Ja, wir übernehmen Winterdienst für Industrie und Logistik – rund um die Uhr einsatzbereit
Ein Werksgelände oder Logistikzentrum funktioniert im Winter nur, wenn drei Verkehrsströme gleichzeitig laufen: Beschäftigte, die zu Fuß und mit dem Rad zur Schicht kommen, Lkw, die anliefern und abholen, und Flurförderzeuge, die zwischen Halle, Freilager und Verladung pendeln. Jeder Strom braucht andere Flächen zu anderen Zeiten. Ein Winterdienst, der morgens um sieben einmal über das Gelände fährt, passt zu keinem dieser Abläufe, wenn die Frühschicht um sechs beginnt, die Spätschicht um vierzehn und die Nachtschicht um zweiundzwanzig Uhr.
Wir planen deshalb nach Ihrem Schichtplan. Vor jedem Schichtwechsel sind Zugänge, Mitarbeiterparkplätze und Wege zu den Toren frei; Werksstraßen und Rangierflächen halten wir befahrbar, solange Verkehr rollt. Bevor unsere Einsatzkräfte das erste Mal auf Ihr Gelände fahren, werden sie nach Ihren Werksregeln eingewiesen: Geschwindigkeiten, Vorrang für Stapler, Sperrbereiche, PSA. Für große Flächen setzen wir Räumfahrzeuge ein, deren Arbeitsweise wir unter maschinelle Schneeräumung näher beschreiben; Wege, Treppen an Bürotrakten und Hallenzugänge werden von Hand bearbeitet. Lange Zaunfronten an öffentlichen Gehwegen rechnen wir separat ab. Digitale Einträge zu Zeitpunkt und Zone entstehen bei jedem Durchgang, sodass Ihre Fachkraft für Arbeitssicherheit jederzeit nachvollziehen kann, wann welcher Bereich gesichert war.
Leistungen auf Werksgelände und Logistikflächen
Industrie- und Logistikstandorte sind groß, und nicht jede Fläche ist gleich wichtig. Wir gliedern das Gelände deshalb in Zonen mit eigener Priorität und eigenem Zeitfenster. Die Übersicht zeigt die typischen Bausteine eines Auftrags.
| Zone | Leistung | Priorität |
|---|---|---|
| Personenzugänge, Drehkreuze, Pforte | Räumen und streuen, Handarbeit | Vor jedem Schichtbeginn |
| Mitarbeiterparkplatz und Radabstellanlage | Maschinell räumen, Laufwege nacharbeiten | Vor jedem Schichtbeginn |
| Werksstraßen und Torzufahrten | Räumen, Kurven und Steigungen abstumpfen | Durchgehend während des Lkw-Verkehrs |
| Staplerwege im Freien | Räumen bis auf die Fläche, feines Streumittel | Vor Betriebsbeginn, Kontrolle im Schichtverlauf |
| Freilager und Containerplätze | Fahrgassen räumen, Ablage abseits der Ware | Nach Absprache |
| Feuerwehrzufahrten, Sammelplätze | Dauerhaft freihalten, keine Schneeablage | Immer |
| Öffentlicher Gehweg am Werkszaun | Nach StrReinG räumen und streuen | Gesetzliche Fristen |
Die Verladung an Rampen und Toren ist ein eigener Arbeitsbereich mit besonderen Anforderungen an Kanten, Überladebrücken und Torschwellen; wir nehmen sie in den Gesamtplan auf, beschreiben das Vorgehen aber gesondert unter Ladezonen und Laderampen. Notausgänge, Rettungswege und Löschwasserentnahmestellen behandeln wir als Zonen, die zu keinem Zeitpunkt zugeschoben werden dürfen; Einzelheiten dazu unter Fluchtwege und Feuerwehrzufahrten.
Für welche Betriebe sich der Service eignet
Unsere Kunden im gewerblich-industriellen Bereich unterscheiden sich in Größe, Branche und Arbeitszeitmodell. Gemeinsam ist ihnen, dass Stillstand teuer ist und das Gelände nicht öffentlich zugänglich, aber stark befahren wird.
- Produktionsbetriebe: Metallverarbeitung, Lebensmittel, Pharma oder Elektrotechnik mit Zwei- oder Dreischichtbetrieb und eigenen Werksstraßen.
- Logistikzentren und Speditionen: Umschlag rund um die Uhr, viele Lkw-Bewegungen, große Rangier- und Wartezonen.
- KEP- und Verteilzentren: frühmorgendliche Ausfahrt der Zustellfahrzeuge, Belegschaft mit hoher Fluktuation und wechselnden Startzeiten.
- Großhandel und Lagerbetriebe: Freilager, Containerstellplätze, Abholung durch Gewerbekunden mit Transportern.
- Ver- und Entsorgungsbetriebe: Betriebshöfe mit Fahrzeugflotten, Werkstätten und Wiegestationen.
Ob das Grundstück dem Betreiber gehört oder gemietet ist, ändert am Ablauf wenig, wohl aber an der Frage, wer beauftragt. Bei gemieteten Hallen in einem Gewerbepark mit vielen Nutzern ist häufig der Vermieter für die gemeinsamen Erschließungswege zuständig, der Mieter für sein eigenes Hofgelände. Gehört eine private Erschließungsstraße zum Standort, auf der auch Fremdverkehr fährt, kann zusätzlich die Regelung für Privatstraßen relevant werden. Diese Fragen klären wir bei der Begehung, bevor der erste Schnee fällt.
- 1AnfrageFormular, Telefon oder E-Mail – mit Adresse und Flächenart
- 2Flächenanalysekostenlos vor Ort · 24/7, ausgerichtet am Schichtplan
- 3Festpreis0,80–1,50 € pro m² und Saison – ohne versteckte Zuschläge
- 4EinsatzPriorität vor jedem Schichtbeginn · Saisonvertrag November bis März
Schichtbetrieb: Räumen im Takt der Produktion
Der Schichtplan ist die wichtigste Unterlage, die Sie uns geben können. Aus ihm leiten wir ab, wann welche Zone frei sein muss. Im klassischen Dreischichtbetrieb ergeben sich drei Spitzen, zu denen viele Menschen gleichzeitig über das Gelände gehen: kurz vor sechs, kurz vor vierzehn und kurz vor zweiundzwanzig Uhr.
So sieht ein Einsatztag bei Dauerschneefall aus
- Gegen 4:30 Uhr: Zugänge, Mitarbeiterparkplatz und Wege zur Pforte für die Frühschicht.
- Ab 5:30 Uhr: Werksstraßen und Torzufahrten für den ersten Lkw-Slot.
- Vormittags: Staplerwege, Freilager und Nebenflächen im laufenden Betrieb, abgestimmt mit der Schichtleitung.
- Gegen 13:00 Uhr: zweiter Durchgang an Zugängen und Parkplatz vor dem Schichtwechsel.
- Gegen 21:00 Uhr: dritter Durchgang für Spät- und Nachtschicht, Kontrolle der Torzufahrten.
- Nachts: Kontrollgänge nach Bedarf, besonders bei Temperaturen um den Gefrierpunkt.
Arbeiten Sie im Zweischichtbetrieb oder mit Gleitzeit, fällt der Plan schlanker aus. Wichtig ist, dass wir nicht während der Spitze selbst auf dem Parkplatz räumen, wenn Hunderte Fahrzeuge ein- und ausfahren. Deshalb liegen unsere Durchgänge immer kurz davor. Auch Wochenend- und Feiertagsschichten berücksichtigen wir, denn gerade an solchen Tagen ist sonst niemand da, der sich um das Gelände kümmert.
Werksverkehr, Staplerwege und Lagerplätze
Auf einem Industriegelände bewegen sich Fahrzeuge, die mit Schnee und Glätte schlecht zurechtkommen. Gabelstapler haben kleine, harte Räder, kurze Radstände und tragen Lasten in der Höhe. Schon eine dünne Schneeschicht verlängert den Bremsweg und erhöht das Kipprisiko in Kurven. Deshalb räumen wir Staplerwege bis auf die Fläche und stumpfen sie mit feinem Granulat ab, das sich nicht in Reifenprofilen festsetzt.
Hallentore als Übergang
An Toren entsteht ein besonderes Problem: Stapler tragen Schnee, Wasser und Streugut in die Halle. Grober Splitt beschädigt Beschichtungen von Hallenböden und kann bei automatischen Lagersystemen Störungen verursachen. Vor Toren setzen wir deshalb nur so viel Material ein wie nötig und stimmen mit Ihnen ab, ob eine Abstreifzone oder Tormatte sinnvoll ist.
Werksstraßen und Rangierflächen
Lkw brauchen vor allem Traktion an Steigungen, in engen Kurven und beim Anfahren vor der Schranke. Diese Punkte stumpfen wir gezielt ab. Fahrbahnmarkierungen, die Fußwege von Fahrwegen trennen, halten wir nach Möglichkeit sichtbar, damit die innerbetriebliche Verkehrsordnung auch bei Schnee erkennbar bleibt.
Freilager
Zwischen Regalen, Containern und Palettenstapeln ist Platz knapp. Schnee darf weder auf Ware noch gegen Regalfüße geschoben werden. Wir legen Ablageflächen bei der Begehung fest; reicht der Platz nicht aus, werden die Massen abtransportiert. Welche Stellen auf einem Gelände zuerst vereisen, zeigt der Ratgeber Wo Glätte zuerst entsteht.
Arbeitsschutz, Betriebsanweisungen und Rechtslage
Auf dem Werksgelände trifft den Arbeitgeber nach Arbeitsschutzgesetz und Arbeitsstättenverordnung die Pflicht, Verkehrswege sicher benutzbar zu halten; die Technische Regel ASR A1.8 konkretisiert das nach aktuellem Stand auch für Wege im Freien bei Schnee und Eis. Viele Betriebe regeln schriftlich, wie mit Winterglätte umzugehen ist, etwa in der Gefährdungsbeurteilung oder in Betriebsanweisungen für den Staplerverkehr. Wenn wir den Winterdienst übernehmen, richten sich unsere Abläufe nach diesen Vorgaben.
Fremdfirma auf dem Gelände
Arbeiten wir auf Ihrem Gelände, sind wir aus Sicht des Arbeitsschutzes eine Fremdfirma. Bewährt hat sich daher eine Einweisung vor Saisonbeginn, in der Ihre Sicherheitsfachkraft oder Schichtleitung Verkehrsregeln, Sperrbereiche, Anmeldung an der Pforte und erforderliche Schutzausrüstung erläutert. Wer im Einsatz der Ansprechpartner ist und wie Änderungen kurzfristig gemeldet werden, halten wir schriftlich fest.
Gehweg vor dem Werkstor
Der öffentliche Gehweg entlang des Zauns unterliegt dem Berliner Straßenreinigungsgesetz: Räumen nach Ende des Schneefalls, abstumpfende Mittel statt Salz, Räumung bis 7 Uhr, wenn der Schnee nach 20 Uhr gefallen ist. Lange Zaunfronten an Industriestraßen werden dabei oft unterschätzt.
Die Pflichten lassen sich übertragen, Auswahl und Kontrolle bleiben aber beim Auftraggeber. Rechtliche Einzelfragen sollten fachkundig geprüft werden. Was Gefährdungsbeurteilung und Schutzausrüstung im Winter umfassen, erklärt unser Beitrag Arbeitsschutz im Winterdienst.
Ihre Vorteile beim Winterdienst für Industrie und Logistik
Auf einem Werksgelände entscheidet der Winterdienst darüber, ob Schichten pünktlich beginnen und Ware das Tor verlässt. Diese zehn Punkte zeichnen unsere Arbeit dort aus.
- 01Schichttakt
Geräumt vor jedem Schichtwechsel
Wir bauen die Durchgänge um Ihren Schichtplan herum. Zugänge, Mitarbeiterparkplatz und Pforte sind frei, bevor die nächste Schicht eintrifft, und nicht erst, wenn der Parkplatz bereits voller Autos steht.
- 02Werksverkehr
Lkw kommen durch das Tor
Steigungen, Kurven und der Bereich vor der Schranke werden gezielt abgestumpft. So können Lastwagen anfahren, rangieren und ihre Zeitfenster an der Verladung einhalten, statt die Zufahrt für andere zu blockieren.
- 03Staplerwege
Sichere Fahrwege für Flurförderzeuge
Staplerwege räumen wir bis auf die Fläche und behandeln sie mit feinem Granulat. Das verbessert die Haftung der kleinen Räder und setzt sich kaum in Profilen fest, die es sonst in die Halle tragen.
- 04Werksregeln
Arbeit nach Ihren Betriebsanweisungen
Vor Saisonbeginn lassen wir uns nach Ihren Vorgaben einweisen: Geschwindigkeit, Vorfahrt, Sperrbereiche, Schutzausrüstung. Unsere Einsatzkräfte halten sich daran wie Ihr eigenes Personal und melden sich ordnungsgemäß an der Pforte an.
- 05Hallenschutz
Weniger Splitt auf Hallenböden
Vor Toren dosieren wir sparsam und wählen feines Material. Beschichtete Böden, Bodenmarkierungen und automatische Lagertechnik werden dadurch weniger belastet, und die Reinigung der Halle bleibt auch im Winter überschaubar.
- 06Brandschutz
Rettungswege bleiben jederzeit frei
Feuerwehrzufahrten, Hydranten, Notausgänge und Sammelplätze sind im Zonenplan als Sperrflächen für Schnee markiert. Selbst bei großen Schneemengen wird dort nichts abgelegt, damit Einsatzkräfte im Ernstfall ungehindert anfahren können.
- 07Großflächen
Leistungsfähige Technik für weite Areale
Für Parkplätze, Werksstraßen und Rangierflächen setzen wir Räumfahrzeuge ein, die große Flächen zügig bearbeiten. Zugänge, Treppen an Bürotrakten und Engstellen zwischen Regalen werden zusätzlich von Hand gesichert, weil Maschinen dort nicht sauber bis an Kanten und Stufen herankommen.
- 08Audit-Nachweis
Protokolle für Audits und Begehungen
Für jede Zone speichern wir Datum, Uhrzeit und Maßnahme in einer digitalen Übersicht. Bei internen Audits, Begehungen der Berufsgenossenschaft oder nach einem Vorfall liegen die Daten sofort vor und belegen, dass Verkehrswege gesichert wurden.
- 09Entlastung
Ihr Personal bleibt bei der Arbeit
Lagerkräfte, Haustechnik und Staplerfahrer müssen nicht mehr zum Schneeschieben abgezogen werden. Sie bleiben bei Verladung, Kommissionierung und Wartung, während wir uns um Wege und Flächen kümmern. Rufbereitschaften für eigene Leute in kalten Nächten entfallen damit vollständig.
- 10Kalkulierbarkeit
Festpreis trotz großer Flächen
Nach der kostenfreien Flächenanalyse erhalten Sie einen Saisonfestpreis, der auch mehrere Durchgänge pro Tag und nächtliche Kontrollen im vereinbarten Umfang abdeckt. Unsere Preisübersicht zeigt, wie sich Flächen- und Frontpreise zusammensetzen.
Warum Produktions- und Logistikbetriebe in Berlin auf RAT Winterdienst setzen
Betriebe mit Schichtarbeit brauchen einen Winterdienst, der ihre Abläufe versteht. Diese Gründe nennen Werks- und Lagerleitungen besonders oft.
Verständnis für Betriebsabläufe
Wir fragen nach Schichtzeiten, Lkw-Slots und Staplerverkehr, bevor wir über Quadratmeter sprechen. Daraus entsteht ein Plan, der den Betrieb unterstützt statt ihn zu stören. Geräumt wird dann, wenn es gebraucht wird, und nicht mitten in der Spitze.
Disziplin auf fremdem Gelände
Unsere Einsatzkräfte wissen, dass sie auf einem Werksgelände Gast sind. Sie halten sich an Einweisungen, Geschwindigkeiten und Sperrbereiche, tragen die vereinbarte Schutzausrüstung und stimmen sich mit der Schichtleitung ab, bevor sie in laufende Bereiche einfahren.
Belastbare Dokumentation
Für Sicherheitsfachkräfte und Werksleitung zählt, was belegbar ist. Unsere digitalen Protokolle zeigen Zone, Uhrzeit und Maßnahme. Sie lassen sich in die eigene Dokumentation übernehmen und unterstützen die geforderte Kontrolle des beauftragten Dienstleisters, ohne zusätzliche Formulare.
Haftpflichtschutz in passender Höhe
Auf großen Betriebsflächen sind die möglichen Schäden entsprechend hoch. Für Industrie- und Logistikflächen heißt das konkret: Personen- und Sachschäden sind über unsere Police bei der DEVK pauschal mit drei Millionen Euro versichert, Vermögensschäden mit 500.000 €. Diese Absicherung können Sie bei der Auswahl dokumentieren.
Erreichbar, wenn es darauf ankommt
Schnee fällt nicht nach Bürozeiten. Wir rücken zu jeder Stunde aus, sobald sich eine Decke bildet oder Eis entsteht, samstags und sonntags genauso wie unter der Woche. Ein persönlicher Ansprechpartner kennt Ihr Gelände und nimmt Hinweise der Schichtleitung direkt entgegen.
| Worauf es ankommt | So setzen wir es um | Ihr Nutzen |
|---|---|---|
| Freie Zugänge zum Schichtbeginn | Durchgänge vor jedem Schichtwechsel nach Schichtplan | Sichere Wege für alle Schichten |
| Befahrbare Werksstraßen und Torzufahrten | Gezieltes Abstumpfen an Steigungen, Kurven und Schranken | Lkw halten ihre Zeitfenster an der Verladung ein |
| Sichere Staplerwege im Freien | Räumen bis auf die Fläche, feines Granulat | Weniger Rutsch- und Kipprisiko für Flurförderzeuge |
| Einhaltung der innerbetrieblichen Regeln | Einweisung der Einsatzkräfte nach Ihren Betriebsanweisungen | Keine Konflikte mit laufendem Werksverkehr |
| Freie Rettungswege und Sammelplätze | Sperrzonen für Schneeablage im Zonenplan festgelegt | Brandschutz bleibt auch bei Schneemassen gewährleistet |
Was ein spezialisierter Dienstleister im Betrieb bewirkt
Viele Betriebe lassen den Winterdienst von der eigenen Haustechnik oder vom Lagerpersonal mit einem Anbaugerät am Stapler erledigen. Das klappt bei gelegentlichem Schneefall, stößt aber an Grenzen, sobald mehrere Tage hintereinander Schnee liegt. Dann fehlen genau die Leute, die eigentlich verladen, kommissionieren oder Maschinen warten sollen, und der Stapler mit Schneeschild steht nicht für die Logistik zur Verfügung.
Ein externer Partner bringt eigene Fahrzeuge, eigenes Streugut und eigenes Personal mit. Unsere geschulten Teams arbeiten in Bereitschaft, auch nachts und an Feiertagen. In der GPS-basierten Tourenplanung bekommen Standorte mit frühem Schichtbeginn den ersten Slot. Für Sie bedeutet das: keine Rufbereitschaft der eigenen Leute, kein Gerät, das elf Monate im Jahr ungenutzt in der Ecke steht, und eine klare Verantwortung für das Ergebnis.
Ein weiterer Effekt betrifft die Nachweise. Unsere digitalen Einsatzprotokolle zeigen für jede Zone, wann geräumt und gestreut wurde. Bei Audits, im Gespräch mit der Berufsgenossenschaft oder nach einem Unfall liegt damit eine belastbare Grundlage vor. Für Hallendächer mit hoher Schneelast gibt es zudem eine eigene Leistung, die Dachräumung, die wir bei Bedarf ergänzend koordinieren. Wie viel Material für große Freiflächen realistisch einzuplanen ist, erläutert der Ratgeber Streumittelmenge pro m².
Betriebsrisiken durch Schnee und Glätte
Im industriellen Umfeld hat Glätte zwei Seiten: Sie gefährdet Menschen, und sie gefährdet den Betriebsablauf. Beides kostet Geld, und beides lässt sich mit vorausschauender Planung deutlich reduzieren.
- Stürze auf dem Weg vom Parkplatz zur Stempeluhr, häufig im Dunkeln zum Schichtbeginn.
- Rutschende oder kippende Stapler in Kurven und an Toren.
- Lkw, die an Steigungen oder vor der Schranke nicht anfahren können und die Zufahrt blockieren.
- Verdeckte Fahrbahnmarkierungen, durch die Fußgänger in Fahrbereiche geraten.
- Zugeschobene Hydranten, Notausgänge oder Sammelplätze.
- Verspätete Auslieferungen, weil Tore oder Verladebereiche nicht erreichbar sind.
Hinzu kommen Risiken, die erst später sichtbar werden. Streusalz greift Beton, Bewehrung und Fahrzeuge an; auf Industrieflächen mit Schachtabdeckungen, Abscheidern und Entwässerungsrinnen ist außerdem relevant, was mit dem Schmelzwasser passiert. Wir arbeiten deshalb mit umweltschonenden, abstumpfenden Mitteln und dosieren nach Fläche und Wetterlage. Bleibt ein Teil des Geländes über Nacht ungeräumt, weil niemand zuständig war, ist die Diskussion nach einem Unfall schwierig; mit einem klaren Zonenplan und lückenlosen Protokollen lässt sich das vermeiden.
Kostenfaktoren und Preisbeispiel für einen Logistikstandort
Abgerechnet wird das Werksgelände über einen Quadratmeterpreis für den gesamten Winter, die Zaunfront am Gehweg monatlich je Meter. Je mehr maschinell geräumt werden kann, desto günstiger wird der Quadratmeter; viele Engstellen, Handarbeit an Zugängen und Kontrollen in der Nacht erhöhen den Aufwand. Es handelt sich um Nettowerte ohne Gewähr; den Pauschalpreis für Ihr Gelände legen wir nach einer kostenlosen Vermessung verbindlich fest.
| Leistung | Richtwert netto | Einheit |
|---|---|---|
| Werksstraßen, Parkplätze, Staplerwege, Freilager | 0,80–1,50 € | pro m² und Saison |
| Gehweg entlang Werkszaun und Zufahrt | 1,80–3,00 € | pro lfm und Monat, Nov.–März |
| Zusätzliche Kontrolle kleiner Teilflächen | 25–45 € | pro Einsatz |
| Soforteinsatz bei akuter Betriebsstörung | ab 50 € | pauschal zzgl. Fläche |
Rechenbeispiel Logistikhalle in Spandau
Ein Logistikstandort hat 8.000 m² Verkehrsflächen: Mitarbeiterparkplatz, Werksstraße, Rangierfläche und Staplerwege zum Freilager. Weil der größte Teil maschinell geräumt werden kann, kalkulieren wir 0,85 € pro m²: 8.000 × 0,85 € = 6.800 €. Entlang der Straße verläuft ein Gehweg von 120 m, berechnet mit 2,00 € pro Meter und Monat: 120 × 2,00 € × 5 Monate = 1.200 €. Die Saison kostet damit 8.000 € netto, einschließlich der Durchgänge vor jedem Schichtwechsel.
Benötigt der Betrieb zusätzlich nächtliche Kontrollen eines abgelegenen Containerplatzes, kommen je Einsatz 35 € hinzu; bei zehn solchen Nächten sind das 350 € netto.
Vom Erstgespräch bis zum ersten Schichteinsatz
Bei Industrie- und Logistikflächen ist die Vorbereitung der wichtigste Teil. Je besser wir Gelände und Abläufe kennen, desto reibungsloser läuft der Winter. Planen Sie für den gesamten Prozess einige Wochen ein.
- Erstkontakt: Sie nennen Standort, ungefähre Flächengröße, Schichtmodell und Ansprechpartner, gern über unser Angebotsformular.
- Begehung: Gemeinsam mit Haustechnik oder Sicherheitsfachkraft gehen wir das Gelände kostenfrei ab und erfassen Zonen, Engstellen, Gefälle und Ablageflächen.
- Zonenplan: Sie erhalten einen Plan mit Prioritäten, Zeitfenstern je Schicht und Sperrbereichen.
- Festpreisangebot: Grundlage sind Flächen, Front und gewünschte Kontrollfrequenz.
- Einweisung: Unsere Einsatzkräfte werden nach Ihren Werksregeln eingewiesen; Zugangsregelung und Notfallkontakte werden festgelegt.
- Bereitstellung: Streugut wird auf dem Gelände deponiert, Ablageflächen markiert.
- Saisonbetrieb: Einsätze nach Wetterlage und Schichtplan, digital dokumentiert.
- Auswertung: Nach der Saison besprechen wir Erfahrungen und Anpassungen für den nächsten Winter.
Ändert sich während der Saison Ihr Schichtmodell, etwa durch eine zusätzliche Wochenendschicht, passen wir die Route an.
Checkliste für Werks- und Lagerleitungen
Diese Punkte sollten vor dem ersten Frost geklärt sein. Sie helfen auch bei der Abstimmung mit Ihrer Fachkraft für Arbeitssicherheit.
- Aktueller Schichtplan inklusive Wochenend- und Feiertagsschichten liegt vor.
- Lageplan mit Zugängen, Werksstraßen, Staplerwegen, Freilager und Toren ist abgestimmt.
- Feuerwehrzufahrten, Hydranten und Sammelplätze sind als Sperrzonen für Schnee markiert.
- Werksregeln und Einweisung für den Dienstleister sind vorbereitet.
- Vorgaben zu Streumitteln vor Hallentoren und auf beschichteten Flächen sind festgelegt.
- Ansprechpartner je Schicht und Meldeweg für kurzfristige Hinweise sind benannt.
- Zugang für Räumfahrzeuge außerhalb der Pfortenzeiten ist geregelt.
Fehlt einer dieser Punkte, ergänzen wir ihn gemeinsam bei der Begehung. Damit startet Ihr Standort ohne Improvisation in die Saison.
Industriegebiete von Spandau bis Marienfelde im Einsatzgebiet
Wir betreuen Produktions- und Logistikstandorte in allen Berliner Bezirken. Traditionsreiche Industrieflächen mit langen Werksstraßen räumen wir in Siemensstadt und im benachbarten Haselhorst. Im Gewerbegebiet von Marienfelde und in Buckow liegen Logistikhallen mit großen Rangierflächen und Lkw-Verkehr rund um die Uhr. Rund um Borsigwalde und Tegel prägen gewachsene Industriestandorte mit Freilagern das Bild, in Lichtenberg und Marzahn kommen moderne Produktionsbetriebe mit Schichtbetrieb hinzu, deren Staplerwege und Zugänge wir zu jedem Schichtwechsel sichern.
Alle 12 Bezirke
- Spandau
- Treptow-Köpenick
- Charlottenburg-Wilmersdorf
- Tempelhof-Schöneberg
- Lichtenberg
- Reinickendorf
- Friedrichshain-Kreuzberg
- Neukölln
- Mitte
- Steglitz-Zehlendorf
- Marzahn-Hellersdorf
- Pankow
Ortsteile, in denen wir oft unterwegs sind
- Müggelheim
- Siemensstadt
- Schöneberg
- Mahlsdorf
- Kreuzberg
- Alt-Hohenschönhausen
- Friedrichshain
- Stadtrandsiedlung Malchow
- Haselhorst
- Hermsdorf
- Gropiusstadt
- Borsigwalde
- Steglitz
- Wilmersdorf
Flächenanalyse in jedem Bezirk kostenlos und unverbindlich.
Häufige Fragen
Können Sie mehrmals täglich zu festen Schichtzeiten räumen?
Ja. Wir bauen die Einsätze um Ihren Schichtplan herum und räumen vor jedem Schichtwechsel Zugänge, Parkplatz und Pforte. Bei Dauerschneefall bedeutet das im Dreischichtbetrieb drei Durchgänge pro Tag plus Kontrollen. Sie liegen jeweils kurz vor der Ankunftsspitze, damit wir nicht mitten im Berufsverkehr auf dem Parkplatz arbeiten.
Wie gehen Sie mit Staplerverkehr auf dem Gelände um?
Vor Saisonbeginn lassen wir uns nach Ihren Werksregeln einweisen. Im laufenden Betrieb stimmen wir uns mit der Schichtleitung ab, bevor wir Staplerwege bearbeiten. Stapler haben Vorrang, Sperrbereiche werden respektiert. Für die Wege selbst verwenden wir feines Granulat, das die Haftung verbessert und weniger Material in die Halle trägt.
Gehört der Gehweg vor dem Werkszaun zum Auftrag?
Auf Wunsch ja. Für den öffentlichen Gehweg gilt das Berliner Straßenreinigungsgesetz mit festen Fristen, abstumpfenden Mitteln und einer Mindestbreite. Gerade an Industriestraßen sind die Fronten oft sehr lang und werden bei der Planung unterschätzt. Wir rechnen sie nach laufendem Meter und Monat ab, getrennt von den Flächen auf dem Gelände.
Welche Streumittel verwenden Sie auf Industrieflächen?
Wir setzen auf umweltschonende, abstumpfende Mittel wie Splitt und Granulat. Vor Hallentoren und auf beschichteten Flächen nutzen wir feines Material in geringer Dosierung, damit Böden und Lagertechnik geschont werden. Besondere Vorgaben, etwa wegen Abscheidern oder sensibler Produktion, nehmen wir in den Zonenplan auf und halten uns daran.
Was passiert mit großen Schneemengen auf Lagerflächen?
Bei der Begehung legen wir Ablageflächen fest, die weder Ware noch Rettungswege beeinträchtigen. Ist die Ablagefläche nach einer längeren Frostperiode erschöpft, laden wir die Massen auf und fahren sie vom Gelände. Diese Leistung wird gesondert vereinbart, die Kosten nennen wir Ihnen vorab, damit es im Ernstfall keine Überraschungen gibt.
Übernehmen Sie auch die Dokumentation für die Arbeitssicherheit?
Wir liefern digitale Einsatzprotokolle mit Uhrzeit, Zone und Maßnahme für jeden Einsatz. Ihre Fachkraft für Arbeitssicherheit kann diese Daten in die eigene Dokumentation übernehmen. Die Gefährdungsbeurteilung selbst bleibt Aufgabe des Arbeitgebers; unsere Protokolle und der Zonenplan liefern dafür aber eine konkrete Grundlage.
Wie früh sollte ein Industriestandort beauftragen?
Wir empfehlen, im September oder Oktober zu beginnen. Begehung, Zonenplan, Einweisung und Bereitstellung von Streugut benötigen bei großen Geländen mehr Vorlauf als bei kleinen Objekten. Wer früh beauftragt, hat beim ersten Schneefall im November bereits eingespielte Abläufe und abgestimmte Ansprechpartner.