Sie ein Festpreisangebot mit klar beschriebenem Leistungsumfang. Nachtbereitschaft oder Wochenendeinsätze tauchen nicht überraschend auf der Rechnung auf, was die Budgetplanung für Praxis oder Klinik erleichtert.
- 09Ansprechpartner
Eine feste Person für Rückfragen
Ihr persönlicher Ansprechpartner kennt Ihre Flächen und Abläufe. Bei geänderten Sprechzeiten, Baustellen auf dem Gelände oder Sonderwünschen genügt ein kurzer Anruf. Lange Weiterleitungen über eine Zentrale entfallen, Absprachen werden direkt umgesetzt.
- 10Umweltschutz
Schonende Streumittel auf dem Gelände
Wir verzichten auf Salz und nutzen umweltschonende, abstumpfende Mittel. Bäume, Beete und Grünflächen auf dem Klinikgelände bleiben verschont, ebenso die Pfoten von Assistenz- und Besucherhunden. Im Frühjahr lässt sich das Material wieder aufnehmen.
Warum Praxen und Krankenhäuser in Berlin auf RAT Winterdienst setzen
Gesundheitseinrichtungen können sich keinen Ausfall leisten. Diese fünf Gründe nennen Praxis- und Klinikverantwortliche, wenn sie sich für uns entscheiden.
Verständnis für den Praxisalltag
Wir wissen, dass in einer Praxis morgens jede Minute verplant ist. Deshalb erledigen wir unsere Arbeit, bevor die ersten Patienten eintreffen, stören keine laufenden Behandlungen und melden uns nur, wenn wirklich etwas abzustimmen ist – etwa eine neue Baustelle auf dem Zuweg.
Prioritäten, die Leben schützen
Unser Räumflächenplan unterscheidet zwischen Wegen, die bequem sein sollten, und Wegen, die frei sein müssen. Rettungszufahrt, Notaufnahme und barrierefreier Eingang haben Vorrang, der Personalparkplatz folgt danach. So stimmt die Reihenfolge auch dann, wenn es stundenlang ununterbrochen schneit.
Geschulte Kräfte statt Aushilfen
Unsere Einsatzkräfte sind geschult und kennen die Besonderheiten der Objekte, die sie betreuen. Sie wissen, wo Gitterroste liegen, welche Rampe im Schatten überfriert und welche Fläche der Rettungsdienst zum Wenden braucht. Dieses Objektwissen bleibt über die Saison erhalten.
Klare Verträge und Nachweise
Flächen, Zeiten und Streumittel stehen schriftlich im Angebot. Die digitalen Einsatzprotokolle belegen jede Fahrt. Fragt eine Versicherung, die Klinikleitung oder das Ordnungsamt nach, liegen alle Unterlagen sofort vor – ohne dass Sie Zettel oder Fotos zusammensuchen müssen.
Einsatz in allen Bezirken
Ob Einzelpraxis in Friedenau oder Klinikcampus am Stadtrand: Wir sind in allen Berliner Bezirken im Einsatz. Betreiben Sie mehrere Standorte, etwa ein MVZ mit Zweigpraxen, betreuen wir alle Adressen aus einer Hand und mit einem Ansprechpartner.
| Worauf es ankommt | So setzen wir es um | Ihr Nutzen |
|---|---|---|
| Freie Zufahrt für Rettungswagen | Zufahrt und Vorfahrt als Priorität 1 in jeder Tour | Kein Zeitverlust im Notfall |
| Sichere Wege für Gehhilfen | Räumen bis auf den Belag, keine Spurrillen | Weniger Stürze von Patienten |
| Räumung vor Öffnung | Einsatzbeginn rückwärts von der Sprechzeit geplant | Patienten kommen trockenen Fußes an |
| Saubere Böden im Eingangsbereich | Feinkörniges Streugut und eine freie Abstreifzone | Geringerer Reinigungsaufwand in Praxisräumen |
| Nachweis der Kontrollpflicht | Digitales Protokoll mit Uhrzeit und Streumittel | Belastbare Unterlagen im Schadensfall |
Pflichten und Organisation nach Berliner Recht
Vor Praxis oder Klinik richtet sich die Pflicht auf dem öffentlichen Gehweg nach aktuellem Stand nach dem Berliner Straßenreinigungsgesetz. Anlieger – in der Regel die Eigentümer – müssen Schnee unverzüglich nach Ende des Schneefalls räumen und bei Glätte abstumpfend streuen. Schneit es erst nach 20 Uhr, haben Anlieger bis 7 Uhr am nächsten Morgen Zeit, sonn- und feiertags bis 9 Uhr. Die Mindestbreite beträgt einen Meter, an Hauptverkehrs- und vielen Geschäftsstraßen 1,5 Meter. Salz darf auf Gehwegen grundsätzlich nicht gestreut werden; befristete Ausnahmen bei extremer Glätte kann die Senatsverwaltung erst seit einer Gesetzesänderung im Februar 2026 zulassen.
Auf dem eigenen Gelände – Parkplatz, Zufahrt, Innenhof, Klinikcampus – greift die privatrechtliche Verkehrssicherungspflicht. Gerichte fordern hier in der Regel, dass ungefähr zwischen 7 und 20 Uhr oder eben während der Nutzungszeiten geräumt und gestreut wird. Bei einer Notaufnahme, die rund um die Uhr Patienten aufnimmt, kann sich dieses Zeitfenster entsprechend ausdehnen. Wie weit Ihre Pflicht konkret reicht, sollten Sie im Einzelfall rechtlich prüfen lassen; eine verständliche Einführung bietet der Ratgeber Verkehrssicherungspflicht im Winter einfach erklärt.
- Wer ist Anlieger: Praxisinhaber, Vermieter oder Klinikträger?
- Welche Zeiten gelten für Notaufnahme, Ambulanz und Verwaltung?
- Wer kontrolliert den beauftragten Dienst und wie wird das festgehalten?
- Welche Flächen nutzen Rettungsdienst und Feuerwehr?
Die Übertragung der Pflichten auf eine geeignete Firma ist ausdrücklich zulässig. Ihre Auswahl- und Überwachungspflicht bleibt aber bestehen – die digitalen Protokolle machen diese Kontrolle für Sie einfach.
Kostenfaktoren und Preisbeispiele für Praxis- und Klinikflächen
Was der Winterdienst kostet, hängt weniger vom Gebäudetyp ab als von Fläche, Zahl der Zugänge und Bereitschaftszeit. Eine Einzelpraxis mit 15 Metern Gehweg ist schnell kalkuliert. Ein Krankenhaus mit Rettungszufahrt, die auch um drei Uhr nachts frei sein muss, erfordert mehr Personal in Bereitschaft.
Wesentliche Kostenfaktoren
- Länge des öffentlichen Gehwegs und der Zuwege in laufenden Metern
- Größe von Parkplatz, Vorfahrt und Liegendanfahrt in Quadratmetern
- Anzahl der Rampen, Eingänge und Nebeneingänge
- gewünschte Bereitschaft: nur Sprechzeiten oder rund um die Uhr
- Streumittel und Abrechnungsart (Pauschale oder Verbrauch)
| Leistung | Richtwert netto | Abrechnung |
|---|---|---|
| Gehweg, Zugang, Rampe räumen und streuen | 1,80–3,00 € | pro lfm und Monat, Saison Nov.–März |
| Parkplatz, Vorfahrt, Liegendanfahrt | 0,80–1,50 € | pro m² und Saison |
| Einzeleinsatz auf Abruf, kleine Fläche | 25–45 € | pro Einsatz |
| Notfall- und Soforteinsatz | ab 50 € | pauschal zzgl. Fläche |
| Streumaterial | nach Absprache | Pauschale oder nach Verbrauch |
Beispiel 1: Hausarztpraxis im Altbau
18 Meter Gehweg plus Hofzugang zur Praxistür, Saisonpauschale mit 2,20 € pro Meter und Monat: 18 m × 2,20 € × 5 Monate = 198 € netto pro Saison, zuzüglich Streumaterial.
Beispiel 2: Ärztehaus mit Parkplatz
40 Meter Gehweg und Zugänge zu 2,60 €: 40 × 2,60 € × 5 = 520 €. Dazu 900 m² Parkplatz mit Liegendanfahrt zu 1,20 € je m²: 1.080 €. Zusammen ergibt das 1.600 € netto pro Saison. Die genannten Beträge dienen nur der Orientierung – bindend ist erst unser Festpreisangebot, das auf der kostenlosen Flächenanalyse Ihrer Praxis- oder Klinikflächen beruht. Weitere Rechenbeispiele enthält der Ratgeber Was kostet ein Winterdienst?.
So läuft die Beauftragung ab – vom Erstgespräch bis zur geräumten Liegendanfahrt
Gerade Kliniken haben viele Beteiligte: Technische Leitung, Hygiene, Einkauf, Notaufnahme. Damit im ersten Schneefall niemand improvisieren muss, folgen wir einem festen Ablauf.
- Anfrage: Rufen Sie +49 (0)30 201 64 24 81 an oder schreiben Sie uns eine E-Mail mit Adresse, Öffnungszeiten der Praxis und ungefährer Flächengröße.
- Kostenlose Besichtigung: Wir gehen die Wege gemeinsam ab, messen Gehweg und Parkflächen und markieren Gefahrenstellen wie Rampen, Gitterroste oder Schattenzonen.
- Räumflächenplan mit Prioritäten: Rettungszufahrt und Notaufnahme zuerst, dann Patienteneingang, Behindertenstellplätze, Personalwege und Gehweg. Wie man Flächen erfasst und gewichtet, zeigt unser Beitrag zum Erfassen und Priorisieren von Räumflächen.
- Festpreisangebot: Sie erhalten ein schriftliches Angebot mit klar benannten Flächen, Zeiten und Streumitteln – ohne versteckte Zuschläge.
- Saisonstart: Ab November ist Ihr Objekt in unserer GPS-gestützten Tourenplanung hinterlegt. Ihr persönlicher Ansprechpartner ist bekannt, Schneeablageflächen sind festgelegt.
- Einsatz: Bei Schneefall oder Eisbildung rücken wir rund um die Uhr aus – vor Sprechstundenbeginn, bei Bedarf mehrfach täglich.
- Protokoll und Rückmeldung: Jeder Einsatz wird digital dokumentiert. Auf Wunsch erhalten Praxismanagement oder Haustechnik die Nachweise regelmäßig gebündelt.
Fällt Ihr bisheriger Dienstleister mitten im Winter aus, ist auch ein kurzfristiger Einstieg möglich. Dann beginnen wir mit einem Soforteinsatz und erstellen den vollständigen Plan parallel.
Streumittel, Geräte und saubere Eingangsbereiche
Im Umfeld von Praxen und Kliniken gelten für Material und Technik besondere Maßstäbe. Auf dem öffentlichen Gehweg ist Salz tabu, also arbeiten wir dort mit abstumpfenden Mitteln wie Splitt, Sand oder Granulat. Direkt vor Glastüren und automatischen Schiebetüren bevorzugen wir feinkörniges Material, das sich weniger in Türschienen festsetzt und von Abstreifmatten gut aufgenommen wird.
Technik passend zur Fläche
Rampen, schmale Hofzugänge und der Bereich um Eingangstüren werden von Hand geräumt – mit Schneeschieber, Besen und Eiskratzer. Auf Gehwegen und größeren Parkplätzen setzen wir kompakte Räumfahrzeuge ein, die die Gewichtsgrenzen der Straßenverkehrsordnung für Gehwege einhalten. Auf großen Klinikgeländen arbeiten wir zusätzlich mit Schneeschild und Kehrwalze, damit Parkflächen vor dem Schichtwechsel frei sind.
Wohin mit dem Schnee?
Schneehaufen gehören weder auf Behindertenstellplätze noch in die Aufstellfläche des Rettungsdienstes oder vor Hydranten. Bei der Besichtigung legen wir fest, wo geräumter Schnee gelagert wird. Reicht der Platz nach ergiebigen Niederschlägen nicht mehr, lassen sich die Mengen abfahren.
Nach der Saison
Im Frühjahr liegt auf Wegen und Parkplätzen oft noch reichlich Streugut, das in Eingangsbereiche getragen wird und Gullys verstopft. Die Splittbeseitigung schließt den Winter sauber ab. Unsere Streumittel sind umweltschonend gewählt, was auch Grünanlagen und Baumscheiben auf dem Klinikgelände schont.
Häufige Fehler und eine Checkliste für Praxismanagement und Haustechnik
Viele Unfälle entstehen nicht durch ausbleibenden Winterdienst, sondern durch Lücken in der Planung. Diese Fehler begegnen uns bei Erstbesichtigungen immer wieder:
- Nur der Haupteingang ist im Vertrag, der barrierefreie Seiteneingang mit Rampe fehlt.
- Der Einsatzbeginn ist auf 8 Uhr festgelegt, die Praxis öffnet aber um 7:30 Uhr.
- Geräumter Schnee landet auf dem Behindertenparkplatz oder in der Zufahrt der Krankentransporte.
- Gitterroste und Metallabdeckungen vor dem Eingang werden nicht gesondert behandelt und frieren spiegelglatt.
- Niemand im Team weiß, wen man bei Blitzeis am Sonntagmorgen anruft.
- Die Abstimmung mit der Hausverwaltung fehlt, sodass Gehwegflächen doppelt oder gar nicht betreut werden.
- Alle Zugänge inklusive Rampen, Personal- und Lieferwege erfasst
- Einsatzzeiten an Sprechzeiten und Schichtbeginn angepasst
- Rettungszufahrt als oberste Priorität vereinbart
- Schneeablageflächen markiert, Hydranten und Stellplätze ausgenommen
- Notfallnummer des Winterdienstes im Team bekannt
- Zuständigkeit Praxis, Vermieter, Hausverwaltung schriftlich geregelt
- Zugang zu den digitalen Einsatzprotokollen geklärt
Bei vielen Rampen oder Stufen ohne Aufzug empfiehlt sich zusätzlich ein Blick auf unseren barrierefreien Winterdienst, der Leitsysteme und Bodenindikatoren für sehbehinderte Patienten einbezieht.
Von Mitte bis Steglitz-Zehlendorf: Gesundheitsstandorte im Winter
Rund um die großen Klinikstandorte in Wedding und Mitte konkurrieren Rettungswagen, Lieferverkehr und Patienten um wenige Meter Zufahrt – dort ist eine freie Vorfahrt besonders wichtig. In Buch erstreckt sich ein weitläufiger Gesundheitscampus mit langen Verbindungswegen zwischen den Gebäuden. Ärztehäuser in Friedrichshain und Neukölln liegen oft an belebten Geschäftsstraßen mit erhöhter Räumbreite. In Lichterfelde und Zehlendorf betreuen wir Praxen in Villen mit Hofzufahrt, Treppen und Gartenwegen. Auch in Spandau und Marzahn betreuen wir medizinische Zentren.
Alle 12 Bezirke
- Marzahn-Hellersdorf
- Spandau
- Treptow-Köpenick
- Reinickendorf
- Neukölln
- Charlottenburg-Wilmersdorf
- Lichtenberg
- Tempelhof-Schöneberg
- Mitte
- Steglitz-Zehlendorf
- Pankow
- Friedrichshain-Kreuzberg
Ortsteile, in denen wir oft unterwegs sind
- Hakenfelde
- Nikolassee
- Müggelheim
- Wartenberg
- Karlshorst
- Waidmannslust
- Märkisches Viertel
- Halensee
- Wedding
- Mahlsdorf
- Wilmersdorf
- Köpenick
- Bohnsdorf
- Gatow
Flächenanalyse in jedem Bezirk kostenlos und unverbindlich.
Häufige Fragen
Ab wann muss vor meiner Arztpraxis geräumt sein?
Für den öffentlichen Gehweg gilt nach dem Berliner Straßenreinigungsgesetz: unverzüglich nach Ende des Schneefalls, bei nächtlichem Schnee nach 20 Uhr bis 7 Uhr morgens, sonn- und feiertags bis 9 Uhr. Auf Ihrem Grundstück richtet sich die Pflicht nach den Nutzungszeiten. Öffnet Ihre Praxis früher, planen wir den Einsatz so, dass die Wege vor dem ersten Patienten frei sind.
Räumen Sie die Zufahrt der Notaufnahme auch nachts?
Ja. Bei Krankenhäusern mit Notaufnahme vereinbaren wir eine Bereitschaft rund um die Uhr. Setzt nachts Schneefall oder Eisregen ein, rücken unsere Einsatzkräfte aus und halten Zufahrt, Vorfahrt und Eingangsbereich befahrbar. Wie häufig in den Nachtstunden kontrolliert wird, legen wir im Vertrag fest und dokumentieren jeden Einsatz digital.
Wer ist zuständig, wenn meine Praxis in einem Mietshaus liegt?
Anlieger im Sinne des Straßenreinigungsgesetzes ist meist der Eigentümer. Ob die Pflicht per Mietvertrag auf Sie als Praxismieter übertragen wurde, sollten Sie in Ihrem Vertrag nachlesen und im Zweifel rechtlich prüfen lassen. Wir arbeiten für die Partei, die zuständig ist, und stimmen uns bei Bedarf mit der Hausverwaltung ab, damit keine Fläche doppelt oder gar nicht betreut wird.
Darf vor dem Praxiseingang Streusalz verwendet werden?
Vor Praxen und Kliniken gilt wie überall in Berlin: Auf dem öffentlichen Gehweg ist Streusalz grundsätzlich nicht erlaubt, befristete Ausnahmen darf allein die Senatsverwaltung bei extremer Glätte zulassen. Wir arbeiten deshalb mit abstumpfenden Mitteln wie Granulat, Splitt oder Sand. Im Eingangsbereich verwenden wir feinkörniges Material, das sich gut abkehren lässt und weniger in die Praxisräume getragen wird.
Was kostet der Winterdienst für eine kleine Einzelpraxis?
Richtwert für den Gehweg vor der Praxis: 1,80 bis 3,00 € je laufendem Meter und Monat, bezogen auf die Monate November bis März. Bei 15 Metern Gehweg und 2,40 € ergibt das 15 × 2,40 € × 5 Monate = 180 € netto pro Saison, zuzüglich Streumaterial. Den verbindlichen Festpreis nennen wir nach einer kostenlosen Besichtigung.
Können Sie mehrere Standorte eines MVZ betreuen?
Ja. Wir arbeiten in allen zwölf Bezirken der Stadt und können Hauptstandort und Zweigpraxen in einem gemeinsamen Vertrag bündeln. Jede Adresse erhält einen eigenen Räumflächenplan mit passenden Einsatzzeiten. Ein persönlicher Ansprechpartner betreut das gesamte Praxisnetz, die Protokolle kommen übersichtlich nach Zweigstelle sortiert.
Was passiert, wenn unser bisheriger Winterdienst mitten im Winter ausfällt?
Dann können wir kurzfristig einspringen. Zunächst sichern wir bei einem Soforteinsatz die dringendsten Flächen, also Rettungszufahrt, Patienteneingang und Gehweg. Der Notfalleinsatz kostet ab 50 € pauschal zuzüglich Fläche. Parallel besichtigen wir das Objekt und erstellen ein Festpreisangebot für den Rest der Saison.