Ja, wir räumen in ganz Marzahn-Hellersdorf – Festpreis nach kostenfreier Begehung
Wer den Bezirk von West nach Ost durchquert, erlebt zwei Welten. Im Norden ragen die Blöcke der Großsiedlungen auf, die zwischen Ende der Siebziger- und Ende der Achtzigerjahre entstanden sind. Im Süden, entlang der Bundesstraße 1/5, reihen sich in Biesdorf, Kaulsdorf und Mahlsdorf Einfamilien- und Siedlungshäuser auf kleinen Grundstücken aneinander – Straße um Straße, über viele Kilometer. Dazwischen liegen das Wuhletal, der Kienberg mit den Gärten der Welt und ausgedehnte Gewerbeflächen.
Für den Winterdienst bedeutet diese Mischung zwei völlig unterschiedliche Aufgaben. Im Siedlungsgebiet sind es Tausende kurze Grundstücksfronten mit je einem Eigentümer, der vor seinem Haus räumen muss. In den Großsiedlungen sind es wenige Eigentümer mit sehr vielen Metern Weg. RAT Winterdienst übernimmt beides: die Anliegerpflicht nach dem Berliner Straßenreinigungsgesetz für Privathaushalte und die Verkehrssicherung für Wohnungsunternehmen, Gewerbe und öffentliche Einrichtungen.
Vor jedem Vertrag steht eine kostenfreie Flächenanalyse vor Ort. Auf dieser Grundlage bekommen Sie für Ihr Objekt in Marzahn-Hellersdorf einen Festpreis ohne versteckte Zuschläge angeboten. Unsere geschulten Teams fahren ihre Einsätze nach GPS-gestützter Tourenplanung und halten jeden Durchgang in einem digitalen Protokoll fest.
Die fünf Ortsteile im Überblick
Jeder Ortsteil hat ein eigenes Profil, und entsprechend unterschiedlich sind die Anforderungen im Winter. Ausführliche Informationen finden Sie auf den jeweiligen Seiten:
- Marzahn: Großsiedlung in Plattenbauweise, überwiegend elfgeschossig, gegliedert in Nord, Mitte und Süd. Dazu der denkmalgeschützte Dorfkern mit Kopfsteinpflaster, das Einkaufszentrum Eastgate und Gewerbeflächen wie der CleanTech Business Park. Schwerpunkt: lange Wohnwege, große Parkflächen, Werkszufahrten.
- Hellersdorf: Großsiedlung der Achtzigerjahre mit der 1997 fertiggestellten Helle Mitte als Zentrum, dem Rathaus am Alice-Salomon-Platz und der Alice-Salomon-Hochschule. Schwerpunkt: Zuwegungen zu den U5-Bahnhöfen, Hochschul- und Verwaltungsflächen.
- Biesdorf: Siedlungsgebiet mit Einfamilienhäusern, dazu Schloss Biesdorf mit Park und Freilichtbühne sowie der Biesdorfer Baggersee. Schwerpunkt: Gehwege vor Privatgrundstücken, Ecklagen, Zufahrten.
- Kaulsdorf: Einfamilienhäuser im Süden, im Norden ein Wohngebiet am U-Bahnhof Kaulsdorf-Nord. Die Kaulsdorfer Seen mit Butzer See, Habermannsee und Elsensee prägen das Mikroklima.
- Mahlsdorf: Der östlichste Ortsteil an der Grenze zu Brandenburg, fast vollständig mit Ein- und Zweifamilienhäusern bebaut. Schwerpunkt: Einzelgrundstücke, teils unbefestigte Nebenstraßen, Zufahrten mit Gefälle.
Viele Hausverwaltungen betreuen Objekte in mehreren Ortsteilen gleichzeitig. Für sie bündeln wir die Betreuung in einem Vertrag mit einem Ansprechpartner und getrennter Abrechnung je Objekt.
Das Siedlungsgebiet im Süden: Tausende Fronten, tausend Eigentümer
Biesdorf, Kaulsdorf und Mahlsdorf sind in den 2000er-Jahren stark gewachsen. Auf früheren Gartengrundstücken sind neue Häuser entstanden, alte Siedlungshäuser wurden ausgebaut. Für den Winterdienst heißt das: Jedes Grundstück hat einen eigenen Anlieger, und jeder Anlieger ist nach dem Straßenreinigungsgesetz verpflichtet, den Gehweg vor seinem Haus von Schnee zu räumen und bei Glätte abzustumpfen.
Wer berufstätig ist, im Winter verreist oder körperlich nicht mehr kann, steht damit vor einem praktischen Problem. Nach aktuellem Stand gilt: Abends nach 20 Uhr gefallener Schnee muss bis 7 Uhr früh beseitigt sein, sonntags und feiertags erst bis 9 Uhr. Wir übernehmen das für Sie – mit dem Winterdienst für Privathaushalte als Saisonpauschale oder als Winterdienst auf Abruf, wenn Sie nur gelegentlich Unterstützung brauchen.
Eine Besonderheit des Siedlungsgebiets sind die vielen Anliegerstraßen ohne regelmäßige Reinigung durch die BSR. In Straßen der Reinigungsklasse C kann die Pflicht der Anlieger weiter reichen als in anderen Straßen. Was das konkret bedeutet, erklärt der Ratgeber Straßenkategorie C. Bei der Begehung prüfen wir, welche Kategorie für Ihr Grundstück gilt.
- Kurze Fronten, aber oft Eckgrundstücke mit zwei Gehwegseiten
- Einfahrten mit Toren, die nicht zugeschoben werden dürfen
- Gehwege teils unbefestigt oder mit Rasenkanten
- Mülltonnenplätze direkt an der Grundstücksgrenze
Großsiedlungen im Norden: Wohnwege, Aufgänge, Rettungsflächen
In den Plattenbaugebieten im Norden ist die Lage umgekehrt. Hier gehören viele Wohnungen wenigen großen Eigentümern – landeseigenen Wohnungsunternehmen, Genossenschaften und privaten Bestandshaltern. Zwischen den Blöcken liegen breite Wohnwege, die zugleich Feuerwehrzufahrten sind, dazu Müllplätze, Fahrradabstellanlagen, Spielplätze und Mieterparkplätze.
Für solche Bestände arbeiten wir mit einem Räumplan je Hausnummer: zuerst die Wege zu Haltestellen von S-Bahn, U5 und Straßenbahn, dann Hauszugänge und Rampen, danach Müllplätze und Stellflächen. Lange, gerade Wohnwege räumen wir mit kompakten Fahrzeugen, die für Gehwege zugelassen sind; Eingänge, Treppen und barrierefreie Rampen bearbeiten wir von Hand. Mehr dazu unter Winterdienst für Wohnanlagen.
Ein wiederkehrendes Thema sind Schneewehen. Zwischen den hohen Blockzeilen und über den offenen Grünflächen bläst der Wind ungebremst und lagert Schnee an Hausecken und in Eingangsnischen ab. Diese Stellen erfassen wir bei der Begehung, damit unsere Teams dort mehr Zeit einplanen. Auch Vordächer, von denen Tauwasser auf die Zugänge tropft, gehören zu den Punkten, die wir abends ein zweites Mal kontrollieren.
Für die Umlage der Kosten ist eine saubere Trennung wichtig: Öffentlicher Gehweg, private Wohnwege und Stellplätze werden in unseren Rechnungen auf Wunsch getrennt ausgewiesen. Wohnungsunternehmen können so nachvollziehbar abrechnen, sofern die Mietverträge die Umlage als Betriebskosten vorsehen. Mieterbeiräte und Hausmeister erhalten auf Wunsch Einblick in die Einsatzprotokolle ihres Hauses, damit Rückfragen ohne Umweg über die Verwaltung beantwortet werden können.
Kliniken, Hochschule und öffentliche Einrichtungen
Im Bezirk liegen mehrere Einrichtungen, die auch bei Schnee und Glätte uneingeschränkt erreichbar sein müssen. Das Unfallkrankenhaus Berlin mit seinem Luftrettungszentrum ist eine der großen Notfallkliniken der Stadt. Hinzu kommen Arztpraxen und Ärztehäuser in den Zentren der Großsiedlungen, Pflegeeinrichtungen und Tagespflegen in den Wohngebieten.
Für Kliniken und Praxen geht es um Liegendanfahrten, Haupteingänge, Mitarbeiterparkplätze und barrierefreie Wege für Patienten mit Gehhilfen. Diese Flächen müssen rund um die Uhr nutzbar sein, nicht nur zwischen 7 und 20 Uhr. Wir stimmen Kontrollintervalle deshalb auf Schichtwechsel und Notaufnahme ab – Details unter Winterdienst für Arztpraxen und Kliniken.
Die Alice-Salomon-Hochschule in Hellersdorf, das Rathaus am Alice-Salomon-Platz, zahlreiche Schulen und Kitas sowie Bürgerämter und Bibliotheken haben morgens hohen Publikumsverkehr. Für öffentliche Auftraggeber dokumentieren wir jeden Einsatz in einer Form, die sich in eigene Nachweise übernehmen lässt.
Hauptstraßen, Bahnlinien und Räumbreiten
Drei Verkehrsachsen prägen den Bezirk: die Bundesstraße 1/5, die als Alt-Biesdorf, Alt-Kaulsdorf und Alt-Mahlsdorf durch das Siedlungsgebiet führt, die Märkische Allee als Teil der B158 im Westen der Großsiedlung und die Landsberger Allee mit Anschluss an den Berliner Ring. Dazu kommen Blumberger Damm, Hellersdorfer Straße und Riesaer Straße als Nord-Süd-Verbindungen.
Vor Grundstücken an den großen Ausfallstraßen des Bezirks ist nach aktuellem Stand meist ein 1,5 Meter breiter Streifen freizuhalten, in ruhigen Wohnstraßen reicht normalerweise ein Meter. Gerade an der B1/5 mit ihren Geschäften, Bushaltestellen und Querungen ist das Fußgängeraufkommen hoch. Welche Breite für Ihr Grundstück gilt, halten wir nach der Begehung im Räumplan fest.
Auf der Schiene verbinden die S5 mit den Bahnhöfen Biesdorf, Wuhletal, Kaulsdorf und Mahlsdorf, die S7 im Norden und die U5 von Biesdorf-Süd über Wuhletal, Kaulsdorf-Nord, Kienberg, Cottbusser Platz, Hellersdorf und Louis-Lewin-Straße bis Hönow den Bezirk mit der Innenstadt. Die Wege zu diesen Stationen sind morgens am stärksten belastet. Unsere Touren starten deshalb an Bahnhofszugängen und Haltestellen, bevor die Wohnstraßen folgen.
Ihre Vorteile mit RAT Winterdienst in Marzahn-Hellersdorf
Siedlungshaus und Großsiedlung brauchen unterschiedliche Lösungen. Diese zehn Punkte zeigen, wie wir beides verbinden.
- 01Privathaushalte
Gehweg vor dem Siedlungshaus übernommen
Wir räumen den Bürgersteig vor Ihrem Einfamilienhaus fristgerecht, auch wenn Sie berufstätig, verreist oder krank sind. Die Anliegerpflicht ist erfüllt, und Sie müssen nicht um 6 Uhr zur Schaufel greifen.
- 02Wohnungsbestände
Räumplan für jede Hausnummer
In den Großsiedlungen erhält jede Adresse einen eigenen Plan mit Prioritäten für Haltestellenwege, Eingänge, Müllplätze und Stellflächen. Verwaltungen behalten den Überblick über ganze Quartiere und sehen im Protokoll, welche Adresse wann bearbeitet wurde.
- 03Technik
Fahrzeug oder Handgerät je nach Fläche
Lange Wohnwege räumen wir mit gehwegtauglichen Fahrzeugen, schmale Siedlungsgehwege, Treppen und Rampen von Hand. So arbeiten wir schnell, ohne Rasenkanten, Pflaster oder Zäune zu beschädigen. Die Wahl treffen wir bei der Begehung.
- 04Straßenkategorie
Pflichtumfang vorab geklärt
Im Siedlungsgebiet liegen viele Anliegerstraßen mit erweiterten Pflichten. Wir prüfen Straßenkategorie und Räumbreite für Ihr Grundstück und richten den Leistungsumfang danach aus, damit nichts offenbleibt. Unklare Fälle sprechen wir offen an.
- 05Stadtrandklima
Frühere Einsätze bei Kälte
Am östlichen Stadtrand bleibt Schnee länger liegen, und Frost kommt häufiger als im Zentrum. Unsere Planung berücksichtigt das, statt sich an innerstädtischen Wetterwerten zu orientieren. Bei Frostwarnung streuen wir gefährdete Stellen vorbeugend.
- 06Notfälle
Kliniken und Praxen rund um die Uhr
Liegendanfahrten, Haupteingänge und Mitarbeiterparkplätze an medizinischen Einrichtungen halten wir auch nachts frei. Kontrollintervalle richten sich nach Schichtwechseln und Notaufnahme, nicht nach Bürozeiten. Rettungswege bleiben in voller Breite befahrbar, auch bei anhaltendem Schneefall.
- 07Gewässer
Salzfrei an Seen und Wuhle
Nahe der Kaulsdorfer Seen, der Wuhle und der Weiherkette streuen wir ausschließlich abstumpfend. Splitt, Sand und Granulat schonen Gewässer, Gärten und Straßenbäume und sind auf Gehwegen ohnehin vorgeschrieben.
- 08Nachweis
Digitales Protokoll nach jedem Einsatz
Uhrzeit, Maßnahme und Streumittel werden bei jedem Räumgang erfasst. So kommen Eigentümer ihrer Überwachungspflicht nach und haben belastbare Unterlagen in der Hand, wenn das Ordnungsamt nachfragt oder es zu einem Unfall kommt. Die Einträge sind jederzeit abrufbar.
- 09Haftpflicht
Abgesichert über die DEVK
Unsere Betriebshaftpflicht umfasst 3.000.000 € pauschal für Personen- und Sachschäden sowie 500.000 € für Vermögensschäden. Das gilt für das Einfamilienhaus ebenso wie für große Gewerbeflächen.
- 10Preismodelle
Pauschale oder Abruf nach Wahl
Ob Saisonpauschale mit Festpreis oder Einzeleinsatz auf Abruf: Wir beraten Sie, welches Modell zu Ihrem Grundstück und Ihrem Alltag passt. Versteckte Zuschläge gibt es in keinem der beiden Modelle.
Warum Eigentümer im Berliner Osten auf RAT Winterdienst setzen
Zwischen Siedlungshaus und Großsiedlung braucht es einen Dienstleister, der beide Welten kennt. Das nennen unsere Kunden als Gründe.
Erfahrung mit beiden Bebauungsarten
Wir betreuen sowohl einzelne Siedlungshäuser als auch große Wohnungsbestände. Die Arbeitsweise unterscheidet sich grundlegend – von der Technik über die Tourenplanung bis zur Abrechnung. Wir passen jeden Vertrag an das jeweilige Objekt an, statt ein Standardpaket zu verkaufen.
Verlässlichkeit bei frühem Wintereinbruch
Am Stadtrand beginnt der Winter oft früher und endet später. Unsere Teams sind ab November einsatzbereit und rücken bei Schnee und Glätte automatisch aus, ohne dass Sie anrufen müssen. Das gilt auch an Wochenenden und Feiertagen.
Faire Preise für kleine Grundstücke
Auch für ein einzelnes Einfamilienhaus erhalten Sie einen transparenten Festpreis oder können Einsätze einzeln abrufen. Schließen sich Nachbarn zusammen, sinkt der Aufwand pro Grundstück, und wir geben diesen Vorteil im Angebot direkt weiter. So wird der professionelle Dienst auch für kleine Grundstücke bezahlbar.
Klare Abgrenzung zur BSR
Wir erklären Ihnen, welche Flächen die BSR übernimmt und welche Ihre Aufgabe bleiben. Gerade in Anliegerstraßen ohne regelmäßige Reinigung herrscht hier oft Unsicherheit. Unser Leistungsumfang schließt genau die Lücke, für die Sie als Eigentümer verantwortlich sind.
Ein Ansprechpartner für alle Objekte
Hausverwaltungen mit Objekten in mehreren Ortsteilen haben bei uns eine feste Kontaktperson. Sie kennt alle Flächen, bündelt die Abrechnung und setzt Änderungen schnell um, ganz gleich, ob es um ein Reihenhaus in Mahlsdorf oder einen Block in Hellersdorf geht.
| Worauf es ankommt | So setzen wir es um | Ihr Nutzen |
|---|---|---|
| Viele kurze Fronten im Siedlungsgebiet | Kleine Teams mit Handgeräten, Straße für Straße | Fristgerecht geräumter Gehweg vor jedem Haus |
| Lange Wohnwege in den Großsiedlungen | Gehwegtaugliche Fahrzeuge und Räumplan je Adresse | Ganze Quartiere früh begehbar |
| Erweiterte Pflichten in Anliegerstraßen | Prüfung der Straßenkategorie bei der Begehung | Kein Pflichtbereich bleibt offen |
| Kälteres Klima am Stadtrand | Frühere Einsatzschwellen und häufigere Kontrollen | Weniger Glätteunfälle am Morgen |
| Kliniken mit Dauerbetrieb | Kontrollintervalle nach Schichtwechsel und Notaufnahme | Zufahrten rund um die Uhr nutzbar |
Stadtrandklima, Höhen und Gewässer
Am östlichen Rand der Stadt fehlt die Wärmeinsel der dichten Innenstadt. Schnee bleibt hier häufiger liegen, Frostnächte sind zahlreicher, und bei Ostwind kommt kalte Luft ungebremst aus dem Brandenburger Umland. Wer seine Planung an innerstädtischen Wetterwerten ausrichtet, ist hier oft zu spät dran.
Die Topografie verstärkt den Effekt. Die Ahrensfelder Berge erreichen 112 Meter, der Kienberg neben den Gärten der Welt 102 Meter, die Biesdorfer Höhe 82 Meter. Wege an diesen Hängen und an den Böschungen des Wuhletals werden bei überfrierender Nässe schnell gefährlich. Wir streuen Gefällestrecken dichter, räumen Zufahrten mit Gefälle besonders gründlich bis auf den Belag und kontrollieren nach Tauphasen gezielt nach. Auch Einfahrten im Siedlungsgebiet, die zur Straße hin abfallen, gehören dazu.
Wasser spielt ebenfalls eine Rolle: Wuhle und Neue Wuhle, die Kaulsdorfer Seen, der Biesdorfer Baggersee und die Hönower Weiherkette erhöhen die Luftfeuchte in ihrer Umgebung. In klaren Nächten bildet sich dort Reif auf Gehwegen, Brücken und Stegen, oft ohne vorherigen Schneefall. Grundstücke in Gewässernähe erhalten deshalb Kontrollgänge, die sich nach Temperatur und Feuchte richten und nicht nur nach dem Schneebericht.
Gewerbeflächen und Einzelhandel
Neben Wohnen ist der Bezirk ein bedeutender Gewerbestandort. Im Norden der Großsiedlung liegen ausgedehnte Industrie- und Gewerbeflächen, darunter der CleanTech Business Park, dazu Produktionsbetriebe mit langer Tradition. Im Siedlungsgebiet entlang der B1/5 und in den Zentren Eastgate und Helle Mitte konzentriert sich der Einzelhandel, ergänzt durch Fachmärkte mit großen Parkflächen.
Gewerbebetriebe brauchen geräumte Zufahrten und Rangierflächen vor dem Schichtbeginn, Händler sichere Eingänge und Parkplätze während der gesamten Öffnungszeit. Wir räumen große Flächen maschinell, kehren Schneematsch von Fahrgassen ab und arbeiten an Rampen, Schranken und Eingängen von Hand nach. Die Abrechnung erfolgt bei gewerblichen Flächen nach Quadratmetern pro Saison.
Wer Gewerbeflächen vermietet, sollte im Mietvertrag klar regeln, wer räumt. Fehlt eine Regelung, bleibt die Pflicht beim Eigentümer. Wir arbeiten sowohl für Vermieter als auch für Gewerbemieter und stimmen den Leistungsumfang auf die vertragliche Lage ab.
Ein Sonderfall sind Logistik- und Produktionsbetriebe mit Lkw-Verkehr in den frühen Morgenstunden. Hier beginnt der Räumgang oft schon um 4 Uhr, damit Rangierflächen, Tore und Laderampen zur ersten Anlieferung frei sind. Fußwege zwischen Mitarbeiterparkplatz und Werkstor behandeln wir gesondert, weil Beschäftigte dort zu Fuß unterwegs sind, während auf den Fahrflächen bereits Fahrzeuge rangieren. Schnee, der auf großen Flächen nicht mehr abgelegt werden kann, lassen wir bei Bedarf abtransportieren.
Gemeinsam beauftragen: Nachbarschaften und Reihenhauszeilen
Im Siedlungsgebiet liegen Grundstücke mit wenigen Metern Front dicht an dicht. Für einen Winterdienst bedeutet jedes einzelne Haus eine Anfahrt, ein Abladen der Geräte und eine kurze Arbeitsphase. Schließen sich mehrere Nachbarn in derselben Straße zusammen, ändert sich die Rechnung: Wir räumen die Gehwege in einem Zug, der Rüstaufwand verteilt sich auf alle Beteiligten, und der Preis pro Grundstück sinkt spürbar.
Organisatorisch ist das einfach. Jeder Eigentümer schließt einen eigenen Vertrag, erhält eine eigene Rechnung und ein eigenes Protokoll für seinen Abschnitt. Wichtig ist nur, dass alle denselben Leistungsumfang wählen, etwa Gehweg plus Zugang zum Briefkasten. Fällt ein Haus aus der Gemeinschaft heraus, läuft der Vertrag für die übrigen weiter. Wie Nachbarschaften solche Lösungen aufsetzen, beschreibt der Ratgeber Winterdienst mit Nachbarn teilen.
Ähnlich funktioniert es bei Reihenhausanlagen und kleinen Eigentümergemeinschaften, die in den letzten Jahren auf ehemaligen Gartengrundstücken entstanden sind. Hier kommen oft private Erschließungswege hinzu, die nicht unter das Straßenreinigungsgesetz fallen, aber trotzdem verkehrssicher sein müssen.
Preisbeispiele für Siedlungshaus, Wohnblock und Gewerbe
Drei Beispiele zeigen die Bandbreite der Kosten im Bezirk. Alle Werte sind netto und unverbindliche Richtwerte.
| Objekt | Fläche | Berechnung | Saison netto |
|---|---|---|---|
| Einfamilienhaus im Siedlungsgebiet | 18 m Gehweg | 18 m × 2,80 € × 5 Monate | 252 € |
| Siedlungshaus auf Eckgrundstück | 18 m + 25 m Gehweg | 43 m × 2,60 € × 5 Monate | 559 € |
| Wohnblock in der Großsiedlung | 160 m Wege | 160 m × 1,90 € × 5 Monate | 1.520 € |
| Gewerbehof mit Parkfläche | 4.000 m² | 4.000 m² × 0,85 € | 3.400 € |
Beim Einfamilienhaus fällt der Meterpreis höher aus, weil Anfahrt und Rüstzeit auf wenige Meter entfallen. In der Großsiedlung sinkt er durch lange, zusammenhängende Wege. Alternativ zur Saisonpauschale können Sie kleine Flächen für 25 bis 45 € je Einsatz abrufen; bei acht Einsätzen zu je 35 € wären das 280 € im Winter. Ob sich Pauschale oder Abruf eher lohnt, beleuchtet der Ratgeber Saisonpauschale oder Einzeleinsatz. Verbindlich ist immer der Festpreis nach der Begehung.
Ablauf, Anfahrt und Nachbarbezirke
Vom Firmensitz in Prenzlauer Berg, Kollwitzstraße, führen zwei Wege nach Marzahn-Hellersdorf: die Landsberger Allee sowie die Frankfurter Allee, die als B1/5 weiterläuft. Innerhalb des Bezirks fahren wir Touren, die Großsiedlung und Siedlungsgebiet getrennt abdecken: In den Großsiedlungen arbeiten Fahrzeugteams Wohnweg für Wohnweg ab, im Siedlungsgebiet sind kleinere Teams mit Handgeräten unterwegs, die Straße für Straße vorgehen.
- Anfrage: Telefonisch, per E-Mail oder über das Formular.
- Flächenanalyse: Kostenfreie Begehung, Ausmessen, Klärung von Straßenkategorie und Räumbreite.
- Angebot: Festpreis für die Saison oder Preis je Einsatz.
- Tourenplanung: GPS-gestützte Einbindung Ihres Objekts.
- Einsatz: Bei Schnee und Glätte fahren unsere Teams ohne Abruf los – zu jeder Tages- und Nachtzeit.
- Protokoll: Digitaler Nachweis mit Uhrzeit, Maßnahme und Streumittel.
Westlich schließt der Bezirk Lichtenberg an, südlich Treptow-Köpenick. Viele unserer Auftraggeber haben Objekte auf beiden Seiten der Bezirksgrenze – für sie gilt ein gemeinsamer Vertrag mit einheitlichen Protokollen.
Häufige Fragen
Muss ich als Hausbesitzer im Siedlungsgebiet selbst räumen?
Ja, als Anlieger sind Sie nach dem Berliner Straßenreinigungsgesetz verpflichtet, den Gehweg vor Ihrem Grundstück zu räumen und bei Glätte abzustumpfen. Sie können die Aufgabe an eine Firma übertragen, bleiben aber zur Kontrolle verpflichtet. Eine Befreiung ist nur bei körperlicher und wirtschaftlicher Unfähigkeit auf Antrag möglich.
Was kostet der Winterdienst für ein Einfamilienhaus?
Für einen Gehweg von 18 Metern liegt die Saisonpauschale bei etwa 252 € netto, bei 2,80 € pro Meter und Monat über fünf Monate. Ein Eckgrundstück kostet entsprechend mehr. Alternativ können Sie Einzeleinsätze für 25 bis 45 € abrufen. Verbindlich ist das Angebot nach der kostenlosen Begehung.
Was bedeutet Straßenkategorie C für mich?
In Straßen der Reinigungsklasse C reinigt die BSR nicht regelmäßig, und die Pflichten der Anlieger können weiter reichen als in anderen Straßen. Im Siedlungsgebiet sind solche Straßen häufig. Wir prüfen die Einstufung Ihres Grundstücks bei der Begehung. Verbindliche Auskunft für Ihren konkreten Fall gibt eine rechtliche Beratung.
Räumen Sie auch in unbefestigten Nebenstraßen?
Ja. Auf unbefestigten Gehwegen ist ein Räumschild ungeeignet, weil es Sand und Rasen mitreißt. Wir räumen dort von Hand, verdichteten Schnee lösen wir vorsichtig und stumpfen anschließend mit Splitt oder Sand ab. Den genauen Umfang klären wir bei der Begehung vor Ort.
Können sich Nachbarn einen Winterdienst teilen?
Ja, und das lohnt sich im Siedlungsgebiet besonders. Wenn mehrere Grundstücke in derselben Straße gemeinsam beauftragen, sparen wir Anfahrten, und der Preis pro Grundstück sinkt. Trotz gemeinsamer Beauftragung bekommt jeder Eigentümer seine eigene Rechnung und ein separates Protokoll für den eigenen Gehwegabschnitt. Voraussetzung ist ein einheitlicher Leistungsumfang für alle Beteiligten.
Wie schnell sind Sie bei Glätte vor Ort?
Objekte mit Saisonvertrag sind fest in unsere Touren eingeplant; bei Schnee und Glätte rücken wir automatisch aus. Nach aktuellem Stand gilt bei Schneefall nach 20 Uhr eine Frist bis 7 Uhr; an Sonn- und Feiertagen verschiebt sich die Grenze auf 9 Uhr. Für Soforteinsätze ohne Vertrag gilt ein Notfallpreis ab 50 € zuzüglich Fläche.