Ja, barrierefreier Winterdienst mit kostenfreier Flächenanalyse vor Ort
Ein Weg ist im Winter nur dann barrierefrei, wenn er für alle Nutzer funktioniert. Fußgänger kommen notfalls über einen schmalen Trampelpfad, ein Rollstuhl braucht dagegen eine durchgehende Breite ohne Querkanten. Rollatoren mit kleinen Vorderrädern bleiben schon an Splittkörnern hängen, und für blinde Menschen ist ein Bodenleitsystem unter Schnee schlicht nicht vorhanden.
Wir planen den Einsatz deshalb aus der Perspektive der Menschen, die auf diese Wege angewiesen sind. Rollstuhlrampen werden in voller Breite geräumt, Schnee wird nie am Rampenfuß oder vor einer Bordsteinabsenkung abgelegt, und auf Rippen- und Noppenplatten verwenden wir feines Granulat, das nach der Glättephase wieder abgekehrt wird. Türtaster für automatische Türen, Aufstellflächen vor Klingelanlagen und Behindertenstellplätze mit ihrer seitlichen Umsteigefläche gehören selbstverständlich dazu. Für gewöhnliche Hauseingänge mit Stufen gibt es unseren Dienst für Treppen und Eingänge; diese Seite beschreibt die Anforderungen stufenloser Wege. Praktische Hinweise zur Sicherung von Rampen bietet auch der Ratgeber Rampen und barrierefreie Zugänge im Winter sichern. Bei der kostenfreien Begehung erfassen wir alle Elemente und schlagen eine Reihenfolge vor, in der sie nach Schneefall gesichert werden – meist zuerst Eingang und Stellplätze, danach Rampen und Leitlinien.
Welche Elemente wir auf stufenlosen Wegen betreuen
Barrierefreie Außenanlagen bestehen aus Bausteinen, die jeweils eine eigene Funktion haben. Fällt einer davon im Winter aus, ist oft der ganze Weg blockiert. Unsere Leistungsübersicht zeigt, worauf wir bei welchem Element achten.
| Element | Winterleistung | Worauf es ankommt |
|---|---|---|
| Rollstuhlrampe mit Podesten | Volle Breite räumen, fein streuen | Keine Schneeränder an Radabweisern, Handläufe frei |
| Bordsteinabsenkung am Grundstück | Absenkung und Anschluss freilegen | Kein Schneewall vor oder hinter der Absenkung |
| Bodenindikatoren (Rippen-, Noppenplatten) | Schonend räumen, Granulat statt grobem Splitt | Struktur bleibt mit Langstock ertastbar |
| Behindertenstellplatz | Stellplatz und seitliche Umsteigefläche räumen | Rollstuhl kann neben dem Fahrzeug aufgestellt werden |
| Türbereich mit Taster | Bewegungsfläche vor Tür und Taster sichern | Taster erreichbar, Tür schwenkt ohne Widerstand |
| Wendeflächen und Begegnungsstellen | Flächen in voller Größe räumen | Wenden ohne Rangieren im Schnee |
| Kontrastmarkierungen | Schnee und Matsch von Markierungen entfernen | Sichtbar für Menschen mit Sehbehinderung |
Welche Elemente bei Ihnen vorhanden sind, halten wir bei der Begehung in einem Lageplan fest. Er dient später als Grundlage für jede Einsatzkraft, die das Objekt betreut.
Für wen stufenlose Wege im Winter entscheidend sind
Die Zielgruppe ist größer, als viele vermuten. Neben Menschen im Rollstuhl gehören dazu Rollatornutzer, Menschen mit Gehstützen oder Prothesen, blinde und sehbehinderte Personen, Eltern mit Kinderwagen sowie Lieferdienste mit Sackkarre. Für sie alle ist ein vereister Weg kein Ärgernis, sondern ein Hindernis, das den Alltag unterbricht.
Entsprechend breit ist das Spektrum der Objekte, die wir betreuen:
- Pflege- und Senioreneinrichtungen: Hier ist ein großer Teil der Bewohner auf Hilfsmittel angewiesen. Mehr dazu auf der Seite zum Winterdienst für Pflegeheime.
- Kliniken, Therapiezentren, Arztpraxen: Patienten kommen häufig eingeschränkt mobil.
- Behörden und öffentliche Einrichtungen: Bürgerämter, Bibliotheken, Schulen mit inklusivem Unterricht.
- Barrierefreie Wohnanlagen: Neubauten mit stufenlosen Zugängen und Aufzügen.
- Einzelhandel: Supermärkte mit Behindertenstellplätzen und automatischen Türen.
- Private Haushalte: Eigenheime mit nachträglich gebauter Rampe.
Auch Senioren, die noch im eigenen Haus leben, profitieren. Welche Lösungen sich für ältere Eigentümer bewähren, zeigt der Ratgeber Winterdienst im Alter.
- 1AnfrageFormular, Telefon oder E-Mail – mit Adresse und Flächenart
- 2Flächenanalysekostenlos vor Ort · 24/7 bei Schnee und Eisbildung
- 3Festpreisab 1,80 € pro lfm und Monat – ohne versteckte Zuschläge
- 4Einsatzim Festpreisangebot vereinbart · Saison November bis März
Wie gewöhnliches Räumen neue Barrieren schafft
Ein herkömmlicher Winterdienst ist auf Fußgänger ausgelegt. Gerade dadurch entstehen Hindernisse, die Menschen mit Mobilitätseinschränkung ausschließen.
Der Schneewall an der Absenkung
Wer einen Gehweg räumt, schiebt den Schnee oft an den Bordstein. An einer Bordsteinabsenkung entsteht so eine Barriere aus verdichtetem Schnee, die ein Rollstuhl nicht überwinden kann. Gleiches gilt für Räumfahrzeuge auf der Fahrbahn, die Schnee von der anderen Seite gegen die Absenkung drücken.
Zu schmal geräumte Streifen
Ein Rollstuhl ist rund 70 Zentimeter breit, zum Wenden braucht er deutlich mehr Platz. Ein Streifen von knapp einem Meter mag für Fußgänger genügen, lässt aber keinen Raum für Begegnung oder Richtungswechsel. Zur Mindestbreite auf öffentlichen Gehwegen informiert der Ratgeber Wie breit muss der Gehweg geräumt werden?.
Grobes Streugut
Splitt in grober Körnung blockiert kleine Lenkräder von Rollatoren und Rollstühlen. Auf Bodenindikatoren füllt er die Rillen und macht das Leitsystem unlesbar.
- Umwege über die Fahrbahn
- Abhängigkeit von Hilfe Dritter
- Verzicht auf Termine, Einkauf oder Arbeit
Maße und Planungsnormen als Orientierung
Für die Planung barrierefreier Außenanlagen gibt es in Deutschland technische Regeln, vor allem die DIN 18040 für barrierefreies Bauen und die DIN 32984 für Bodenindikatoren. Sie richten sich in erster Linie an Planer und Bauherren, liefern aber auch für den Winter wichtige Anhaltspunkte, welche Flächen eine Anlage nutzbar machen.
- Rampen: Die DIN 18040 sieht eine Neigung von höchstens 6 Prozent, eine nutzbare Breite von mindestens 1,20 Metern und Zwischenpodeste nach spätestens 6 Metern Lauflänge vor. Diese Breite sollte auch im Winter vollständig frei sein.
- Bewegungsflächen: Vor Türen, an Rampenanfang und -ende sind Flächen von 1,50 × 1,50 Metern üblich, damit ein Rollstuhl wenden kann.
- Bodenindikatoren: Rippen zeigen eine Gehrichtung an, Noppen markieren Aufmerksamkeitsfelder, etwa vor Treppen oder an Überwegen.
Wir übernehmen diese Maße als Richtschnur für die Räumbreite. Wenn eine Rampe 1,20 Meter breit gebaut wurde, räumen wir 1,20 Meter und nicht einen Fußgängerstreifen in der Mitte. Bewegungsflächen werden vollständig freigehalten, auch wenn das bedeutet, Schnee weiter wegzutragen.
Ob Ihre Anlage den Normen entspricht, bewerten wir nicht; das ist Sache von Sachverständigen. Wir sorgen dafür, dass vorhandene Elemente im Winter ihre Funktion behalten.
Bodenindikatoren und Leitsysteme ertastbar halten
Taktile Leitsysteme sind für blinde und stark sehbehinderte Menschen das, was Wegweiser für Sehende sind. Der Langstock gleitet über die Rippen und folgt ihnen; ein Noppenfeld signalisiert Abzweig, Treppe oder Überweg. Liegt Schnee darauf, ist diese Information verloren. Liegt grober Splitt in den Rillen, ebenfalls.
Unsere Teams räumen Leitsysteme mit Schiebern, deren Kante den Belag nicht beschädigt. Wo Eis haftet, lösen wir es vorsichtig, statt mit dem Eiskratzer Rippen abzuschlagen. Gestreut wird mit feinem Granulat in geringer Menge, das die Oberfläche griffig macht, ohne die Struktur zu füllen. Wie viel Material dafür ausreicht, erläutert der Beitrag Wie viel Streumittel pro m² braucht man?.
Nach der Glättephase
Sobald Tauwetter einsetzt, kehren wir Streugut von den Bodenindikatoren ab. Bleibt es liegen, verstopfen die Rillen dauerhaft, und das Leitsystem verliert auch im Frühjahr an Lesbarkeit.
Kontraste sichtbar halten
Viele Leitsysteme sind zusätzlich hell-dunkel abgesetzt, ebenso Stufenmarkierungen und Glastürmarkierungen in Bodennähe. Schneematsch verdeckt diese Kontraste. Wir halten sie frei, damit Menschen mit Restsehvermögen sich weiterhin orientieren können.
Ihre Vorteile beim barrierefreien Winterdienst von RAT
Barrierefreiheit endet nicht mit dem ersten Schneefall. Mit diesen Leistungen sorgen wir dafür, dass stufenlose Wege auch im Winter ihre Funktion erfüllen.
- 01Nutzerblick
Planung aus Sicht der Betroffenen
Wir fragen nicht nur, wo Schnee liegt, sondern wer den Weg nutzt. Rollstuhl, Rollator, Langstock und Kinderwagen stellen unterschiedliche Anforderungen, und unser Räumkonzept berücksichtigt jede davon von Anfang an.
- 02Lageplan
Alle Elemente auf einem Plan
Rampen, Absenkungen, Leitsysteme und Stellplätze werden in einem Lageplan markiert. Jede Einsatzkraft weiß dadurch, welche Flächen Vorrang haben und wo Schnee niemals abgelegt werden darf. Auch bei Personalwechsel bleibt das Wissen über Ihr Objekt erhalten.
- 03Räumbreite
Volle Rampenbreite statt Trampelpfad
Eine Rampe wird in ihrer gesamten nutzbaren Breite geräumt, Bewegungsflächen vor Türen bleiben vollständig frei. So kann ein Rollstuhl fahren, wenden und anderen Nutzern begegnen, ohne in den Schnee auszuweichen.
- 04Orientierung
Bodenindikatoren bleiben lesbar
Rippen- und Noppenplatten räumen wir schonend und bestreuen sie nur mit feinem Granulat. Nach der Glättephase wird das Material wieder abgekehrt, damit der Langstock die Struktur zuverlässig erkennt.
- 05Streugut
Feine Körnung für kleine Räder
Grober Splitt blockiert Lenkräder von Rollatoren und Rollstühlen. Wir setzen daher feines, umweltschonendes Streumaterial ein, das Halt gibt, ohne neue Hindernisse auf dem Weg zu schaffen oder Beete am Wegrand zu belasten.
- 06Türbereich
Taster und Türschwelle erreichbar
Wir sichern den Weg zum Türtaster und den Schwenkbereich automatischer Türen. Eine Schneekante an der Schwelle, an der Vorderräder hängen bleiben, entsteht so gar nicht erst, und Besucher gelangen ohne fremde Hilfe ins Gebäude.
- 07Stellplätze
Umsteigefläche am Behindertenparkplatz
Stellplatz, seitliche Umsteigefläche und Verbindung zum Gehweg werden zusammen geräumt. Erst dann kann jemand aus dem Fahrzeug in den Rollstuhl wechseln und das Gebäude selbstständig erreichen, statt auf Unterstützung durch Personal warten zu müssen.
- 08Nachweis
Protokoll für jedes Element
Das digitale Einsatzprotokoll hält fest, wann Rampe, Absenkung und Leitsystem gesichert wurden. Betreiber von Pflegeheimen und Kliniken können damit ihre gesteigerte Sorgfalt gegenüber eingeschränkt mobilen Nutzern belegen, etwa gegenüber Heimaufsicht oder Versicherung.
- 09Bereitschaft
Rund um die Uhr erreichbar
Bewohner von Pflegeeinrichtungen haben auch am Wochenende Arzttermine, Besucher kommen am Abend. Wir sind bei Schneefall und Eisbildung jederzeit einsatzbereit, damit stufenlose Zugänge nicht über Nacht zur Sackgasse werden.
- 10Festpreis
Kalkulation nach realem Aufwand
Mehrarbeit an Rampen und Leitsystemen fließt transparent in den Meterpreis ein. Nach der kostenfreien Begehung erhalten Sie ein Festpreisangebot ohne versteckte Zuschläge und können die Saison verlässlich planen.
Warum Pflegeeinrichtungen und Kliniken in Berlin auf RAT Winterdienst setzen
Wer Menschen mit Mobilitätseinschränkung betreut, braucht einen Partner, der deren Wege kennt. Diese Gründe sprechen für unseren Dienst.
Sorgfalt an jedem Element
Unsere geschulten Einsatzkräfte wissen, dass eine Bordsteinabsenkung mehr ist als ein Stück Bordstein. Sie räumen Absenkungen vollständig frei, prüfen den Anschluss zur Fahrbahn und achten darauf, dass kein Räumfahrzeug später einen neuen Wall davorschiebt. Lücken fallen beim Kontrollblick auf.
Abstimmung mit dem Haus
In Pflegeheimen und Kliniken kennt das Personal die Wege der Bewohner und Patienten am besten. Ihr persönlicher Ansprechpartner nimmt Hinweise der Mitarbeitenden auf und gibt sie an das Einsatzteam weiter, damit Problemstellen beim nächsten Einsatz zuerst behandelt werden.
Berlinweit unterwegs
Vom Sitz in Prenzlauer Berg aus sind wir in allen Berliner Bezirken im Einsatz. Träger mit mehreren Standorten erhalten eine einheitliche Leistungsbeschreibung, ein gemeinsames Protokollsystem und eine Abrechnung, die nach Einrichtungen aufgeschlüsselt ist. So behalten Sie den Überblick über Kosten und Leistungen jedes Hauses.
Haftpflicht mit klaren Summen
Für Personen- und Sachschäden besteht bei der DEVK eine Betriebshaftpflicht von 3.000.000 € pauschal, für Vermögensschäden von 500.000 €. Gerade bei Nutzern, die bei einem Sturz schwerer verletzt werden können, ist diese Absicherung für Betreiber ein wichtiges Kriterium.
Schonender Umgang mit Belägen
Leitsysteme, Rampenbeläge und Schiebetürlager sind teuer in der Instandsetzung. Mit feinem Streugut, schonenden Schiebern und dem Abkehren nach der Glättephase verhindern wir, dass der Winterdienst selbst Schäden verursacht, die im Frühjahr repariert werden müssen. Das senkt die Instandhaltungskosten Ihrer Außenanlagen spürbar.
| Worauf es ankommt | So setzen wir es um | Ihr Nutzen |
|---|---|---|
| Rampe ohne Eisrand und Schneehaufen | Volle Breite räumen, Rampenfuß freihalten | Rollstuhl fährt sicher auf und ab |
| Freie Bordsteinabsenkung am Grundstück | Absenkung und Anschluss nach jedem Räumgang kontrollieren | Kein unüberwindbarer Schneewall |
| Ertastbares Leitsystem für Blinde | Schonend räumen, feines Granulat, später abkehren | Orientierung für blinde Menschen bleibt |
| Nutzbarer Stellplatz mit Umsteigefläche | Stellplatz und Umsteigefläche gemeinsam räumen | Selbstständiges Umsteigen möglich |
| Eingang selbstständig erreichbar | Türtaster und Schwenkbereich sichern | Tür öffnet ohne Unterstützung |
Rollstuhlrampe, Behindertenstellplatz und Türbereich
Fußgängerrampen sind flacher als Fahrzeugrampen, doch für einen Rollstuhl genügt schon wenig Eis, damit die Räder durchdrehen oder der Stuhl seitlich abrutscht. Wir räumen Rampen von oben nach unten in voller Breite, halten die Radabweiser an den Seiten frei und entfernen Schnee von beiden Handläufen. Schneehaufen am Rampenfuß sind tabu, denn genau dort braucht der Rollstuhl Auslauf.
Behindertenstellplätze sind breiter als normale Parkplätze, weil daneben eine Umsteigefläche liegt. Wird nur der Stellplatz selbst geräumt, kann zwar das Auto parken, aber niemand aus- oder einsteigen. Wir räumen deshalb Stellplatz, Umsteigefläche und die Verbindung zum Gehweg als zusammenhängende Fläche.
Am Eingang sichern wir die Bewegungsfläche vor der Tür, den Weg zum Türtaster und den Schwenkbereich automatischer Türflügel. Schnee an der Türschwelle kann verhindern, dass die Tür vollständig öffnet, und eine Kante bilden, an der Vorderräder hängen bleiben. Wo Splitt die Lager von Schiebetüren gefährden würde, weichen wir auf Granulat aus.
Für Kliniken und Praxen mit hohem Patientenaufkommen bieten wir dazu ein abgestimmtes Konzept auf der Seite Winterdienst für Arztpraxen und Kliniken.
Verkehrssicherung gegenüber eingeschränkt mobilen Nutzern
Auf öffentlichen Gehwegen gilt in Berlin die Anliegerpflicht nach dem Straßenreinigungsgesetz: räumen nach Schneefallende, abstumpfend streuen, Mindestbreite in der Regel ein Meter, an stark frequentierten Straßen mehr. Auftaumittel sind dort grundsätzlich verboten; seit Februar 2026 kann die Senatsverwaltung bei extremer Glätte befristete Ausnahmen zulassen.
Auf Privatgrund greift die allgemeine Verkehrssicherungspflicht. Ihr Umfang richtet sich nach der Rechtsprechung auch danach, wer eine Fläche erwartbar nutzt. Ein Eigentümer, der eine Rampe für Rollstuhlfahrer anlegt oder eine Pflegeeinrichtung betreibt, muss nach aktuellem Stand mit Nutzern rechnen, die auf Glätte stärker angewiesen sind als ein durchschnittlicher Fußgänger. Das kann die Anforderungen an Sorgfalt und Häufigkeit erhöhen.
Wer die Pflicht an uns überträgt, bleibt zur Auswahl und Kontrolle verpflichtet. Unsere digitalen Einsatzprotokolle zeigen, wann welche Elemente gesichert wurden. Öffentliche Auftraggeber haben häufig zusätzlich eigene Vorgaben zur Barrierefreiheit, die wir in die Leistungsbeschreibung übernehmen. Eine rechtliche Bewertung im Einzelfall ersetzt das nicht; wir geben keine Rechtsberatung.
Praktisch bedeutet die erhöhte Sorgfalt vor allem zweierlei: frühere Einsatzzeiten, weil Pflegedienste, Fahrdienste und Therapeuten oft schon vor sieben Uhr unterwegs sind, und häufigere Nachkontrollen bei wechselnden Temperaturen um den Gefrierpunkt. Beides lässt sich im Vertrag festlegen. So ist für Betreiber, Bewohner und Angehörige nachvollziehbar, welcher Standard an den Zugängen gilt und wie er im Protokoll belegt wird.
Preise für rollstuhlgerechtes Räumen
Barrierefreie Flächen verlangen mehr Handarbeit als ein gerader Gehweg: Rampen mit Podesten, Leitsysteme, die nicht mit dem Kleintraktor befahren werden sollen, und Schnee, der weiter weggetragen werden muss. Wir rechnen trotzdem nach den bekannten Modellen ab und berücksichtigen den Aufwand im Meterpreis.
| Modell | Richtwert netto | Typischer Einsatz |
|---|---|---|
| Saisonbetreuung Rampe, Zuweg, Leitsystem | 1,80–3,00 € pro lfm und Monat | Pflegeheim, Wohnanlage, Praxis |
| Flächenbetreuung Stellplätze und Vorplatz | 0,80–1,50 € pro m² und Saison | Supermarkt, Klinik, Behörde |
| Einsatz auf Abruf | 25–45 € pro Einsatz | Einzelne Rampe am Eigenheim |
| Soforteinsatz | ab 50 € pauschal zzgl. Fläche | Plötzliche Eisglätte |
| Streumaterial | Pauschale oder nach Verbrauch | Vorwiegend feines Granulat |
Rechenbeispiel Senioreneinrichtung in Spandau
Eine Einrichtung hat einen Zuweg von 20 Metern mit Leitsystem, eine Rampe von 8 Metern samt Podest und einen Weg von 4 Metern zum Behindertenstellplatz. Zusammen sind das 32 laufende Meter. Wegen der Rampe und der Bodenindikatoren kalkulieren wir 2,80 € pro Meter und Monat: 32 lfm × 2,80 € × 5 Monate = 448 € netto pro Saison. Kommen 120 m² Besucherparkplatz zu 1,20 € hinzu, steigt die Summe um 144 € auf 592 €. Verbindlich ist das Festpreisangebot nach kostenloser Flächenanalyse, das Sie über unser Angebotsformular anfordern können.
Vom Lageplan bis zum gesicherten Weg
Weil barrierefreie Anlagen aus vielen Einzelelementen bestehen, beginnt jede Zusammenarbeit mit einer gründlichen Bestandsaufnahme.
- Anfrage: Sie schildern Objektart, Nutzergruppen und besondere Anforderungen.
- Begehung: Wir erfassen Rampen, Absenkungen, Leitsysteme, Stellplätze und Türbereiche und messen Breiten und Längen. Die Flächenanalyse ist kostenfrei.
- Lageplan: Alle Elemente werden in einem Plan markiert, inklusive erlaubter Ablageflächen für Schnee, die keine Wege blockieren.
- Festpreisangebot: Sie erhalten ein Angebot mit Leistungsbeschreibung für jedes Element.
- Einweisung: Die Einsatzkräfte Ihres Objekts werden mit Lageplan und Besonderheiten vertraut gemacht.
- Einsatz: Räumen in festgelegter Reihenfolge, feines Streugut, Kontrolle von Absenkungen und Leitsystem.
- Dokumentation und Nachkehren: Jeder Einsatz wird digital protokolliert; nach der Glättephase wird Streugut von taktilen Flächen entfernt.
Bei längeren Frostperioden mit wiederkehrender Reifglätte lässt sich die Betreuung um eine Glättekontrolle ergänzen.
Checkliste für Betreiber stufenloser Zugänge
Mit einer guten Vorbereitung bleiben barrierefreie Wege auch an harten Wintertagen nutzbar. Diese Punkte sollten vor Saisonbeginn geklärt sein.
- Alle Rampen, Absenkungen und Leitsysteme im Lageplan erfasst?
- Ablageflächen für Schnee festgelegt, die keine Wege kreuzen?
- Handläufe an Rampen fest und vollständig?
- Türtaster und automatische Türen funktionsfähig?
- Beschilderung von Behindertenstellplätzen sichtbar angebracht?
- Nutzergruppen und Kernzeiten an den Winterdienst gemeldet?
Bitten Sie Bewohner oder Beschäftigte mit Mobilitätseinschränkung, Problemstellen direkt zu melden. Sie bemerken eine vereiste Absenkung oder einen zugeschobenen Taster oft als Erste. Wir nehmen solche Hinweise über Ihren Ansprechpartner auf und berücksichtigen sie beim nächsten Einsatz. Nach dem Winter lohnt eine kurze Auswertung: Welche Stellen waren wiederholt problematisch, wo fehlte Ablagefläche, welche Elemente sollten baulich verbessert werden?
Stufenlose Zugänge von Pankow bis Spandau
Auf dem Klinikcampus in Buch verbinden lange, stufenlose Wege Stationen, Haltestellen und Parkplätze. In Marzahn wurden viele Plattenbauten mit Rampen und Aufzügen nachgerüstet, deren Zugänge im Winter frei bleiben müssen. Senioreneinrichtungen in Spandau und Steglitz brauchen Rampen und Leitsysteme, die ab dem Frühstück nutzbar sind. Bürgerämter und Bibliotheken in Mitte empfangen Besucher mit Rollstuhl und Rollator. In Neu-Hohenschönhausen betreuen wir barrierefreie Wohnanlagen mit Behindertenstellplätzen, bei denen Fahrdienste morgens Bewohner zu Werkstätten und Tagespflege abholen.
Alle 12 Bezirke
- Pankow
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- Fennpfuhl
Flächenanalyse in jedem Bezirk kostenlos und unverbindlich.
Häufige Fragen
Was unterscheidet barrierefreies Räumen vom normalen Winterdienst?
Der normale Winterdienst ist auf Fußgänger ausgelegt. Wir räumen zusätzlich Rampen in voller Breite, halten Bordsteinabsenkungen und Bewegungsflächen frei, legen keinen Schnee an kritischen Stellen ab und verwenden feines Granulat, das Rollatorräder nicht blockiert. Bodenindikatoren werden schonend behandelt und nach der Glättephase wieder abgekehrt.
Wie breit muss eine Rollstuhlrampe im Winter geräumt sein?
Als Orientierung dient die nutzbare Breite, mit der die Rampe gebaut wurde. Die DIN 18040 sieht dafür mindestens 1,20 Meter vor. Diese Breite sollte vollständig frei sein, ebenso die Bewegungsflächen am Anfang und Ende. Ein schmaler Streifen in der Mitte reicht für einen Rollstuhl nicht aus.
Darf man auf Bodenindikatoren Splitt streuen?
Grober Splitt füllt die Rillen und Noppen und macht das Leitsystem für den Langstock unlesbar. Wir verwenden deshalb feines Granulat in geringer Menge und kehren es nach der Glättephase ab. So bleibt die Fläche begehbar, und blinde Menschen können sich weiter orientieren. Streusalz ist auf öffentlichen Gehwegen grundsätzlich verboten.
Gehört die Bordsteinabsenkung vor dem Grundstück zur Anliegerpflicht?
Liegt sie im Gehwegbereich vor Ihrem Grundstück, fällt sie nach aktuellem Stand in der Regel unter die Anliegerpflicht nach dem Straßenreinigungsgesetz. Die Fahrbahn und Fußgängerüberwege räumt die BSR. Problematisch ist der Übergang: Schnee von der Fahrbahn landet oft an der Absenkung. Im Einzelfall sollte die Zuständigkeit geprüft werden.
Was kostet barrierefreier Winterdienst für ein Pflegeheim?
Für Zuwege, Rampen und Leitsysteme rechnen wir mit 1,80 bis 3,00 € pro laufendem Meter und Monat netto. Bei 32 Metern und 2,80 € ergeben sich 448 € pro Saison. Große Parkflächen kalkulieren wir mit 0,80 bis 1,50 € pro m² und Saison. Das verbindliche Angebot erhalten Sie nach der kostenfreien Begehung.
Können Bewohner Problemstellen direkt melden?
Ja, über Ihren persönlichen Ansprechpartner. Mitarbeitende oder Bewohner bemerken eine vereiste Absenkung oder einen zugeschobenen Türtaster oft als Erste. Diese Hinweise geben wir an das Einsatzteam weiter, das die Stelle beim nächsten Einsatz vorrangig behandelt. Bei akuter Glätte ist auch ein Soforteinsatz möglich.