Ja, Winterdienst für Wohnanlagen mit GPS-gestützter Routenplanung und Einsatzprotokoll
Eine Großsiedlung funktioniert im Winter wie eine kleine Stadt. Hunderte Bewohner verlassen zwischen fünf und acht Uhr ihre Häuser, Kinder laufen zur Schule, Pflegedienste fahren vor, die Müllabfuhr braucht freie Wege zu den Standplätzen. Gleichzeitig gibt es zwischen den Blöcken ein dichtes Netz aus Haupt- und Nebenwegen, Treppen, Rampen und Plätzen, das selten jemand vollständig im Kopf hat. Wer hier ohne Plan räumt, verliert Zeit an den falschen Stellen. Ein durchdachter Winterdienst für Wohnanlagen beginnt deshalb lange vor dem ersten Schnee.
RAT Winterdienst geht deshalb anders vor als bei einem einzelnen Haus. Bei der kostenlosen Flächenanalyse erfassen wir das gesamte Wegenetz Ihrer Anlage, zählen Eingänge, markieren Feuerwehrzufahrten und Spielplatzzugänge und legen Prioritäten fest. Daraus entsteht ein Räumplan, der Maschinen und Handräumer so verteilt, dass die meistgenutzten Verbindungen zuerst frei sind. Die GPS-gestützte Routenplanung sorgt dafür, dass kein Abschnitt doppelt und keiner gar nicht angefahren wird.
Gestreut wird mit abstumpfenden, umweltschonenden Mitteln, die Rasen, Bäume und Spielsand nicht belasten. Für jeden Abschnitt der Siedlung entsteht ein digitales Einsatzprotokoll. Liegen Ihre Siedlungen in mehreren Bezirken und wünschen Sie eine gebündelte Abrechnung, finden Sie die passende Organisationsform beim Winterdienst für Verwaltungsbestände.
Was in einer großen Siedlung zum Auftrag gehört
Eine Wohnanlage besteht aus sehr unterschiedlichen Flächentypen. Jeder davon verlangt eine andere Technik und eine andere Einsatzreihenfolge. Die folgende Übersicht zeigt, wie wir die Bereiche aufteilen.
| Flächentyp | Arbeitsweise | Priorität |
|---|---|---|
| Öffentliche Gehwege am Rand der Anlage | Kleines Räumfahrzeug oder Kehrmaschine, abstumpfend streuen | Hoch, gesetzliche Anliegerpflicht |
| Hauseingänge und Vordächer | Handräumung, Stufen und Podeste streuen | Hoch, morgendlicher Hauptverkehr |
| Hauptwege zwischen den Blöcken | Maschinell räumen, anschließend streuen | Hoch, Verbindung zu Haltestellen und Läden |
| Feuerwehrzufahrten und Aufstellflächen | Räumen in voller Breite, Schnee nicht ablagern | Hoch, Brandschutz |
| Müllstandplätze | Zugang und Aufstellfläche räumen | Mittel, vor Abfuhrterminen |
| Zuwege zu Spielplätzen | Räumen und streuen nach Vereinbarung | Niedrig bis mittel |
| Stellplatzanlagen | Flächenräumung der Fahrgassen | Nach Nutzungszeit |
Gerade die Müllplätze unterschätzen viele Betreiber. In Plattenbausiedlungen stehen dort oft Dutzende Großbehälter, die die Abfuhr über geräumte Wege bis zum Fahrzeug ziehen muss. Wie wir solche Bereiche behandeln, zeigt die Seite zum Winterdienst an Müllstandplätzen.
Siedlungstypen in Berlin und ihre Eigenheiten
Berlin hat Wohnanlagen aus fast jedem Jahrzehnt des vergangenen Jahrhunderts. Für den Winterdienst unterscheiden sie sich erheblich.
Plattenbauquartiere im Osten
Die großen Neubaugebiete der Siebziger und Achtziger haben breite Gehwege, viele Eingänge pro Block und weitläufige Grünflächen. Die Wege sind oft maschinengängig, die Zahl der Hauseingänge ist aber hoch. Hier entscheidet die Kombination aus Fahrzeug für die Längsachsen und Handräumern für die Eingänge über das Tempo.
Hochhaussiedlungen im Westen
Anlagen mit Hochhäusern bis zu zwanzig und mehr Geschossen bündeln viele Bewohner auf wenige Eingänge. Zwischen den Gebäuden entstehen Schattenzonen und Fallwinde, die Glätte länger halten. Rampen zu Tiefgaragen und Ladenzeilen kommen hinzu.
Zeilenbausiedlungen der Fünfziger und Sechziger
Parallele Zeilen mit Vorgärten und Wohnwegen sind schmaler angelegt. Viele Wege sind nur für Handgeräte oder sehr kompakte Maschinen geeignet, dafür sind die Strecken überschaubar.
Neue Stadtquartiere
Aktuelle Projekte setzen auf autoarme Innenbereiche, begrünte Höfe über Tiefgaragen und barrierefreie Zuwege. Die Tragfähigkeit der Decken begrenzt die Technik; wir prüfen sie vor jedem Maschineneinsatz.
Auftraggeber sind meist Wohnungsunternehmen, Genossenschaften oder große Eigentümergemeinschaften. Für sie alle gilt: Erst der Räumplan macht die Leistung vergleichbar und kontrollierbar.
- 1AnfrageFormular, Telefon oder E-Mail – mit Adresse und Flächenart
- 2Flächenanalysekostenlos vor Ort · rund um die Uhr bei Schneefall und Eisbildung
- 3Festpreisab 0,80 € pro m² und Saison für Wegeflächen – ohne versteckte Zuschläge
- 4EinsatzHauptwege und Gehwege bis 7 Uhr, sonntags bis 9 Uhr · Saison November bis März, mehrfach bei Dauerschneefall
Räumplan und Prioritäten im Wegenetz
Kein Team der Welt räumt zweihundert Eingänge und mehrere Kilometer Wege in einer Minute. Wichtig ist daher die Reihenfolge. Wir legen gemeinsam mit Ihnen fest, welche Verbindungen zuerst begehbar sein müssen und welche später folgen dürfen.
- Stufe 1: Öffentliche Gehwege, Hauseingänge, Feuerwehrzufahrten, Wege zu Bus- und Tramhaltestellen
- Stufe 2: Verbindungswege zwischen den Blöcken, Zugänge zu Müllplätzen und Kita
- Stufe 3: Zuwege zu Spielplätzen, Nebenwege durch Grünflächen, Bankbereiche
Der Plan wird als Lageskizze mit farbigen Zonen festgehalten. Jede Einsatzkraft kennt ihren Abschnitt, und bei anhaltendem Schneefall beginnt der zweite Durchgang wieder bei Stufe 1. So bleibt das Grundgerüst der Anlage auch bei mehrstündigem Schneetreiben begehbar.
Wege, die im Winter gar nicht betreut werden sollen, müssen deutlich erkennbar sein. Ob eine Sperrung mit Absperrband oder ein Hinweisschild genügt, hängt vom Einzelfall ab und sollte rechtlich geprüft werden. Wie man Flächen systematisch erfasst und bewertet, beschreibt der Ratgeber Räumflächenplan erstellen.
Wir aktualisieren den Plan, wenn sich die Anlage verändert, etwa durch einen neuen Spielplatz, einen verlegten Müllplatz oder eine Baustelle mit Umleitung der Fußwege.
Maschinen für lange Achsen, Handarbeit an jeder Tür
In großen Anlagen entscheidet der richtige Technikmix über Tempo und Schonung der Flächen. Auf breiten Hauptwegen arbeiten kompakte Räumfahrzeuge mit Schild, Kehrwalze oder Fräse. Auf den öffentlichen Gehwegen vor der Wohnanlage dürfen nach § 35 Abs. 6 StVO Fahrzeuge mit bis zu 2,8 t zulässigem Gesamtgewicht räumen – mit maximal 3 bar Reifendruck auch bis 3,5 t –, solange weder Gehweg noch Leitungen beschädigt werden. Mehr zu dieser Technik finden Sie bei der maschinellen Schneeräumung.
An den Hauseingängen endet die Arbeit der Maschine. Stufen, Podeste, Rampen und der Bereich direkt vor der Tür werden mit Schieber und Besen frei gemacht. Ebenso die Wege zwischen Fahrradbügeln, Bänken und Pollern, an denen kein Fahrzeug vorbeikommt. Wie unsere Teams dabei vorgehen, beschreibt die Seite zur manuellen Schneeräumung.
Schonung von Wegen und Leitungen
Viele Siedlungswege sind mit Betonplatten oder Verbundpflaster belegt, unter denen Versorgungsleitungen liegen. Über Tiefgaragen kommen Abdichtungen hinzu. Bei der Begehung prüfen wir, wo welches Gerät fahren darf, und legen leichtere Technik für empfindliche Bereiche fest. Räumschilde mit Gummileiste schonen Kanten und Pflasterfugen.
Die Rechtslage zum Fahren auf Gehwegen erläutert der Ratgeber Räumfahrzeuge auf Gehwegen ausführlicher.
Spielplätze, Grünflächen und Schneelager
Eine Wohnanlage hat Flächen, die bei einem Mietshaus fehlen: Spielplätze, Rasenflächen, Hecken, Baumgruppen. Sie verlangen besondere Rücksicht.
Spielplätze
Die Spielflächen selbst werden in der Regel nicht geräumt; Spielgeräte im Schnee gehören zum Winter. Wichtig sind dagegen die Zuwege und Eingänge, die Eltern mit Kinderwagen und Kinder auf dem Weg zur Schule nutzen. Diese Abschnitte nehmen wir je nach Vereinbarung in Stufe 2 oder 3 auf.
Wohin mit dem Schnee?
Auf langen Wegen fallen große Schneemengen an. Wir legen bei der Begehung Lagerflächen fest, die keine Sichtachsen versperren, keine Hydranten oder Schachtdeckel verdecken und nicht auf Feuerwehraufstellflächen liegen. Bevorzugt werden Rasenränder ohne empfindliche Bepflanzung. Auf Hecken, Jungbäume und Spielsand schieben wir keinen Schnee. Was erlaubt ist, fasst der Ratgeber Wohin mit dem Schnee? zusammen.
Schutz der Vegetation
Da wir abstumpfende Mittel verwenden, gelangt kein Salz in die Grünflächen. Das ist in Siedlungen mit altem Baumbestand besonders wichtig, denn Salzschäden zeigen sich oft erst im Sommer an braunen Blättern. Splitt und Granulat lassen sich im Frühjahr zusammenkehren, ohne dass Rückstände den Boden belasten.
Ihre Vorteile beim Winterdienst für Wohnanlagen von RAT
Große Siedlungen verlangen Planung, passende Technik und Rücksicht auf viele Menschen. Diese zehn Punkte zeichnen unsere Betreuung aus.
- 01Räumplan
Klare Reihenfolge für alle Wege
Ein Lageplan mit Prioritätsstufen legt fest, welche Verbindungen zuerst frei sind. Hauseingänge, Haltestellenwege und Feuerwehrzufahrten stehen vorn, Nebenwege folgen. Bei Dauerschneefall beginnt jeder Durchgang wieder bei den wichtigsten Achsen.
- 02Technikmix
Maschine und Hand im Zusammenspiel
Kompakte Räumfahrzeuge übernehmen die breiten Hauptwege, Handräumer die Eingänge, Treppen und Engstellen. So kommt die Anlage schnell voran, ohne dass Pflaster, Kanten oder Stufen durch ungeeignetes Gerät Schaden nehmen.
- 03Hauseingänge
Jede Tür einzeln berücksichtigt
Ob zwölf oder achtzig Eingänge: Jeder steht im Räumplan mit Stufen, Podest und Zuweg. Unsere Teams arbeiten die Eingänge eines Abschnitts nacheinander ab, damit kein Haus in einer Ecke der Siedlung vergessen wird.
- 04Brandschutz
Rettungswege jederzeit befahrbar
Feuerwehrzufahrten und Aufstellflächen räumen wir in voller Breite und lagern dort niemals Schnee ab. Im Ernstfall muss ein Löschfahrzeug ohne Verzögerung an jedes Gebäude der Anlage heranfahren können.
- 05Barrierefreiheit
Sichere Wege für Rollator und Kinderwagen
Rampen, abgesenkte Bordsteine und ebene Zugänge behandeln wir mit besonderer Sorgfalt. Gerade in Siedlungen mit vielen älteren Bewohnern entscheidet ein freier, gut gestreuter Rampenweg darüber, ob jemand das Haus verlassen kann.
- 06Grünschutz
Bäume und Rasen bleiben unbelastet
Abstumpfende Streumittel statt Salz schützen den oft alten Baumbestand zwischen den Blöcken. Schneelager legen wir so an, dass Hecken, Jungbäume und Spielsand nicht unter verschmutzten Schneebergen leiden. Im Frühjahr ergrünen die Flächen ohne Nacharbeit.
- 07Frühstart
Hauptachsen vor dem Berufsverkehr frei
Viele Bewohner großer Siedlungen arbeiten im Schichtdienst oder pendeln früh. Wir beginnen auf den Hauptachsen so zeitig, dass die Wege zu Bus und Tram vor dem morgendlichen Ansturm geräumt und gestreut sind.
- 08Dokumentation
Nachweis für jeden Abschnitt
Digitale Einsatzprotokolle zeigen, wann welcher Teil der Anlage betreut wurde. Kommt es zu einer Beschwerde oder einem Unfall, lässt sich schnell klären, wann der betreffende Weg zuletzt geräumt war.
- 09Flächenschonung
Gerät passend zum Untergrund
Über Tiefgaragen, auf Plattenbelägen oder an empfindlichen Kanten setzen wir leichtere Technik und Räumschilde mit Gummileiste ein. Die Tragfähigkeit prüfen wir vor dem ersten Einsatz, damit keine Folgeschäden entstehen.
- 10Quartierskontakt
Direkter Draht für Hauswarte
Hauswarte und Quartiersbüros erreichen unseren Ansprechpartner direkt. Meldungen über vereiste Ecken, blockierte Wege oder neue Hindernisse landen ohne Umweg bei den Teams, die gerade in Ihrer Anlage arbeiten.
Warum Wohnungsunternehmen und Genossenschaften in Berlin auf RAT Winterdienst setzen
Betreiber großer Anlagen brauchen einen Partner, der Fläche und Menschen gleichermaßen im Blick hat. Daran richten wir unsere Arbeit aus.
Planung vor dem ersten Flocken
Wir beginnen nicht mit dem Schneeschieber, sondern mit dem Lageplan. Die gemeinsame Begehung, der Räumplan mit Prioritäten und der Probelauf der Routen sorgen dafür, dass am ersten Schneemorgen jede Einsatzkraft weiß, wo sie anfängt und wohin sie den Schnee schiebt.
Erfahrung mit Siedlungsstrukturen
Plattenbau, Hochhausquartier, Zeilenbau oder Neubauviertel stellen jeweils eigene Anforderungen. Wir passen Technik, Personaleinsatz und Reihenfolge an die Bauweise Ihrer Anlage an, statt ein Schema für alle Siedlungen zu verwenden. Das spart Zeit und schont die Flächen.
GPS-gestützte Steuerung
Unsere Routenplanung verteilt die Abschnitte so, dass Teams sich nicht gegenseitig blockieren und kein Weg zweimal oder gar nicht angefahren wird. Gerade in Anlagen mit Hunderten Metern Wegen ist das der Unterschied zwischen einer geräumten und einer halb geräumten Siedlung.
Kalkulierbare Saisonkosten
Nach der kostenlosen Flächenanalyse erhalten Sie einen Festpreis, aufgeschlüsselt nach Gehwegfront und interner Fläche. Zuschläge, die erst auf der Rechnung auftauchen, gibt es bei uns nicht. So können Sie die Kosten im Budget ansetzen und gegenüber Mietern oder Mitgliedern transparent darstellen. Auch Aufsichtsrat oder Vorstand erhalten belastbare Zahlen.
Auch nachts für Hauswarte da
Bei Schneefall und Eisbildung sind unsere Teams jederzeit einsatzbereit. Meldet ein Hauswart nachts eine vereiste Stelle in der Wohnanlage, erreicht er Ihren persönlichen Ansprechpartner telefonisch über +49 (0)30 201 64 24 81 oder schriftlich an info@rat-winterdienst.de.
| Worauf es ankommt | So setzen wir es um | Ihr Nutzen |
|---|---|---|
| Viele Wege, begrenzte Zeit am Morgen | Räumplan mit drei Prioritätsstufen | Wichtigste Verbindungen zuerst begehbar |
| Dutzende Hauseingänge mit Stufen und Rampen | Handräumer für Eingänge, Maschinen für Achsen | Kein Eingang wird übersehen |
| Feuerwehrzufahrten müssen frei bleiben | Räumung in voller Breite, kein Schneelager | Brandschutz auch bei Schneefall gesichert |
| Alter Baumbestand und Spielplätze | Abstumpfende Mittel, festgelegte Schneelagerflächen | Grün und Spielsand bleiben unbelastet |
| Empfindliche Beläge und Tiefgaragendecken | Tragfähigkeit geprüft, leichtes Gerät eingesetzt | Keine Folgeschäden an Wegen und Abdichtungen |
Rechtliche Anforderungen an große Anlagen
Für die öffentlichen Gehwege am Rand einer Siedlung gilt das Berliner Straßenreinigungsgesetz. Die Anliegerpflicht umfasst Räumen und abstumpfendes Streuen, mindestens einen Meter breit, an stark frequentierten Straßen breiter. Nach Schneefall ab 20 Uhr muss der Gehweg nach aktuellem Stand bis 7 Uhr frei sein, sonn- und feiertags bis 9 Uhr. Streusalz ist dort grundsätzlich verboten.
Für die Wege innerhalb der Anlage greift die privatrechtliche Verkehrssicherungspflicht. Die Rechtsprechung verlangt in der Regel Räumen und Streuen etwa zwischen 7 und 20 Uhr. In Siedlungen mit vielen Schichtarbeitern und frühen Pflegediensten ist ein früherer Beginn auf den Hauptachsen sinnvoll – das sollte der Betreiber bewusst entscheiden und vertraglich festhalten.
Brandschutz geht vor
Feuerwehrzufahrten und Aufstellflächen müssen jederzeit nutzbar sein. Schnee darf dort weder liegen bleiben noch abgelagert werden. Wir räumen diese Flächen in voller Breite und kennzeichnen sie im Räumplan. Einzelheiten zu diesen Bereichen finden Sie unter Fluchtwege und Feuerwehrzufahrten freihalten.
- Die Pflicht kann übertragen werden, Auswahl und Kontrolle des Dienstleisters bleiben beim Eigentümer.
- Bei Versäumnissen können Bezirk oder BSR eine Ersatzvornahme auf Kosten des Eigentümers durchführen.
- Lassen Sie die Abgrenzung zwischen öffentlichen und privaten Wegen im Einzelfall rechtlich prüfen.
Gefahrenstellen in Siedlungen mit vielen Eingängen
In einer Großsiedlung sind besonders viele Menschen unterwegs, darunter Kinder, Senioren mit Rollator und Menschen im Rollstuhl. Gleichzeitig gibt es bauliche Besonderheiten, an denen sich Glätte schneller bildet oder länger hält.
- Schattenzonen: Zwischen hohen Blöcken taut der Schnee langsamer, Reifglätte bleibt bis in den Mittag.
- Fallrohre: Schmelzwasser von Dächern läuft über Gehwege und gefriert nachts zu Eisplatten.
- Rampen: Barrierefreie Zugänge mit Gefälle werden bei Glätte zur Rutschbahn.
- Durchgänge: In Unterführungen und Tordurchfahrten sammelt sich Zugluft, die Nässe schnell gefrieren lässt.
- Haltestellenwege: Hier ist die Fußgängerdichte am höchsten, festgetretener Schnee wird schnell zu Eis.
Wir markieren solche Stellen bei der Begehung und kontrollieren sie bei Frostwetterlagen auch dann, wenn kein neuer Schnee gefallen ist. Welche Orte typischerweise zuerst vereisen, beschreibt der Ratgeber Wo Glätte zuerst entsteht.
Ein Sturz in einer großen Anlage bleibt selten unbemerkt. Zeugen, Fotos und Beschwerden an den Vermieter folgen meist schnell. Umso wichtiger ist, dass sich anhand der Einsatzprotokolle zeigen lässt, wann der betreffende Abschnitt zuletzt geräumt oder gestreut wurde. Zivilrechtliche Ansprüche nach § 823 BGB lassen sich damit nicht ausschließen, aber sachlich prüfen.
Kosten für Wegenetze und Gehwegfronten
Bei großen Anlagen kombinieren wir zwei Berechnungsgrundlagen: die laufenden Meter öffentlicher Gehwege und die Quadratmeter der internen Wege- und Stellplatzflächen. Hinzu kommen Faktoren wie die Zahl der Hauseingänge, Treppen und Rampen, der Anteil an Handarbeit sowie Lagerflächen für Schnee.
| Bereich | Richtwert netto | Hinweis |
|---|---|---|
| Öffentliche Gehwege am Rand | 1,80–3,00 € pro lfm und Monat | Saisonpauschale November bis März |
| Interne Wege- und Stellplatzflächen | 0,80–1,50 € pro m² und Saison | Abhängig von Maschinengängigkeit |
| Zusätzliche Einzeleinsätze | 25–45 € pro Einsatz | Kleine Teilflächen, größere nach Aufwand |
| Soforteinsatz | ab 50 € pauschal zzgl. Fläche | Wenn es außerhalb des Vertrags akut glatt wird |
| Streumittel | als Pauschale oder nach tatsächlichem Verbrauch | Splitt, Granulat oder Sand |
Rechenbeispiel: Siedlung mit zwölf Hauseingängen
Angenommen, die Siedlung umfasst 240 Wohnungen und liegt auf einer Länge von 180 m an öffentlichen Gehwegen. Bei 2,00 € pro Meter und Monat über fünf Monate ergibt das 180 × 2,00 € × 5 = 1.800 €. Das interne Wegenetz umfasst 3.500 m², kalkuliert mit 1,00 € pro m² und Saison: 3.500 × 1,00 € = 3.500 €. Zusammen kostet die Saison 5.300 € netto, je Wohnung rechnerisch rund 22,08 €.
Diese Zahlen sind unverbindliche Richtwerte. Verbindlich ist das Festpreisangebot, das wir nach der kostenlosen Flächenanalyse für Ihre Anlage erstellen.
Von der Begehung bis zum ersten Schneefall
Für eine große Anlage planen wir mehr Vorlauf ein als für ein Einzelobjekt. Ideal ist ein Start im September, damit der Räumplan vor dem ersten Frost erprobt ist.
- Lagepläne bereitstellen: Sie senden uns vorhandene Pläne der Anlage mit Gebäuden, Wegen und Grenzen des Grundstücks.
- Gemeinsame Begehung: Wir gehen die Siedlung mit Ihrem Hauswart oder Objektbetreuer ab und notieren Eingänge, Rampen, Gefahrenstellen und Lagerflächen.
- Räumplan erstellen: Die Flächen werden in Prioritätsstufen und Abschnitte für Maschine und Handräumung eingeteilt.
- Festpreisangebot: Sie erhalten einen Preis für die Saison, aufgeschlüsselt nach Gehwegfront und interner Fläche.
- Abstimmung vor Ort: Schlüssel für Müllplätze und Tore, Ansprechpartner im Quartier und Meldewege werden festgelegt.
- Probelauf der Routen: Vor Saisonbeginn fahren unsere Teams die Abschnitte ab, um Engstellen und Hindernisse zu erkennen.
- Saisonbetrieb: Bei Schneefall und Glätte arbeiten die Teams den Plan ab, jeder Einsatz wird digital protokolliert.
Nach der Saison besprechen wir, welche Abschnitte gut funktioniert haben und wo der Plan angepasst werden sollte. Auch das Entfernen des Streusplitts im Frühjahr lässt sich vorab einplanen.
Zusammenarbeit mit Hauswart und Bewohnern
In vielen Siedlungen gibt es Hauswarte, Concierge-Dienste oder Quartiersbüros. Sie kennen die Anlage am besten und sind für Bewohner die erste Anlaufstelle. Wir binden sie deshalb von Anfang an ein: Sie erhalten den Räumplan, wissen, in welcher Reihenfolge geräumt wird, und können Hinweise auf neue Gefahrenstellen direkt an unseren Ansprechpartner geben.
Übernimmt ein Hauswart bisher selbst Teile des Winterdienstes, lässt sich die Aufgabe sinnvoll teilen. Er kontrolliert tagsüber die Eingänge und streut punktuell nach, während unsere Teams die großen Flächen und die frühen Einsätze übernehmen. Wie eine solche Ergänzung aussehen kann, beschreibt der Hausmeisterservice im Winter.
- Aushang in jedem Treppenhaus mit Hinweis auf den Winterdienst
- Eine Meldeadresse für Glättehinweise von Bewohnern
- Streugut an zentralen Punkten für Nachstreuen durch den Hauswart
- Abstimmung mit Pflegediensten über frühe Zufahrtszeiten
- Kurze Saisonbesprechung nach dem Winter
Bewohner reagieren spürbar gelassener, wenn sie wissen, dass ein Plan existiert und in welcher Reihenfolge ihr Weg an der Reihe ist. Ein Aushang mit der Prioritätenkarte beantwortet viele Anrufe, bevor sie entstehen.
Großsiedlungen von Marzahn-Hellersdorf bis Neukölln
Berlins größte Wohnanlagen liegen an den Rändern der Stadt. In Marzahn und Hellersdorf prägen Plattenbauten mit vielen Eingängen und breiten Wegen das Bild, ähnlich in Neu-Hohenschönhausen. Die Gropiusstadt verbindet Hochhäuser mit Ladenzeilen und Rampen, an denen Glätte schnell gefährlich wird. Im Märkischen Viertel führen lange Wege zwischen den Großbauten zu Haltestellen und Schulen. Das Falkenhagener Feld in Spandau bringt weitläufige Grünflächen mit. Für jede dieser Siedlungen erarbeiten wir einen eigenen Räumplan, der Bauweise und Wegenetz berücksichtigt.
Alle 12 Bezirke
- Steglitz-Zehlendorf
- Charlottenburg-Wilmersdorf
- Spandau
- Mitte
- Tempelhof-Schöneberg
- Friedrichshain-Kreuzberg
- Pankow
- Treptow-Köpenick
- Lichtenberg
- Reinickendorf
- Neukölln
- Marzahn-Hellersdorf
Ortsteile, in denen wir oft unterwegs sind
- Altglienicke
- Alt-Hohenschönhausen
- Kladow
- Staaken
- Westend
- Malchow
- Schöneberg
- Waidmannslust
- Mahlsdorf
- Buch
- Tempelhof
- Friedenau
- Hermsdorf
- Gesundbrunnen
Flächenanalyse in jedem Bezirk kostenlos und unverbindlich.
Häufige Fragen
Räumen Sie auch die Wege innerhalb der Anlage oder nur die Gehwege?
Beides, je nach Auftrag. Die öffentlichen Gehwege am Rand fallen unter die Anliegerpflicht nach dem Straßenreinigungsgesetz. Die Wege zwischen den Gebäuden gehören zur privaten Verkehrssicherungspflicht des Eigentümers. Im Räumplan legen wir fest, welche internen Wege, Plätze und Zugänge betreut werden und in welcher Reihenfolge das geschieht.
Wie lange dauert es, bis eine große Siedlung geräumt ist?
Das hängt von Fläche, Schneemenge und Zahl der Eingänge ab. Entscheidend ist die Reihenfolge: Stufe 1 mit Gehwegen, Eingängen, Haltestellenwegen und Feuerwehrzufahrten ist zuerst frei. Die Teams und Maschinen planen wir so, dass diese Stufe zu den gesetzlichen und vereinbarten Zeiten erledigt ist. Nebenwege folgen danach.
Werden auch Spielplätze geräumt?
Die Spielflächen selbst bleiben in der Regel unberührt. Geräumt und gestreut werden die Zuwege und Eingänge, die Familien täglich nutzen. Auf Spielsand und Fallschutzflächen lagern wir keinen Schnee ab, damit im Frühjahr kein Splitt oder Schmutz in den Spielbereichen zurückbleibt.
Können Ihre Fahrzeuge über unsere Tiefgaragendecken fahren?
Das prüfen wir vor dem ersten Einsatz. Wir sehen uns die Angaben zur Tragfähigkeit an und stimmen uns mit Ihnen ab. Wo die Decke nur geringe Lasten erlaubt, arbeiten wir mit leichtem Gerät oder per Hand. So vermeiden wir Schäden an Abdichtung und Belag, deren Reparatur aufwendig wäre.
Was passiert mit dem geräumten Schnee?
Bei der Begehung legen wir Lagerflächen fest, meist Rasenränder ohne empfindliche Bepflanzung. Ausgeschlossen sind Feuerwehrflächen, Hydranten, Schachtdeckel, Sichtachsen an Ausfahrten und Spielbereiche. Reicht der Platz bei sehr großen Mengen nicht aus, besprechen wir mit Ihnen einen Abtransport als Zusatzleistung, der gesondert vereinbart und berechnet wird.
Wie arbeiten Sie mit unserem Hauswart zusammen?
Der Hauswart erhält den Räumplan und einen direkten Draht zu unserem Ansprechpartner. Er meldet neue Gefahrenstellen und kann tagsüber punktuell nachstreuen, während unsere Teams die großen Flächen und frühen Einsätze übernehmen. Diese Aufteilung legen wir vorab schriftlich fest, damit keine Lücke entsteht.
Wie wird bei einer großen Anlage abgerechnet?
Wir kombinieren eine Saisonpauschale für die öffentlichen Gehwege pro laufendem Meter mit einem Flächenpreis für interne Wege und Stellplätze pro Quadratmeter. Das Angebot weist beide Teile getrennt aus. Damit können Sie die Kosten nach Ihren Regeln auf Gebäude oder Wirtschaftseinheiten verteilen.