Ja, wir übernehmen Ihre Dachräumung – mit Absturzsicherung und DEVK-Haftpflicht
Berlin gilt nicht als Schneehochburg, doch die Winter der vergangenen Jahre haben gezeigt, dass auch hier Lagen mit viel Nassschnee, Eisregen und anschließendem Frost vorkommen. Gefährlich wird es für Dächer selten durch eine einzelne Neuschneenacht, sondern durch die Kombination: Erst fällt Schnee, dann regnet es hinein, dann friert alles zu einer schweren, kompakten Schicht. Eine Schicht, die nach wenigen Zentimetern harmlos aussieht, kann so ein Vielfaches ihres ursprünglichen Gewichts erreichen. Für diese Leistung gelten dieselben Grundlagen wie für unseren gesamten Winterdienst in Berlin: Flächenanalyse, schriftliches Angebot, digitales Protokoll.
Besonders anfällig sind weit gespannte Flachdächer von Lager- und Produktionshallen, Supermärkten und Sporthallen, aber auch ältere Garagenzeilen und leichte Carports. Schnee sammelt sich zudem ungleichmäßig: An Attiken, Lüftungsaufbauten und Höhensprüngen weht er zu Wechten zusammen, die punktuell weit mehr belasten als der Durchschnitt der Fläche.
Vor jeder Dachräumung messen unsere geschulten Einsatzkräfte deshalb die Schneehöhe an mehreren Stellen, schätzen die Dichte ein und gleichen das Ergebnis mit den Angaben Ihrer Statik ab, soweit diese vorliegen. Anschließend tragen wir den Schnee in Bahnen und symmetrisch ab, damit sich die Last nicht einseitig verschiebt, und lassen eine dünne Schutzschicht auf der Dachhaut stehen. Wer auf dem Dach arbeitet, ist gesichert. Wo der Schnee unten landet, ist vorher gesperrt. Eiszapfen und Wechten an der Traufe über dem Gehweg behandelt dagegen unsere Entfernung von Eiszapfen.
Leistungsumfang auf Flach- und Pultdächern
Wir räumen nicht pauschal „das Dach“, sondern die Bereiche, die für Tragwerk, Entwässerung und Sicherheit entscheidend sind. Welche das sind, legen wir nach einer sorgfältigen Sichtprüfung gemeinsam mit Ihnen fest.
| Bereich | Warum er wichtig ist | Was wir tun |
|---|---|---|
| Hauptfläche Flachdach | Großer Lastanteil auf weit gespannten Trägern | Abtragen in Bahnen, symmetrisch von der Mitte |
| Wechten an Attika und Aufbauten | Punktuelle Spitzenlasten durch Verwehung | Gezielt abbauen, bevor die Fläche geräumt wird |
| Dachabläufe und Notüberläufe | Bei Tauwetter staut sich sonst Wasser | Freilegen, damit Schmelzwasser abfließt |
| Lichtkuppeln und Lichtbänder | Nicht durchtrittsicher, unter Schnee unsichtbar | Markieren, absichern, vorsichtig freilegen |
| Garagen- und Carportdächer | Leichte Konstruktionen mit geringer Reserve | Von der Leiter oder vom Boden mit Teleskopschieber |
| Vordächer und Überdachungen | Glas und Blech über Eingängen | Abschieben mit Kunststoffwerkzeug |
Liegen auf dem Dach Solarmodule, gelten eigene Regeln für Werkzeug und Abstand. Diese Flächen übernehmen wir im Rahmen der Schneeräumung von Solarmodulen. Steile Satteldächer mit Ziegeln betreten wir nicht; dort sind Schneefanggitter und gegebenenfalls ein Dachdecker die richtige Lösung.
Schneelast verstehen: Zone, Gewicht und Statik
Wie viel Schnee ein Dach tragen muss, legt die Norm DIN EN 1991-1-3 mit ihrem nationalen Anhang fest. Deutschland ist darin in Schneelastzonen eingeteilt; Berlin liegt nach unserem Kenntnisstand in Zone 2, wobei für die tief gelegenen Stadtgebiete ein Bodenwert in der Größenordnung von 0,85 kN/m² angesetzt wird – das entspricht grob 85 kg pro Quadratmeter. Was Ihr Dach tatsächlich aufnehmen kann, steht jedoch allein in der Statik des Gebäudes, denn Dachform, Baujahr und Konstruktion verändern den Wert erheblich.
Gewicht verschiedener Schneearten
- Trockener Neuschnee: etwa 5–10 kg/m² je 10 cm Höhe.
- Gesetzter Altschnee: etwa 20–30 kg/m² je 10 cm.
- Nassschnee nach Regen: etwa 30–40 kg/m² je 10 cm, teils mehr.
- Eis: etwa 90 kg/m² je 10 cm.
Die Werte sind Richtgrößen und schwanken je nach Wetterverlauf. Sie zeigen aber, warum die reine Schneehöhe wenig aussagt: Zwanzig Zentimeter Pulverschnee sind für ein intaktes Hallendach meist unkritisch, die gleiche Höhe als durchnässte, angefrorene Schicht kann dagegen einen großen Teil der Reserve aufbrauchen. Wir messen deshalb an mehreren Punkten und nehmen bei Bedarf eine Probe, um die Dichte abzuschätzen. Eine statische Bewertung ersetzt das nicht; bei Zweifeln empfehlen wir, einen Tragwerksplaner hinzuzuziehen. Ausführliche Tabellen bietet unser Ratgeber Schneelast auf dem Dach.
- 1AnfrageFormular, Telefon oder E-Mail – mit Adresse und Flächenart
- 2Flächenanalysekostenlos vor Ort · bei Tageslicht, Notfälle rund um die Uhr
- 3AngebotPreis auf Anfrage nach kostenloser Besichtigung – verbindlich ist das schriftliche Angebot
- 4Einsatznach Meldung und Sicherheitsprüfung · nach Schneelage oder Kontrollvereinbarung
Warnzeichen für Überlastung erkennen
Ein überlastetes Dach kündigt sich häufig an, bevor etwas nachgibt. Wer die Anzeichen kennt, kann rechtzeitig handeln und das Gebäude räumen lassen, statt auf das nächste Tauwetter zu hoffen.
- sichtbarer Durchbiegung von Trägern, Pfetten oder abgehängten Decken,
- klemmenden Türen und Toren in Hallenwänden,
- neuen Rissen in Wänden, Putz oder an Anschlüssen,
- Knack- und Knarzgeräuschen aus der Dachkonstruktion,
- Wasser, das an ungewohnten Stellen durch die Decke tropft,
- Sprinklerleitungen, die sichtbar durchhängen.
Treten solche Zeichen auf, gilt: Halle oder Raum verlassen, Zugang sperren und nicht selbst aufs Dach steigen. Ein Mensch auf einer bereits überlasteten Fläche bringt zusätzliches Gewicht genau dorthin, wo die Reserve fehlt. Wir prüfen in solchen Fällen zunächst, ob ein sicheres Betreten überhaupt möglich ist, und räumen dann von den Rändern zu den tragenden Achsen. In kritischen Lagen ist es sinnvoll, parallel Bauaufsicht oder Tragwerksplaner zu informieren. Bei unmittelbarer Einsturzgefahr hat die Feuerwehr Vorrang.
Ohne akute Anzeichen genügt es meist, die Schneehöhe nach starken Schneefällen und vor angekündigtem Regen zu kontrollieren und erst dann zu räumen, wenn Messung und Statik es nahelegen.
Absturzsicherung und Arbeitsschutz auf dem Dach
Arbeiten auf verschneiten Dächern zählen zu den gefährlichsten Tätigkeiten im Winterdienst. Kanten sind unter Schnee kaum zu erkennen, Lichtkuppeln verschwinden unter einer weißen Decke, und die Dachhaut selbst ist oft spiegelglatt. Für uns gelten daher feste Regeln:
- Kein Einsatz ohne Sicherung: Gearbeitet wird nur mit Schutzausrüstung gegen Absturz an geeigneten Anschlagpunkten oder hinter vorhandenen Geländern.
- Lichtkuppeln zuerst: Nicht durchtrittsichere Bauteile werden vor dem Räumen geortet und markiert.
- Im Team: In der Regel arbeiten auf dem Dach mindestens zwei eingewiesene Einsatzkräfte, eine weitere sichert unten die Abwurfzone.
- Tageslicht bevorzugt: Geplante Einsätze legen wir in helle Stunden; nachts nur im Notfall mit ausreichender Beleuchtung.
- Abbruchkriterien: Bei Sturm, Eisregen oder unklarer Tragfähigkeit wird der Einsatz unterbrochen.
Fehlen auf einem Flachdach Anschlagpunkte oder ein Geländer, sprechen wir das bei der Besichtigung an. Mitunter lässt sich der Zugang über eine Hubarbeitsbühne lösen, die wir dann im Angebot ausweisen. Für Betriebe, die ihr eigenes Personal einsetzen möchten, fasst der Ratgeber Arbeitsschutz im Winterdienst zusammen, was bei Gefährdungsbeurteilung und Schutzausrüstung zu beachten ist.
Arbeitsweise: gleichmäßig entlasten, Dachhaut schonen
Falsch geräumt kann ein Dach stärker gefährdet sein als vorher. Wird eine Hälfte vollständig frei geschaufelt, während auf der anderen noch die volle Last liegt, entstehen ungleichmäßige Kräfte, auf die viele Tragwerke nicht ausgelegt sind. Bei einer fachgerechten Dachräumung gehen wir daher in einer festen Reihenfolge vor:
- Wechten und Verwehungen an Aufbauten zuerst abbauen.
- Fläche in Bahnen aufteilen und abwechselnd links und rechts der tragenden Achsen räumen.
- Eine Restschicht von einigen Zentimetern stehen lassen, damit Schaufeln die Abdichtung nicht verletzen.
- Dachabläufe und Notüberläufe freilegen, damit Schmelzwasser abfließen kann.
Als Werkzeug dienen breite Kunststoffschieber und Schneeschaufeln ohne Metallkante. Bitumenbahnen und Kunststofffolien sind bei Frost spröde; ein Stahlblatt reicht, um sie aufzureißen, und der Schaden zeigt sich erst beim nächsten Regen als Leck. Eisplatten schlagen wir nicht auf, sondern lösen sie, wo nötig, vorsichtig an den Rändern.
Der abgeräumte Schnee fällt nur in eine abgesperrte Zone auf dem eigenen Grundstück. Auf öffentlichen Gehwegen oder der Fahrbahn darf er nicht liegen bleiben. Reicht der Platz im Hof nicht aus, organisieren wir den Abtransport der Schneemengen.
Ihre Vorteile einer Dachräumung durch RAT
Ein entlastetes Dach ist nur dann ein Gewinn, wenn dabei niemand stürzt und die Abdichtung heil bleibt. Diese zehn Punkte stehen dafür.
- 01Lastkontrolle
Messen vor dem ersten Schaufelstich
Wir erfassen Schneehöhe und Dichte an mehreren Punkten und gleichen sie mit Ihrer Statik ab, soweit vorhanden. So räumen wir dort, wo es nötig ist, und nicht nach Gefühl oder auf Verdacht.
- 02Absturzschutz
Gesichert arbeiten auf dem Dach
Gearbeitet wird nur mit Absturzsicherung an geeigneten Anschlagpunkten oder hinter Geländern. Lichtkuppeln werden vorab geortet und markiert, um das Risiko eines Durchbruchs durch ein verdecktes Oberlicht zu senken. Ein zweiter Kollege behält die Abwurfzone am Boden im Blick.
- 03Tragwerk
Symmetrisch räumen, Lasten ausgleichen
Wir räumen in Bahnen abwechselnd zu beiden Seiten der tragenden Achsen und bauen Wechten zuerst ab. So vermeiden wir weitgehend einseitige Belastungen, die das Tragwerk stärker beansprucht als die ursprüngliche Schneedecke.
- 04Dachhaut
Werkzeug ohne Metallkante
Kunststoffschieber und eine verbleibende Restschicht schützen Bitumenbahnen und Folien, die bei Frost spröde werden. Ein Riss in der Abdichtung bleibt sonst bis zum nächsten Regen unentdeckt und wird teuer.
- 05Entwässerung
Abläufe für das Tauwetter frei
Neben der Fläche legen wir Dachabläufe und Notüberläufe frei. Damit kann Schmelzwasser abfließen, statt sich auf dem Dach zu stauen und nachts zu einer schweren Eisschicht zu gefrieren.
- 06Abtransport
Schneemengen bleiben nicht im Weg
Der Schnee fällt nur in eine abgesperrte Zone auf Ihrem Grundstück. Reicht der Platz nicht aus oder blockieren die Haufen Zufahrten und Rettungswege, organisieren wir den Abtransport im Anschluss.
- 07Dokumentation
Messwerte und Fotos im Bericht
Das digitale Protokoll enthält Schneehöhen vor und nach dem Einsatz, Fotos und Auffälligkeiten an Dachhaut, Abläufen oder Kuppeln. Das hilft bei Gesprächen mit Versicherung, Statiker oder Dachdecker und kann als Nachweis dienen, dass Sie als Eigentümer gehandelt haben.
- 08Ansprechpartner
Ein fester Kontakt für Ihr Objekt
Ihr persönlicher Ansprechpartner kennt Ihr Dach, die Zugänge und Ihre Schwellenwerte. Bei angekündigtem Starkschnee meldet er sich mit Kontrollvereinbarung in der Regel von sich aus und stimmt Termin, Zugang und Absperrung mit Ihnen ab.
- 09Notfall
Bei akuter Gefahr rund um die Uhr
Geplante Einsätze legen wir ins Tageslicht, in Notfällen rücken wir auch nachts aus. Voraussetzung ist eine Sicherheitsprüfung, damit die Hilfe nicht selbst zum Risiko für das Team wird.
- 10Festpreisangebot
Kostenlose Besichtigung, klares Angebot
Nach der kostenfreien Besichtigung erhalten Sie ein schriftliches Festpreisangebot ohne versteckte Zuschläge. Eine erforderliche Hubarbeitsbühne, zusätzliche Sicherungstechnik oder ein Abtransport wird darin offen und einzeln ausgewiesen, damit Sie Positionen vergleichen können.
Was Hallenbetreiber und Verwalter in Berlin von RAT erwarten können
Wer große Dachflächen verantwortet, braucht im Ernstfall einen Partner, der ruhig, sicher und nachvollziehbar handelt.
Sicherheit hat Vorrang
Wir sagen einen Einsatz lieber ab, als ein Team ohne Absturzsicherung auf ein unbekanntes Dach zu schicken. Diese Haltung schützt unsere Leute und senkt zugleich für Sie als Auftraggeber das Risiko eines Arbeitsunfalls auf Ihrem Gelände.
Ehrliche Grenzen
Wir ersetzen keinen Tragwerksplaner. Zeigt ein Dach Warnzeichen einer Überlastung, empfehlen wir offen, einen Statiker oder die Bauaufsicht einzubeziehen, und stimmen unser Vorgehen mit deren Einschätzung ab, statt einfach loszuschaufeln. Das kostet manchmal Zeit, hilft aber, Fehlentscheidungen zu vermeiden.
Planbar vor dem Ernstfall
Mit einer Kontrollvereinbarung kennen wir Zugang, Lichtkuppeln und Schwellenwerte Ihres Dachs schon vor dem ersten Schnee. Im Winter ist dann das Wesentliche bereits geklärt, und das Team kann direkt mit Messung und Räumung beginnen, sobald die Schwelle erreicht ist.
Abgesichert über die DEVK
Unsere Betriebshaftpflicht deckt Personen- und Sachschäden pauschal bis 3.000.000 € und Vermögensschäden bis 500.000 €. Gerade bei Arbeiten auf fremden Dächern ist dieser Schutz für Eigentümer und Betreiber ein wesentliches Auswahlkriterium. Den Nachweis legen wir dem Angebot auf Wunsch bei.
Ein Partner für den ganzen Winter
Als professioneller Partner betreuen wir neben dem Dach auf Wunsch auch Zufahrten, Ladezonen und Gehwege Ihres Objekts. So liegt der gesamte Winterdienst in einer Hand, mit einem Ansprechpartner, einheitlichen Protokollen und einer übersichtlichen Abrechnung für Ihre Buchhaltung.
| Worauf es ankommt | So setzen wir es um | Ihr Nutzen |
|---|---|---|
| Last richtig einschätzen | Schneehöhe und Dichte an mehreren Punkten messen | Räumung gezielt dort, wo sie nötig ist |
| Tragwerk nicht einseitig belasten | Wechten zuerst, dann symmetrisch in Bahnen räumen | Weniger einseitige Spannungen in Trägern und Pfetten |
| Absturz- und Einbruchrisiko senken | Anschlagpunkte, PSA und markierte Lichtkuppeln | Geringeres Unfallrisiko auf Ihrem Gelände |
| Abdichtung schonen | Kunststoffwerkzeug und dünne Restschicht auf der Dachhaut | Weniger Risiko versteckter Lecks nach dem Winter |
| Schmelzwasser kann ablaufen | Dachabläufe und Notüberläufe gezielt freilegen | Weniger Gefahr neuer Eisschichten nach dem Tauwetter |
Gebäude und Auftraggeber, für die wir Dächer entlasten
Typisch sind Anfragen von Betreibern großer Flachdächer, deren Konstruktion wenig Reserve hat oder deren Statik nicht greifbar ist. Typische Objekte sind:
- Lager- und Logistikhallen in Gewerbegebieten mit weit gespannten Trapezblechdächern.
- Supermärkte und Fachmärkte mit großen Flachdächern über Verkaufsflächen.
- Sporthallen und Vereinsheime, die häufig über Wochen ungenutzt sind.
- Garagenhöfe und Carport-Anlagen in Wohnsiedlungen, deren leichte Dächer schnell nachgeben.
- Wohngebäude mit Flachdach, vom Bungalow bis zum Nachkriegsbau mit Dachterrasse.
- Schulen und Kitas mit Pavillonbauten und Überdachungen auf Pausenhöfen.
Auftraggeber sind Unternehmen, Hausverwaltungen, Eigentümergemeinschaften, öffentliche Einrichtungen und Privateigentümer. Für Betriebe mit mehreren Hallen bieten wir an, nach starken Schneefällen alle Dächer der Reihe nach zu kontrollieren und nur dort zu räumen, wo es nötig ist. Wie der Winterdienst auf Betriebsgeländen insgesamt organisiert wird, steht unter Winterdienst für Industrie und Logistik.
Pflichten von Eigentümern und organisatorische Fragen
Nach der Bauordnung für Berlin müssen bauliche Anlagen standsicher sein; der Eigentümer ist dafür verantwortlich, dass sein Gebäude auch unter Schnee keine Gefahr darstellt. Daraus ergibt sich nach aktuellem Stand keine feste Räumpflicht ab einer bestimmten Schneehöhe, wohl aber die Pflicht, bei erkennbarer Überlastung zu handeln. Kommt es zu einem Schaden an Personen oder fremdem Eigentum, kann eine Haftung nach § 823 BGB im Raum stehen.
- Statik bereithalten: Wer weiß, welche Schneelast sein Dach aufnehmen kann, entscheidet sicherer.
- Versicherung prüfen: Ob Schäden durch Schneedruck mitversichert sind, regelt Ihr Gebäudeversicherungsvertrag.
- Arbeitgeberpflichten: Setzen Sie eigenes Personal ein, braucht es eine Gefährdungsbeurteilung und geeignete Ausrüstung.
- Übertragung: Beauftragen Sie eine Firma, bleiben Sie zur Auswahl und Kontrolle verpflichtet.
- Abwurf und Lagerung: Schnee vom Dach gehört nicht auf Gehweg oder Fahrbahn.
- Die Hinweise geben einen allgemeinen Überblick; lassen Sie Ihren Einzelfall im Zweifel rechtlich und statisch prüfen.
Für Hallen, die im Winter selten betreten werden, lohnt eine klare Absprache, wer die Schneehöhe kontrolliert und ab wann wir verständigt werden. Diese Schwelle sollte sich an der Statik orientieren, nicht an einem Bauchgefühl. Bei Gebäuden ohne greifbare Unterlagen kann ein Tragwerksplaner einen Richtwert ermitteln, den wir anschließend in unsere vorausschauende Einsatzplanung übernehmen. So wissen alle Beteiligten, wann gemessen und wann geräumt wird.
Kosten und Rechenbeispiel
Weil Dächer sich in Größe, Zugang und Sicherungsaufwand stark unterscheiden, nennen wir für Dacharbeiten keine Pauschalbeträge: Der Preis ist auf Anfrage erhältlich und wird nach der Besichtigung in einem schriftlichen Festpreisangebot festgehalten. Die wichtigsten Kostenfaktoren sind:
- Dachfläche und Schneehöhe, vor allem der Anteil an Nassschnee und Eis
- Zugang: Treppenhaus mit Dachausstieg, Leiter oder Hubarbeitsbühne
- vorhandene Anschlagpunkte und Geländer
- Zahl der Lichtkuppeln, Aufbauten und Abläufe
- Platz für den Schnee am Boden oder Bedarf an Abtransport
| Leistung | Preis | Hinweis |
|---|---|---|
| Kleines Dach (Garage, Carport, Vordach) | auf Anfrage | abhängig von Zugang und Schneeart |
| Notfall- und Soforteinsatz | Preis auf Anfrage | Preisansage vor dem Ausrücken |
| Schneehöhe kontrollieren auf Abruf | auf Anfrage | pro Einsatz |
| Hallen- und Flachdächer | nach Aufwand, Preis auf Anfrage | Festpreisangebot nach kostenloser Besichtigung |
Beispiel Garagenzeile
Angenommen, eine Eigentümergemeinschaft in Marzahn möchte drei Fertiggaragen nach starkem Nassschnee abräumen lassen. Wir prüfen Zugang, Schneeart und Dachaufbau und nennen danach einen Preis je Dach. Wird im selben Winter ein zweiter Durchgang nötig, richtet sich die Abrechnung nach den im Angebot vereinbarten Konditionen. Kommt an einem Sonntag ein Carport hinzu, der sofort entlastet werden muss, erfahren Sie den Preis für diesen Soforteinsatz vorab am Telefon. Verbindlich ist allein unser schriftliches Festpreisangebot ohne versteckte Zuschläge, das Sie über die Seite Angebot anfordern erhalten. Wer in dieser Gegend ein Objekt hat, findet mehr unter Winterdienst Charlottenburg-Wilmersdorf.
Ablauf von der Meldung bis zum entlasteten Dach
- Meldung: Sie nennen Adresse, Dachart, ungefähre Fläche und, falls vorhanden, die zulässige Schneelast aus der Statik.
- Sicherheitsprüfung: Wir klären Zugang, Anschlagpunkte und Lichtkuppeln, bei Erstaufträgen vor Ort.
- Messung: Schneehöhe an mehreren Punkten, Einschätzung der Dichte, Blick auf Wechten.
- Angebot oder Sofortfreigabe: Bei Gefahr im Verzug nach telefonischer Preisansage, sonst nach schriftlichem Festpreisangebot.
- Absperrung am Boden: Die Abwurfzone wird gesichert, Fahrzeuge werden umgeparkt.
- Räumen: Wechten zuerst, dann die Fläche in Bahnen und symmetrisch.
- Abläufe freilegen: Dachentwässerung wird für das nächste Tauwetter vorbereitet.
- Protokoll: Messwerte, Fotos, Uhrzeiten und Auffälligkeiten an der Dachhaut werden dokumentiert.
Bei angekündigten Starkschneefällen nehmen wir Kunden mit Kontrollvereinbarung in der Regel zuerst in die Planung auf. Neue Objekte können wir nur nach einer kurzen Sicherheitsprüfung übernehmen, denn ohne Kenntnis von Zugang und Lichtkuppeln betritt niemand aus unserem eingespielten Team ein fremdes Dach.
Checkliste für Hallenbetreiber und Eigentümer
- Statik oder Lastangaben des Dachs heraussuchen und griffbereit ablegen.
- Dachausstieg, Leiter und Anschlagpunkte auf Zustand prüfen lassen.
- Lichtkuppeln und Lichtbänder in einem Dachplan markieren.
- Dachabläufe und Rinnen im Herbst freimachen lassen.
- Abwurfzone am Boden festlegen, fern von Eingängen und Stellplätzen.
- Verantwortliche Person für die Kontrolle der Schneehöhe benennen.
- Schwellenwert vereinbaren, ab dem wir verständigt werden.
Mit diesen Angaben sparen Sie im Ernstfall wertvolle Zeit, weil die Sicherheitsprüfung schneller abgeschlossen ist. Verstopfte Abläufe sind übrigens eine häufige Ursache für gefährliche Eisschichten auf Flachdächern; die Freimachung im Herbst übernimmt unsere Dachrinnenreinigung.
Hallen und Flachdächer von Spandau bis Treptow-Köpenick
Große Flachdächer konzentrieren sich in Berlin auf die Gewerbegebiete: in Siemensstadt und Haselhorst im Bezirk Spandau, im Technologiepark Adlershof und in Oberschöneweide in Treptow-Köpenick sowie entlang der Industriegebiete von Marienfelde. Garagenhöfe und Carport-Anlagen mit leichten Blechdächern finden sich etwa in den Großsiedlungen von Marzahn und Hellersdorf, Bungalows mit Flachdach eher in Kladow oder Rudow. Hinzu kommen Sporthallen, Supermarktdächer und Schulpavillons in allen übrigen Bezirken, etwa in Lichtenberg, Pankow oder Reinickendorf.
Alle 12 Bezirke
- Mitte
- Reinickendorf
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Ortsteile, in denen wir oft unterwegs sind
- Waidmannslust
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- Buch
- Charlottenburg
Flächenanalyse in jedem Bezirk kostenlos und unverbindlich.
Häufige Fragen
Ab wie viel Schnee muss ein Flachdach geräumt werden?
Eine pauschale Schneehöhe gibt es nicht, weil das Gewicht stark von der Schneeart abhängt und jedes Dach eine andere Tragfähigkeit hat. Maßgeblich ist die zulässige Last aus der Statik. Wir messen Höhe und Dichte und vergleichen das Ergebnis mit diesen Angaben. Fehlt die Statik, empfehlen wir bei großen Schneemengen einen Tragwerksplaner hinzuzuziehen.
In welcher Schneelastzone liegt Berlin?
Nach unserem Kenntnisstand ist Berlin nach DIN EN 1991-1-3 mit nationalem Anhang der Schneelastzone 2 zugeordnet. Für Ihr Gebäude zählt jedoch der in der Statik angesetzte Wert, der auch Dachform, Verwehungen und Baujahr berücksichtigt. Ältere Gebäude wurden teils nach früheren Normen bemessen, deshalb lohnt sich ein Blick in die Bauunterlagen.
Kann ich das Dach nicht selbst abschaufeln?
Bei kleinen, ebenerdig erreichbaren Garagendächern ist das mit Teleskopschieber vom Boden aus oft machbar. Auf größeren Dächern raten wir ohne Absturzsicherung, Kenntnis der Lichtkuppeln und passendes Werkzeug davon ab. Stürze von Dächern und Durchbrüche durch Oberlichter gehören zu den schwersten Unfällen im Winter.
Wird der ganze Schnee bis auf die Dachhaut entfernt?
Nein, wir lassen bewusst eine dünne Restschicht stehen. Sie schützt Bitumenbahnen und Kunststofffolien vor Schaufelkanten, die bei Frost leicht Risse verursachen. Statisch fällt diese Restschicht in der Regel kaum ins Gewicht. Dachabläufe und Notüberläufe legen wir dagegen vollständig frei, damit Schmelzwasser abfließen kann.
Was kostet das Räumen eines Dachs?
Feste Beträge nennen wir für Dacharbeiten nicht, weil Zugang, Sicherung und Schneemenge den Aufwand stark bestimmen. Für Garagen, Carports und Vordächer gilt deshalb ebenso „Preis auf Anfrage“ wie für einen Soforteinsatz. Hallen- und große Flachdächer sehen wir uns kostenlos an und legen Ihnen danach ein transparentes Festpreisangebot in Schriftform vor.
Wohin kommt der Schnee vom Dach?
Er wird in eine vorher abgesperrte Zone auf Ihrem Grundstück geworfen oder geschoben, abseits von Eingängen, Stellplätzen und Rettungswegen. Auf öffentlichem Gehweg oder der Fahrbahn darf er nicht liegen bleiben. Reicht der Platz nicht, organisieren wir den Abtransport und weisen die Kosten im Angebot aus.
Räumen Sie auch Satteldächer mit Ziegeln?
Steile Ziegeldächer betreten wir im Winter nicht, weil das Absturzrisiko dort unverhältnismäßig hoch ist. Bei solchen Dächern helfen Schneefanggitter und, wenn nötig, ein Dachdecker. Überhängende Wechten und Eiszapfen an der Traufe über Gehwegen entfernen wir jedoch von unten oder aus Dachfenstern mit Sicherung.