Ja, wir räumen in Friedrichshain-Kreuzberg – abgesichert über 3 Mio. € DEVK-Haftpflicht
Rund zwanzig Quadratkilometer, gut eine Viertelmillion Menschen und ein Straßennetz, in dem kaum ein Meter ungenutzt bleibt: Für den Winterdienst bedeutet diese Dichte vor allem eines – sehr viele kurze Grundstücksfronten, die alle zur selben Uhrzeit frei sein müssen. Ein Gründerzeithaus mit 18 Metern Straßenfront hat dieselbe Frist wie ein Bürokomplex an der Spree, und der Bäcker im Erdgeschoss öffnet oft schon um sechs.
Wir betreuen Eigentümer, Hausverwaltungen, Gewerbetreibende und öffentliche Einrichtungen im gesamten Bezirk. Grundlage ist immer eine kostenfreie Besichtigung: Dabei messen wir die Fronten, prüfen die Einstufung der Straße und halten fest, wo Durchfahrten, Kellerluken, Fahrradbügel oder Baumscheiben die Räumung erschweren. Aus diesen Daten entsteht ein Festpreisangebot ohne versteckte Zuschläge.
Im Einsatz arbeiten geschulte Teams mit GPS-gestützter Routenplanung. Weil die Wege zwischen zwei Objekten hier oft nur wenige Hundert Meter betragen, lassen sich viele Adressen in einer Runde abarbeiten – die Wartezeit zwischen Schneeende und geräumtem Gehweg bleibt dadurch kurz. Gestreut wird mit abstumpfendem Material statt Salz, wie es das Berliner Straßenreinigungsgesetz für Gehwege nach aktuellem Stand vorsieht. Ob in Friedrichshain oder Kreuzberg: Uhrzeit und Fläche jedes Einsatzes stehen im digitalen Protokoll, auf das Sie oder Ihre Verwaltung jederzeit zugreifen können.
Zwei Ortsteile beiderseits der Spree
Der Bezirk entstand 2001 aus zwei Stadtteilen, die bis 1990 durch die Mauer getrennt waren und bis heute unterschiedlich geprägt sind. Die Oberbaumbrücke verbindet sie, und auf ihr verläuft die U1 – für unsere Touren ist sie die wichtigste Achse zwischen Nord- und Südufer.
Nördlich der Spree liegt Friedrichshain. Hier prägen die monumentale Karl-Marx-Allee, die Gründerzeitquartiere um Boxhagener Platz und Samariterkirche, die Bürobauten entlang der Mühlenstraße und die Neubauten auf der Halbinsel Stralau das Bild. Die Gehwege sind abschnittsweise sehr breit, die Flächenarten wechseln innerhalb weniger Straßen zwischen Altbau, Platte und Glasfassade.
Südlich des Flusses beginnt Kreuzberg. Der Osten rund um Kottbusser Tor, Oranienstraße und Wrangelkiez ist kleinteilig und lebt von Läden, Imbissen und Hinterhofgewerbe. Im Westen schließen Bergmannkiez, Graefekiez und das Gebiet um den Viktoriapark an, im Nordwesten die Südliche Friedrichstadt mit Mehringplatz, Jüdischem Museum und den Großwohnanlagen der Siebziger- und Achtzigerjahre.
Auf beiden Ortsteilseiten finden Sie ausführliche Hinweise zu den jeweiligen Kiezen, typischen Gebäuden und Preisbeispielen. Diese Übersicht fasst zusammen, was für den ganzen Bezirk gilt.
Zonen für die Einsatzplanung
Der Bezirk ist klein, aber erstaunlich vielfältig. Für die Tourenplanung unterscheiden wir mehrere Zonen, die jeweils eigene Schwerpunkte haben.
- Boxhagener Kiez und Samariterviertel: Gründerzeitstraßen mit Kneipen und Läden, schmale Gehwege, viele Fahrräder. Hier ist Handarbeit gefragt, Maschinen kommen kaum zwischen Baumscheiben und Fahrradbügeln hindurch.
- Karl-Marx-Allee und Frankfurter Tor: sehr breite Gehwege, Ladenzeilen, Denkmalschutz. Der zu räumende Streifen wird vorab festgelegt, damit nicht unnötig Fläche bezahlt wird.
- Spreeufer und Stralau: Büros, Hotels und Neubauwohnungen mit Tiefgaragen, Uferwegen und Vorplätzen. Reif und Nebel vom Wasser sorgen für frühe Glätte.
- Kottbusser Tor, Oranienstraße, Wrangelkiez: dichter Fußverkehr bis spät in die Nacht, Großwohnanlagen neben Altbauten. Frühe Räumung und Kontrollen am Vormittag haben Vorrang.
- Bergmann- und Graefekiez: Altbauten mit Kopfsteinpflaster in Nebenstraßen, Markthalle, Uferwege am Landwehrkanal. Splitt verfängt sich in den Fugen und wird im Frühjahr aufgenommen.
- Südliche Friedrichstadt und Gleisdreieck: Wohnanlagen, Museen, neue Quartiere mit großen Hofflächen und Rampen – eher Flächen- als Frontenräumung.
Diese Zonen bestimmen, welches Team mit welchem Gerät wann wo beginnt. Eine Verwaltung mit Häusern in drei Zonen bekommt so drei abgestimmte Einsatzfenster statt einer starren Reihenfolge.
Gründerzeit, Zuckerbäckerstil und Großsiedlung
Der weitaus größte Teil der Wohnungen im Bezirk liegt in Mehrfamilienhäusern mit direkter Straßenfront. Vorgärten sind selten, der Gehweg beginnt meist unmittelbar an der Fassade. Daraus ergeben sich drei Gebäudetypen mit unterschiedlichen Anforderungen.
Altbau mit Durchfahrt und Seitenflügel
Das klassische Berliner Mietshaus hat eine Toreinfahrt, einen oder mehrere Höfe und dort die Mülltonnen. Der öffentliche Gehweg ist Pflicht, der Weg durch Durchfahrt und Hof zu den Tonnen und Kellern fällt unter die private Verkehrssicherung. Viele Eigentümer übersehen, dass beides zusammen geplant werden sollte: Wer nur die Straße räumen lässt, hat morgens trotzdem Glätte im Hof.
Stalinbauten und Plattenbauten
An der Karl-Marx-Allee stehen die Wohnpaläste der Fünfzigerjahre mit sehr breiten Gehwegen und Ladenzeilen im Erdgeschoss, dazwischen und dahinter Plattenbauten der DDR-Zeit. Hier geht es weniger um enge Ecken als um Fläche: lange Fronten, Zugänge zu Tiefgaragen und Stellplätzen, Wege zwischen den Hauseingängen.
Großwohnanlagen und Neubauquartiere
Das Neue Kreuzberger Zentrum am Kottbusser Tor, die Bebauung am Mehringplatz, der Möckernkiez am Gleisdreieck und die neuen Wohnhäuser auf Stralau haben eigene Wegenetze, Treppen und Rampen. Hier zählt eine feste Reihenfolge, damit Eingänge, Fluchtwege und Müllplätze gleichzeitig nutzbar bleiben.
Geschäftsstraßen, Märkte und Plätze mit viel Fußverkehr
Kaum ein Bezirk hat so viele belebte Ladenstraßen auf so engem Raum. Wegen des hohen Fußgängeraufkommens gilt nach aktuellem Stand an vielen Adressen entlang von Warschauer Straße, Frankfurter Allee, Kottbusser Damm, Oranienstraße, Wiener Straße und Bergmannstraße eine geforderte Räumbreite von 1,5 Metern. Welche Breite vor Ihrem Haus gilt, prüfen wir bei der Besichtigung anhand der Straßeneinstufung.
Dazu kommen Märkte und Hallen: der Wochenmarkt auf dem Boxhagener Platz, die Markthalle Neun in der Eisenbahnstraße, die Marheineke-Markthalle in der Bergmannstraße. Rund um solche Orte stehen frühmorgens Lieferfahrzeuge, später kommen Besucher. Wer hier einen Laden betreibt, braucht eine Räumung, die vor der Anlieferung beginnt und bei Bedarf am Vormittag nachgestreut wird. Unser Angebot für Läden und Supermärkte ist genau auf diese Zeitfenster abgestimmt.
Eine Besonderheit sind Gastronomieflächen. Außengastronomie, Aufsteller und Fahrradständer verengen den Gehweg, nachts abgestellte E-Scooter stehen im Weg. Unsere Teams räumen um diese Hindernisse herum, ohne Lücken zu lassen, und notieren dauerhafte Engstellen im Protokoll, damit Sie sie mit dem Ordnungsamt oder Ihrem Gewerbemieter klären können.
Bahnhöfe, Brücken und das feuchte Klima am Wasser
Spree, Landwehrkanal und die großen Gleisfelder prägen das Mikroklima. Über offenem Wasser bildet sich bei Frost und hoher Luftfeuchte Reif, Brücken kühlen von unten aus und frieren früher als die Straße davor. Die Oberbaumbrücke, die Warschauer Brücke über den Gleisen und die vielen Brücken am Landwehrkanal gehören deshalb zu den Stellen, an denen Glätte zuerst auftritt.
Rund um die Bahnhöfe Ostkreuz, Warschauer Straße, Ostbahnhof, Kottbusser Tor und Hallesches Tor ist morgens am meisten los. Grundstücke in ihrer Nähe planen wir früh in der Tour ein. Unter dem Viadukt der Hochbahn zwischen Schlesischem Tor und Halleschem Tor tropft Schmelzwasser von den Gleisen und gefriert auf dem Gehweg darunter neu – ein Effekt, der eine zweite Kontrolle am Vormittag sinnvoll macht.
Mehr zu diesen typischen Problemzonen erklärt unser Ratgeber zu Brücken, Rampen und Schattenlagen. Für Ihr Objekt markieren wir solche Punkte im Räumplan, damit sie bei jedem Einsatz gezielt nachgestreut werden.
Arbeitgeber, Kliniken, Schulen und Veranstaltungsorte
Entlang der Spree zwischen Ostbahnhof und Warschauer Straße ist in den vergangenen Jahren ein Bürostandort mit großen Arbeitgebern, Hotels und der Arena am Mercedes-Platz entstanden. Auf der Kreuzberger Seite liegen klassische Gewerbehöfe mit Werkstätten, Agenturen und Studios, oft vier Höfe tief. Beide Bauformen brauchen geräumte Zugänge zu Beginn der Arbeitszeit, bei Veranstaltungen auch am Abend.
Zwei große Krankenhäuser liegen im Bezirk: das Vivantes-Haus am Rand des Volksparks und das Klinikum Am Urban direkt am Landwehrkanal. Für Praxen, Pflegedienste und medizinische Versorgungszentren in ihrem Umfeld bieten wir einen eigenen Winterdienst für Praxen und Kliniken mit Fokus auf Rampen, Liegendanfahrten und barrierefreie Eingänge.
Hinzu kommen zahlreiche Schulen und Kitas mit Schulwegen, die um halb acht frei sein müssen, sowie Museen wie das Deutsche Technikmuseum und das Jüdische Museum mit Besucherverkehr ab dem Vormittag. Für öffentliche Auftraggeber dokumentieren wir die Einsätze so, dass sie in Vergaben und Prüfungen verwendet werden können.
Ihre Vorteile mit RAT Winterdienst in Friedrichshain-Kreuzberg
Kurze Fronten, enge Höfe, volle Gehwege – der Bezirk verlangt einen Dienst, der präzise plant. Diese zehn Punkte machen den Unterschied.
- 01Tourendichte
Viele Adressen, kurze Wege
Weil hier Objekt an Objekt liegt, fassen wir Ihre Adresse mit benachbarten Häusern zu einer Runde zusammen. Das verkürzt die Zeit zwischen Schneeende und freiem Gehweg und hält den Preis pro Meter im Rahmen.
- 02Räumbreite
Einstufung jeder Straße geprüft
Ob vor Ihrem Haus ein Meter oder anderthalb Meter frei sein müssen, hängt vom Fußverkehr ab. Wir klären das bei der Begehung und räumen anschließend genau in der Breite, die nach aktuellem Stand verlangt wird.
- 03Hofwege
Auch hinter dem Tor geräumt
Durchfahrten, Quergebäude und Hofwege zu Kellern und Fahrradräumen gehören in Berliner Mietshäusern zum Alltag. Wir nehmen sie in den Räumplan auf, damit Bewohner nicht erst auf dem Hof ausrutschen.
- 04Fristen
Frei vor dem Berufsverkehr
Schneit es in der Nacht, sind die Gehwege bis 7 Uhr frei zu machen, sonn- und feiertags bis 9 Uhr. Wir planen die Tour rückwärts von diesen Zeitpunkten aus und beginnen an Bahnhöfen und Ladenstraßen.
- 05Streumittel
Splitt und Granulat statt Salz
Die Straßenbäume des Bezirks stehen dicht an dicht, viele in schmalen Baumscheiben. Wir streuen abstumpfend und salzfrei, damit Wurzeln, Pflaster und Hundepfoten keinen Schaden nehmen. Im März kehren wir das Material auf Wunsch wieder ein.
- 06Nachweis
Protokoll mit Uhrzeit und Fläche
Jeder Einsatz wird digital erfasst. Kontrolliert das Ordnungsamt oder meldet sich nach einem Sturz eine Versicherung, liegt der Nachweis sofort vor – sortiert nach Hausnummer und mit Angabe der eingesetzten Mittel.
- 07Haftpflicht
Versichert bis drei Millionen Euro
Unsere Betriebshaftpflicht bei der DEVK deckt Personen- und Sachschäden pauschal bis 3.000.000 € und Vermögensschäden bis 500.000 €. Diese Absicherung legen wir Ihnen auf Wunsch vor Vertragsbeginn vor.
- 08Ansprechpartner
Eine Person für alle Häuser
Verwaltungen mit mehreren Objekten im Bezirk haben bei uns einen festen Kontakt. Er kennt Ihre Adressen, nimmt Änderungen entgegen und meldet sich, wenn vor Ort etwas auffällt – etwa ein Gerüst, das den Gehweg plötzlich verengt.
- 09Eisregen
Zweite Runde bei Überfrieren
Tropfwasser unter der Hochbahn, Reif an Brücken und Ufern: Wenn die Lage nach dem ersten Einsatz erneut kippt, kommen wir wieder. Wie oft nachgearbeitet wird, legen wir vorab im Festpreis fest.
- 10Festpreis
Angebot nach kostenfreier Begehung
Sie erhalten einen festen Saisonpreis für Ihr Objekt, ermittelt aus gemessenen Metern und Flächen. Zuschläge für Feiertage oder Nachtarbeit tauchen später nicht überraschend auf der Rechnung auf, auch nicht nach einem besonders schneereichen Januar.
Warum Verwaltungen zwischen Spree und Landwehrkanal uns beauftragen
Dichte Bebauung lässt wenig Spielraum für Fehler. Fünf Gründe, warum Eigentümer und Gewerbetreibende diese Aufgabe an uns übergeben.
Kurze Anfahrt aus dem Nachbarbezirk
Von unserem Sitz in der Kollwitzstraße in Prenzlauer Berg sind es nur wenige Kilometer nach Süden bis Friedrichshain-Kreuzberg. Die Teams kennen die Straßen, Einbahnregelungen und Durchfahrten der Altbauquartiere und verlieren in der Frühe keine Zeit mit der Suche nach dem richtigen Hinterhof.
Erfahrung mit sehr kleinen Flächen
Viele Objekte haben nur zehn bis zwanzig Meter Front. Für solche Adressen lohnt sich kein schweres Gerät, gefragt sind schnelle Handräumung und sauberes Streuen. Darauf sind unsere Abläufe ausgerichtet, ohne dass die Qualität unter dem Tempo leidet.
Gewerbe und Wohnen in einem Plan
Im Erdgeschoss der Laden, oben Wohnungen, im Hof eine Werkstatt: Wir räumen in der Reihenfolge, die zu Ihrem Haus passt. Gewerbezugänge sind zur Öffnungszeit frei, Wohnwege zum Arbeitsbeginn der Bewohner. Werkstätten im Hinterhof bekommen ihre Zufahrt rechtzeitig vor der ersten Anlieferung.
Rechtliche Sorgfalt ohne Übertreibung
Wir übernehmen die Räum- und Streupflicht vertraglich, die Pflicht zur Auswahl und Kontrolle bleibt nach aktuellem Stand bei Ihnen. Unsere Protokolle machen diese Kontrolle einfach. Für individuelle Rechtsfragen empfehlen wir eine Prüfung im Einzelfall durch eine Fachkanzlei oder Ihren Eigentümerverband.
Transparente Kalkulation
Unser Angebot listet Meter, Flächen und Leistungen einzeln auf. So können Sie Preise mit anderen Anbietern vergleichen und Kosten sauber auf Mieter oder Gewerbeeinheiten umlegen, sofern der Mietvertrag das vorsieht. Bei gemischt genutzten Häusern trennen wir Gewerbe- und Wohnflächen auf Wunsch schon im Angebot.
| Worauf es ankommt | So setzen wir es um | Ihr Nutzen |
|---|---|---|
| Viele kurze Fronten | Benachbarte Adressen in einer Tour bündeln | Schnell geräumt, fairer Meterpreis |
| Hohe Fußgängerzahl an Ladenstraßen | Räumbreite je Straße bei Begehung festlegen | Keine Beanstandung durch Kontrollen |
| Reif an Brücken und Ufern | Gefahrenpunkte im Räumplan markieren | Gezieltes Nachstreuen statt Zufall |
| Kein Platz für Schneehaufen | Lagerflächen festlegen, bei Bedarf Abfuhr | Einfahrten und Hydranten bleiben frei |
| Höfe hinter Tor und Durchfahrt | Hofwege fest in den Ablauf aufnehmen | Sichere Wege zu Tonnen und Kellern |
Wohin mit dem Schnee, wenn jeder Meter belegt ist?
Die größte praktische Herausforderung im Bezirk ist der Platz. Am Straßenrand parken die Autos Stoßstange an Stoßstange, Radwege und Baumscheiben sind tabu, und Schnee darf weder auf die Fahrbahn noch vor Hydranten oder in Gullys geschoben werden. Nach starkem Schneefall wachsen die Ränder deshalb schnell zu.
Wir legen bei der Besichtigung fest, wo Schnee zwischengelagert werden kann, ohne Fußgänger oder Einfahrten zu behindern. Reicht der Platz auf Dauer nicht, organisieren wir die Abfuhr. Im Hof achten wir darauf, dass die Müllstandplätze für die BSR erreichbar bleiben – sonst bleiben die Tonnen am Abholtag stehen.
Weitere Herausforderungen: häufige Baustellen mit Gerüsten über dem Gehweg, wechselnde Absperrungen, Kopfsteinpflaster in Nebenstraßen und Plätze wie den Chamissoplatz, auf denen Splitt in den Fugen liegen bleibt. Im Frühjahr nehmen wir das Streugut wieder auf, damit es nicht in Gullys und Baumscheiben landet.
Auch das Nachtleben hinterlässt Spuren: Rund um Clubs und Bars wird festgetretener Schnee am frühen Morgen zu glatten Eisplatten, bevor die erste Räumung beginnt. An solchen Adressen setzen wir auf eine frühe Kontrolle und brechen verdichtete Schichten mechanisch auf, statt nur darüberzustreuen. Und schließlich die Fahrräder: Abgestellte Räder an Laternen und Zäunen lassen sich nicht einfach beiseiteräumen. Unsere Teams arbeiten sich mit Handgerät um sie herum und melden dauerhaft blockierte Abschnitte, damit Sie das Problem mit Mietern oder Bezirksamt angehen können.
Kontrolle durch das Ordnungsamt und Übertragung der Pflicht
Ob Anlieger ihrer Pflicht nachkommen, kontrolliert das Ordnungsamt des Bezirksamts. Bei Versäumnissen kann nach der Gesetzesänderung vom Februar 2026 zudem eine Ersatzvornahme durch Bezirk oder BSR angeordnet werden – die Kosten tragen die Eigentümer. Wie das abläuft, beschreibt unser Ratgeber zur Ersatzvornahme.
Sie dürfen die Räum- und Streupflicht an eine geeignete Firma übertragen. Damit verlagert sich die Ausführung, nicht aber die Pflicht zur sorgfältigen Auswahl und regelmäßigen Kontrolle. Gerade bei vielen kleinen Objekten ist diese Kontrolle ohne Hilfsmittel kaum zu leisten. Unsere digitalen Protokolle zeigen für jede Adresse, wann geräumt und womit gestreut wurde, sodass Sie die Überwachung mit wenig Aufwand belegen können. Für die konkrete Ausgestaltung Ihres Vertrags empfehlen wir, rechtliche Fragen im Einzelfall prüfen zu lassen.
Diese Leistungen fragen Kunden im Bezirk am häufigsten an
Aus den typischen Flächen ergibt sich ein recht klares Bild der Leistungen, die hier am meisten gebraucht werden:
| Fläche | Leistung | Hinweis |
|---|---|---|
| Bürgersteig vor dem Mietshaus | Gehwegräumung | 1 m oder 1,5 m je nach Straße |
| Durchfahrt, Hof, Wege zu Kellern | Hofräumung | meist von Hand, Kleingerät |
| Ladenzugang, Lieferzone | Räumung vor Öffnung, Nachstreuen | Zeitfenster nach Öffnungszeiten |
| Tiefgaragenrampe im Neubau | Rampe, Gitterrinne, Zufahrt | Steigung bevorzugt behandeln |
| Mehrere Häuser einer Verwaltung | Sammelvertrag mit einem Ansprechpartner | Protokoll je Objekt |
Für Verwaltungen mit mehreren Häusern im Bezirk lohnt sich der Blick auf unseren Winterdienst für Hausverwaltungen: Alle Objekte laufen über einen Vertrag, die Nachweise kommen gebündelt pro Adresse.
Preisbeispiel: Gründerzeit-Eckhaus mit Hof
Ein typisches Objekt im Bezirk ist das Eckhaus aus der Kaiserzeit: zwei Straßenfronten, eine Durchfahrt, ein Hof mit Mülltonnen und Fahrradstellplätzen. So lässt sich der Saisonpreis grob abschätzen:
| Position | Rechnung | Saison (netto) |
|---|---|---|
| Gehweg Hauptstraße und Seitenstraße | 22 m + 14 m = 36 m × 2,40 € × 5 Monate | 432 € |
| Durchfahrt und Hofweg zu den Tonnen | 18 m × 2,00 € × 5 Monate | 180 € |
| Summe | 612 € |
Bei 24 Wohnungen entspricht das etwa 25,50 € pro Wohnung und Saison, die bei entsprechender Vereinbarung im Mietvertrag als Betriebskosten umlagefähig sind. Liegt eine Front an einer Straße mit 1,5 Meter Räumbreite, steigt der Meterpreis innerhalb der Spanne von 1,80 bis 3,00 €. Was bei Eckgrundstücken zu beachten ist, erklärt der Ratgeber zu Gehwegen an Eckgrundstücken. Die Zahlen dienen der Orientierung, den bindenden Preis nennt erst unser Angebot nach der Begehung.
Ablauf und Anfahrt
Unser Sitz in der Kollwitzstraße liegt in Prenzlauer Berg, das im Norden direkt an den Bezirk grenzt. Über Greifswalder Straße und Danziger Straße erreichen die Teams die ersten Objekte rund um den Volkspark in wenigen Minuten, über die Oberbaumbrücke geht es weiter nach Süden. So läuft die Zusammenarbeit:
- Sie schicken uns Adresse und Flächenart – per Telefon, E-Mail oder Formular.
- Wir besichtigen das Objekt kostenfrei, messen die Fronten und klären die Straßeneinstufung.
- Sie erhalten ein Festpreisangebot mit Leistungsbeschreibung und Räumplan.
- Ab November ist Ihr Objekt in einer festen Tour eingeplant, rund um die Uhr in Bereitschaft.
- Nach jedem Einsatz steht das digitale Protokoll mit Uhrzeit und Leistung bereit.
- Zum Saisonende nehmen wir auf Wunsch den Splitt auf und besprechen Änderungen für den nächsten Winter.
Bei Eisregen oder plötzlicher Glätte außerhalb der Planung rücken wir auch kurzfristig aus. Ein persönlicher Ansprechpartner koordiniert alle Fragen zu Ihrem Objekt.
Häufige Fragen
Welche Räumbreite gilt an Geschäftsstraßen im Bezirk?
Grundsätzlich muss ein mindestens ein Meter breiter Streifen frei sein. An Gehwegen von Hauptverkehrs- und vielen Geschäftsstraßen sind nach aktuellem Stand 1,5 Meter gefordert, maßgeblich ist das Fußgängeraufkommen. Bei Straßen wie Frankfurter Allee oder Oranienstraße prüfen wir das bei der Besichtigung und räumen entsprechend. Im Zweifel lohnt eine rechtliche Prüfung im Einzelfall.
Räumen Sie auch den Hof und die Durchfahrt?
Ja, wenn Sie das beauftragen. Der öffentliche Gehweg fällt unter das Straßenreinigungsgesetz, Durchfahrt und Hof unter die private Verkehrssicherungspflicht. In vielen Mietshäusern sind gerade diese Wege zu Mülltonnen, Kellern und Fahrradräumen kritisch. Wir nehmen sie in den Räumplan auf und dokumentieren sie getrennt.
Darf ich vor meinem Laden Streusalz verwenden?
In Friedrichshain-Kreuzberg gilt wie in ganz Berlin: Auf öffentlichen Gehwegen darf grundsätzlich kein Streusalz verwendet werden. Erlaubt sind abstumpfende Mittel wie Splitt, Sand oder Granulat. Zwar erlaubt die Gesetzesänderung vom Februar 2026 der Senatsverwaltung, bei extremer Glätte befristete Ausnahmen zuzulassen – verlassen sollten Sie sich darauf jedoch nicht. Wir streuen salzfrei.
Was passiert, wenn der Schnee keinen Platz mehr hat?
Schnee darf nicht auf die Fahrbahn, vor Hydranten, in Gullys oder auf Radwege geschoben werden. Bei der Besichtigung legen wir geeignete Lagerstellen fest. Reichen sie nach starkem Schneefall nicht aus, organisieren wir nach Absprache den Abtransport, damit der Gehweg begehbar bleibt.
Betreuen Sie mehrere Häuser einer Verwaltung gemeinsam?
Ja. Verwaltungen mit mehreren Adressen im Bezirk erhalten einen Vertrag, einen festen Ansprechpartner und Protokolle getrennt nach Objekt. Die Häuser werden in passende Touren eingeplant, sodass auch weit auseinanderliegende Adressen nördlich und südlich der Spree rechtzeitig fertig sind. Die Abrechnung erfolgt gebündelt oder getrennt nach Haus.
Was kostet der Winterdienst für ein Mietshaus?
Der Gehweg wird nach laufenden Metern berechnet: Richtwert sind 1,80 bis 3,00 € je Meter und Monat, und zwar von November bis März. Ein Haus mit 20 Metern Front liegt bei 2,40 € damit bei 240 € netto pro Saison. Hof und Durchfahrt kommen je nach Größe hinzu. Den Festpreis nennen wir nach der kostenlosen Besichtigung.