Ja, Fluchtwege und Feuerwehrzufahrten freihalten – mit digitalem Einsatznachweis
Gewöhnlicher Winterdienst fragt: Wo laufen Menschen, wo fahren Autos? Bei Rettungswegen lautet die Frage anders: Welche Flächen müssen im Ernstfall funktionieren, obwohl sie im Alltag kaum jemand benutzt? Eine Feuerwehrzufahrt hinter einer Schule, eine Notausgangstür an der Rückseite einer Lagerhalle oder die Aufstellfläche neben einem Pflegeheim werden oft wochenlang von niemandem betreten. Genau deshalb bleiben sie nach Schneefall gern liegen – und fallen erst auf, wenn es zu spät ist. Dazu kommt, dass Hausmeister nach Schneefall verständlicherweise zuerst Haupteingang und Parkplatz räumen.
Wir behandeln diese Flächen als eigenständigen Leistungsbereich. Grundlage ist der Feuerwehrplan oder Lageplan Ihres Objekts, in dem Zufahrten, Aufstell- und Bewegungsflächen sowie Notausgänge eingezeichnet sind. Unsere geschulten Einsatzkräfte räumen sie in voller Breite, halten Türen im Schwenkbereich frei und kontrollieren, ob Sperrpfosten, Schranken und Hydrantenschilder zugänglich sind. Jede Maßnahme landet in der digitalen Einsatzdokumentation, die Sie bei Begehungen durch Brandschutzbeauftragte oder Versicherer vorlegen können. Welche Pflichten Arbeitgeber auf dem Firmengelände grundsätzlich haben, fasst der Ratgeber Winterdienst auf dem Firmengelände zusammen. Vor Vertragsbeginn sehen wir uns alle Flächen kostenlos an und erstellen ein Festpreisangebot ohne versteckte Zuschläge, in dem jede Rettungsfläche einzeln mit Lage und Größe benannt ist.
Rettungswege, Notausgänge, Aufstellflächen: unser Leistungsumfang
Flächen für Flucht und Rettung unterscheiden sich stark in Größe und Funktion. Die folgende Übersicht zeigt, welche Bereiche wir betreuen und welches Ziel jeweils im Vordergrund steht.
| Fläche | Winterleistung | Zweck im Ernstfall |
|---|---|---|
| Feuerwehrzufahrt und Durchfahrt | Räumen in markierter Breite, abstumpfend streuen | Löschfahrzeuge erreichen das Gebäude ohne Steckenbleiben |
| Aufstellfläche für Hubrettungsfahrzeuge | Vollflächig räumen, keine Schneeablage | Drehleiter kann abgestützt werden |
| Bewegungsfläche | Räumen, Eisplatten entfernen | Platz für Geräte, Schläuche und Mannschaft |
| Notausgangstür außen | Schwenkbereich und Schwelle freilegen | Tür öffnet nach außen ohne Widerstand |
| Fluchtweg bis Sammelstelle | Durchgehend räumen und streuen | Sichere Evakuierung ins Freie |
| Hydranten und Hinweisschilder | Unterflurdeckel und Schilder freihalten | Löschwasser schnell auffindbar |
| Sperrpfosten, Schranken, Feuerwehrschließung | Auf Festfrieren prüfen, Umfeld räumen | Absperrung lässt sich sofort öffnen |
| Zugang zu Schlüsseldepot und Bedienfeld | Weg und Standfläche sichern | Einsatzkräfte gelangen schnell ins Gebäude |
Außentreppen, die zugleich als Notausgang dienen, sind Teil dieses Leistungsbereichs. Alltägliche Hauseingänge mit Stufen betreut dagegen unser Dienst für Treppen und Eingänge.
Schulen, Kliniken, Lagerhallen: wo Rettungsflächen kritisch sind
Grundsätzlich hat fast jedes größere Gebäude Flächen für die Feuerwehr oder Notausgänge ins Freie. Besonders kritisch sind sie dort, wo viele Menschen gleichzeitig evakuiert werden müssen oder wo Personen sich nicht selbst retten können.
- Schulen und Kitas: Mehrere Notausgänge pro Gebäude, Sammelstellen auf dem Schulhof, Feuerwehrzufahrt oft über den Sportplatz.
- Kliniken und Pflegeheime: Bettlägerige Bewohner müssen im Ernstfall liegend evakuiert werden, Rettungswege brauchen daher volle Breite.
- Hotels und Versammlungsstätten: Ortsunkundige Gäste, die sich auf Fluchtwegbeschilderung verlassen.
- Lager- und Produktionshallen: Notausgänge an Gebäuderückseiten, die im Alltag nie genutzt werden.
- Bürohäuser und Einkaufszentren: Feuerwehrzufahrten, die mit Lieferzonen oder Parkplätzen konkurrieren.
- Wohnanlagen mit Innenhof: Berliner Durchfahrten und Hofzufahrten, über die die Feuerwehr Hinterhäuser erreicht.
In vielen Gründerzeitblöcken führt der einzige Weg für Löschfahrzeuge durch eine schmale Tordurchfahrt in den Hof. Liegen dort Schneewälle oder parken Fahrzeuge auf der geräumten Fläche, ist das Hinterhaus im Ernstfall nur noch zu Fuß erreichbar. Wir räumen solche Durchfahrten so, dass die volle Breite erhalten bleibt, und melden dauerhaft zugeparkte Flächen an die Verwaltung. Abschleppen oder Verwarnungen veranlassen wir nicht selbst; das bleibt Sache des Eigentümers, der dafür aber mit unseren Fotos eine belastbare Grundlage erhält.
- 1AnfrageFormular, Telefon oder E-Mail – mit Adresse und Flächenart
- 2Flächenanalysekostenlos vor Ort · 24/7, auch nachts und am Wochenende
- 3Festpreisab 0,80 € pro m² und Saison – ohne versteckte Zuschläge
- 4Einsatzim Festpreisangebot vereinbart · Saisonvertrag November bis März
Was passiert, wenn Rettungsflächen zugeschneit sind
Im Alltag fällt ein verschneiter Notausgang niemandem auf. Erst ein Feueralarm, eine Räumungsübung oder ein Rettungsdiensteinsatz zeigt, welche Folgen er hat.
Blockierte Notausgangstüren
Notausgangstüren schlagen in Fluchtrichtung auf, also nach außen. Schon 20 Zentimeter verdichteter Schnee oder eine Eisschicht an der Schwelle können verhindern, dass sich der Flügel weit genug öffnet. Menschen, die im Gedränge von innen drücken, kommen nicht hinaus.
Unbrauchbare Aufstellflächen
Eine Drehleiter muss ihre Stützen auf festem, ebenem Grund ausfahren. Liegt auf der Aufstellfläche ein Schneehaufen oder eine dicke Eisplatte, kann sie nicht in Position gehen. Die Rettung aus oberen Geschossen verzögert sich.
Verdeckte Hydranten und festgefrorene Absperrungen
Unterflurhydranten liegen unter einem Deckel im Boden und werden über Hinweisschilder gefunden. Sind Schild und Deckel zugeschneit, sucht die Mannschaft wertvolle Minuten. Ähnliches gilt für Klapp- oder Steckpfosten, die festfrieren und sich nicht mehr umlegen lassen.
- Gefährdung von Menschenleben im Ernstfall
- Beanstandungen bei Brandschutzbegehungen
- Mögliche Haftungs- und Versicherungsfragen nach einem Schaden
Betreiberpflichten nach Bauordnung und Arbeitsstättenrecht
Für Rettungsflächen gibt es mehrere Regelwerke, die nebeneinander gelten. Die folgenden Hinweise geben den Stand Oktober 2026 wieder und ersetzen keine Rechtsberatung; konkrete Anforderungen ergeben sich aus Baugenehmigung, Brandschutzkonzept und Auflagen für Ihr Objekt.
- Bauordnung für Berlin: Zu- und Durchfahrten sowie Aufstell- und Bewegungsflächen für die Feuerwehr sind nach aktuellem Stand ständig freizuhalten. Das gilt ausdrücklich auch im Winter.
- Arbeitsstättenrecht: Arbeitgeber müssen Fluchtwege und Notausgänge so gestalten und erhalten, dass sie jederzeit sicher benutzbar sind. Die Technische Regel ASR A2.3 konkretisiert das, auch für den Weg vom Notausgang bis zu einem sicheren Bereich im Freien.
- Brandschutzordnung: Viele Betriebe haben eine Brandschutzordnung mit festgelegten Sammelstellen. Der Weg dorthin gehört zum Fluchtweg.
- Verkehrssicherungspflicht: Unabhängig vom Brandschutz haftet der Eigentümer zivilrechtlich, wenn jemand auf einer ungesicherten Fläche stürzt.
Die Pflichten lassen sich an einen Dienstleister übertragen. Der Betreiber bleibt aber verantwortlich, ihn sorgfältig auszuwählen und die Ausführung zu kontrollieren. Klären Sie die Abläufe deshalb mit Ihrem Brandschutzbeauftragten ab und lassen Sie Haftungsfragen im Einzelfall rechtlich prüfen.
Maße nach DIN 14090 als Grundlage für die Räumbreite
Die DIN 14090 beschreibt Flächen für die Feuerwehr auf Grundstücken. Welche Werte für Ihr Gebäude gelten, legt das Brandschutzkonzept oder die Baugenehmigung fest. Als Orientierung dienen folgende üblichen Größen:
| Fläche | Typische Mindestmaße | Bedeutung für den Winterdienst |
|---|---|---|
| Zufahrt, gerade | 3,00 m lichte Breite, 3,50 m lichte Höhe | Ganze Breite räumen, keine Schneewälle am Rand |
| Aufstellfläche Hubrettungsfahrzeug | mindestens 3,50 m breit, Länge nach Konzept | Vollflächig frei, Stützen brauchen festen Grund |
| Bewegungsfläche | häufig 7 × 12 m | Keine Schneeablage, kein Eis |
| Kurven | Aufweitung je nach Radius | Innenkurve besonders sorgfältig räumen |
Die Flächen sind in der Regel mit Schildern oder Markierungen gekennzeichnet. Unter Schnee verschwinden Markierungen jedoch, und ohne Plan ist kaum zu erkennen, wo die Aufstellfläche endet. Wir übertragen die Maße deshalb vor Saisonbeginn in unseren Einsatzplan und markieren bei Bedarf Ränder mit Schneestangen, damit auch nach starkem Schneefall klar bleibt, welche Fläche frei bleiben muss.
Auch die Höhe ist relevant: Hohe Schneeberge an der Seite einer Durchfahrt verengen sie nicht nur unten, sondern behindern ausfahrende Abstützungen und Drehleitern.
Ihre Vorteile: Fluchtwege und Feuerwehrzufahrten freihalten mit RAT
Rettungsflächen müssen in dem Moment funktionieren, in dem niemand damit rechnet. Diese Punkte sorgen dafür, dass sie es auch im Winter tun.
- 01Planbasis
Einsatz nach Ihrem Feuerwehrplan
Wir arbeiten mit den Flächen, die in Feuerwehr- oder Lageplan eingezeichnet sind. Jede Einsatzkraft weiß dadurch, wo Zufahrt, Aufstellfläche und Notausgänge liegen, auch wenn Markierungen unter Schnee verschwunden sind.
- 02Notausgang
Türen öffnen frei nach außen
Schwenkbereich und Schwelle jeder Notausgangstür werden geräumt und von Eis befreit. Im Ernstfall öffnet der Flügel vollständig, und Menschen gelangen ohne Stau ins Freie, auch wenn sie im Gedränge mit voller Kraft gegen die Tür drücken.
- 03Aufstellfläche
Fester Grund für die Drehleiter
Aufstell- und Bewegungsflächen werden vollflächig geräumt, ohne Schneeablage am Rand. Hubrettungsfahrzeuge können ihre Stützen ausfahren und sofort mit der Rettung beginnen. Eisplatten auf der Fläche lösen wir vollständig, damit die Teller nicht abrutschen.
- 04Absperrungen
Pfosten und Schranken bleiben gängig
Wir prüfen Klapp- und Steckpfosten sowie Schranken auf Festfrieren und räumen ihr Umfeld. Die Feuerwehr kann Absperrungen mit ihrem Schlüssel sofort öffnen, statt sie mühsam freizuschlagen und dabei wertvolle Zeit zu verlieren.
- 05Hydranten
Löschwasser schnell auffindbar
Unterflurdeckel und Hinweisschilder von Hydranten werden freigehalten. So finden Einsatzkräfte die Wasserentnahmestelle ohne Suchen, auch nachts und bei geschlossener Schneedecke. Fehlende oder beschädigte Schilder melden wir der Verwaltung, damit sie ersetzt werden.
- 06Nachweis
Protokoll für Begehungen und Versicherer
Jeder Einsatz an Rettungsflächen wird digital mit Uhrzeit und Tätigkeit festgehalten. Bei Brandschutzbegehungen oder Rückfragen von Versicherern belegen Sie damit lückenlos, dass die Flächen frei waren, und erfüllen zugleich Ihre Pflicht zur Kontrolle des Dienstleisters.
- 07Dauerbereitschaft
Auch nachts und an Feiertagen
Kliniken, Pflegeheime und Hotels brauchen Rettungswege rund um die Uhr. Bei plötzlicher Glätte steht zusätzlich unser Winterdienst-Notdienst bereit, der auch außerhalb fester Tourzeiten ausrückt und Rettungsflächen vorrangig behandelt.
- 08Ablageplanung
Schnee landet nie auf Rettungsflächen
Vor Saisonbeginn legen wir Ablageflächen fest, die keine Zufahrt, keinen Notausgang und keinen Hydranten verdecken. Wird der Platz nach mehreren Schneefällen knapp, organisieren wir den Abtransport, bevor Haufen in Zufahrten wachsen.
- 09Brandschutz
Abstimmung mit Ihrem Brandschutzbeauftragten
Wir sprechen Prioritäten, Sammelstellen und Besonderheiten direkt mit den Verantwortlichen im Haus ab. Änderungen am Flucht- und Rettungsplan fließen ohne Verzögerung in unseren Einsatzplan ein, etwa wenn ein Notausgang verlegt oder eine Sammelstelle geändert wird.
- 10Festpreis
Kalkulation nach Flächen und Metern
Große Feuerwehrflächen rechnen wir nach Quadratmetern, Fluchtwege nach laufenden Metern. Nach der kostenfreien Begehung erhalten Sie einen Festpreis ohne versteckte Zuschläge für die ganze Saison, der alle Rettungsflächen Ihres Objekts einschließt.
Warum Betreiber von Schulen, Kliniken und Hallen in Berlin auf RAT Winterdienst setzen
Bei Rettungsflächen zählt nicht, wie sauber der Hof aussieht, sondern ob jede Tür und jede Zufahrt im Ernstfall funktioniert. Daran messen uns unsere Auftraggeber.
Verständnis für Brandschutzlogik
Unsere geschulten Einsatzkräfte wissen, warum eine Aufstellfläche frei bleiben muss und weshalb Schnee nicht vor einer nach außen öffnenden Tür liegen darf. Sie arbeiten nicht nach Gefühl, sondern nach einem Plan, der die Funktion jeder Fläche im Ernstfall berücksichtigt.
Reihenfolge nach Dringlichkeit
Nach Schneefall sichern wir zuerst Notausgänge und Zufahrten, danach Aufstellflächen, Hydranten und Sammelstellen. Diese Priorisierung ist im Einsatzplan festgelegt und wird bei jedem Einsatz eingehalten, damit die lebenswichtigen Flächen als Erstes frei sind. Erst danach folgen Parkplätze und allgemeine Wege.
Absicherung über die DEVK
Unsere Betriebshaftpflicht bei der DEVK deckt Personen- und Sachschäden bis 3.000.000 € pauschal sowie Vermögensschäden bis 500.000 €. Für Betreiber, die ihre Pflichten an Rettungsflächen übertragen, ist diese Absicherung ein wichtiger Teil der sorgfältigen Auswahl.
Planbare Touren in ganz Berlin
Mit GPS-gestützter Routenplanung erreichen wir Objekte in allen Berliner Bezirken in festgelegter Reihenfolge. Träger mit mehreren Schulen oder Einrichtungen erhalten so einheitliche Abläufe und können nachvollziehen, wann welcher Standort gesichert wurde. Abweichungen von der Tour, etwa bei Sondereinsätzen, werden im Protokoll vermerkt.
Kurzer Draht zum Ansprechpartner
Während der Saison haben Sie eine feste Kontaktperson. Melden Sie zugeparkte Zufahrten, defekte Schranken oder eine geplante Räumungsübung, wird die Information direkt an das Team weitergegeben, das Ihr Objekt betreut. Dadurch gehen keine Hinweise zwischen Abteilungen verloren.
| Worauf es ankommt | So setzen wir es um | Ihr Nutzen |
|---|---|---|
| Notausgangstür öffnet vollständig | Schwenkbereich und Schwelle bei jedem Einsatz räumen | Evakuierung ohne Stau an der Tür |
| Zufahrt in voller Breite befahrbar | Räumen nach Plan, keine Schneewälle am Rand | Löschfahrzeuge erreichen das Gebäude |
| Freie Aufstellfläche für die Drehleiter | Vollflächig räumen, Ränder mit Stangen markieren | Rettung aus oberen Geschossen möglich |
| Schnell auffindbare Hydranten | Deckel und Hinweisschilder schneefrei halten | Kein Zeitverlust bei der Wasserversorgung |
| Belegbare Erfüllung der Pflichten | Digitales Protokoll jedes Einsatzes | Sicherheit bei Begehung und Versicherungsfall |
Notausgang bis Sammelstelle: der Weg ins Freie
Ein Fluchtweg endet nicht an der Tür. Hinter dem Notausgang muss ein sicherer Weg bis zu einem Bereich führen, in dem sich Menschen ohne Gefahr aufhalten können. Bei vielen Objekten ist das ein Sammelplatz auf dem Hof oder an der Straße.
Unsere Teams räumen deshalb den gesamten Verlauf: Schwenkbereich der Tür, Podest oder Schwelle, anschließende Stufen oder Rampen und den Weg bis zur Sammelstelle. Besondere Aufmerksamkeit gilt Stahltreppen an Fassaden, die als zweiter Rettungsweg dienen. Ihre Gitterroststufen vereisen schnell, Schnee lässt sich dort nur mechanisch entfernen.
- Türschwelle und Laibung von Eis befreien, damit der Flügel vollständig öffnet.
- Fluchtwegschilder und Sicherheitsleuchten an der Fassade von Schnee freihalten.
- Sammelplatzschild sichtbar halten und den Platz selbst räumen.
- Prüfen, ob abgestellte Gegenstände wie Paletten oder Mülltonnen den Weg verengen.
Auf Flachdächern liegende Rauchabzugsöffnungen gehören nicht zum Bodenbereich; schwere Schneelasten auf Lichtkuppeln entfernt die Dachräumung mit eigener Absturzsicherung.
Wohin mit dem Schnee, wenn jede Fläche frei bleiben muss?
Auf einem gewöhnlichen Hof schiebt man den Schnee an den Rand. Bei Rettungsflächen ist genau das oft unzulässig, denn der Rand gehört zur Zufahrt oder Aufstellfläche. Die Frage nach der Ablage entscheidet daher über den Erfolg des Einsatzes.
Bei der Begehung legen wir gemeinsam Ablageflächen fest, die außerhalb aller Rettungsflächen liegen und keine Notausgänge, Hydranten oder Schächte verdecken. Geeignet sind etwa Grünflächen ohne Leitungen oder ungenutzte Stellplätze. Was rechtlich und praktisch zulässig ist, erklärt der Ratgeber Wohin mit dem Schnee?.
Reicht der Platz nach mehreren Schneefällen nicht mehr, muss Schnee vom Gelände. Diesen Schritt übernimmt der Schneeabtransport, den wir bei Bedarf kurzfristig ergänzen. Hilfreich ist ein vorab erstellter Plan, der alle Flächen nach Priorität ordnet. Wie man ihn aufbaut, zeigt der Beitrag Räumflächenplan erstellen.
- Notausgänge und Schwenkbereiche
- Feuerwehrzufahrt und Durchfahrt
- Aufstell- und Bewegungsflächen
- Hydranten, Schilder, Absperrungen
- Weg zur Sammelstelle
Kosten für Rettungsflächen mit Rechenbeispiel
Feuerwehrflächen sind meist groß und werden daher als gewerbliche Fläche nach Quadratmetern und Saison abgerechnet. Fluchtwege und Wege zur Sammelstelle kalkulieren wir in laufenden Metern. Aufwand entsteht durch Handarbeit an Türen, Treppen und Hydranten sowie durch fehlende Ablageflächen.
| Leistung | Richtwert netto | Abrechnung |
|---|---|---|
| Feuerwehrzufahrt, Aufstell- und Bewegungsflächen | 0,80–1,50 € | pro m² und Saison |
| Fluchtwege und Wege zur Sammelstelle | 1,80–3,00 € | pro lfm und Monat |
| Einzeleinsatz kleiner Notausgang | 25–45 € | pro Einsatz |
| Notfall- und Soforteinsatz | ab 50 € pauschal | zzgl. Fläche |
| Streumaterial | Pauschale oder Verbrauch | nach Mittel |
Rechenbeispiel Schule in Lichtenberg
Eine Schule hat eine Feuerwehrzufahrt von 60 Metern Länge und 3,50 Metern Breite (210 m²) sowie eine Bewegungsfläche von 7 × 12 Metern (84 m²). Zusammen sind das 294 m². Bei 1,30 € pro m² und Saison ergeben sich 382,20 €. Hinzu kommen 40 laufende Meter Fluchtweg von drei Notausgängen zum Sammelplatz, kalkuliert mit 2,40 €: 40 lfm × 2,40 € × 5 Monate = 480 €. Gesamt: 862,20 € netto pro Saison, zuzüglich Streumaterial. Weitere Richtwerte finden Sie auf der Preisübersicht.
Ablauf: von der Planeinsicht bis zum ersten Einsatz
Rettungsflächen lassen sich nur dann zuverlässig betreuen, wenn sie vorab genau bekannt sind. Deshalb beginnt jede Beauftragung mit einem Blick in Ihre Unterlagen.
- Anfrage: Sie nennen Objekt, Nutzung und Ansprechpartner für den Brandschutz, gern über unser Angebotsformular.
- Planeinsicht: Wir sichten Feuerwehrplan, Flucht- und Rettungsplan oder Lageplan.
- Begehung: Gemeinsam gehen wir Zufahrten, Aufstellflächen, Notausgänge, Hydranten und Sammelstellen ab. Die Flächenanalyse ist kostenfrei.
- Einsatzplan: Flächen werden priorisiert, Ablageflächen festgelegt, Ränder bei Bedarf markiert.
- Festpreisangebot: Sie erhalten einen Preis mit genauer Flächenbeschreibung.
- Einsatz: Räumen in festgelegter Reihenfolge, Streuen, Kontrolle von Türen, Pfosten und Schildern.
- Nachweis: Jeder Einsatz wird digital mit Uhrzeit und Tätigkeit dokumentiert und steht für Begehungen bereit.
Checkliste für Brandschutzbeauftragte und Betreiber
Viele Probleme lassen sich bereits im Herbst ausräumen. Die folgende Liste eignet sich als Grundlage für ein Gespräch zwischen Betreiber, Brandschutzbeauftragtem und Winterdienst.
- Feuerwehrplan aktuell und dem Winterdienst übergeben?
- Alle Notausgänge mit Öffnungsrichtung erfasst?
- Ablageflächen für Schnee außerhalb der Rettungsflächen festgelegt?
- Sperrpfosten und Schranken auf Gängigkeit geprüft?
- Hydrantenschilder vorhanden und gut sichtbar?
- Parkverbote auf Feuerwehrflächen durchgesetzt?
- Zuständigkeit für Wochenenden und Ferienzeiten geregelt?
- Schnee von Parkplätzen auf die Feuerwehrzufahrt geschoben
- Nur der Haupteingang geräumt, Notausgänge vergessen
- Räumungsübung im Winter ohne vorherigen Räumgang
Werkzeug und Streugut an Türen, Rosten und Hydranten
Rettungsflächen verlangen eine Mischung aus Maschine und Handarbeit. Lange Zufahrten und große Aufstellflächen räumen wir mit Räumfahrzeug oder Schneefräse, je nach Breite und Belag. Auf Gehwegen, die zugleich als Fluchtweg dienen, setzen wir nur Fahrzeuge ein, die nach der StVO dort fahren dürfen, also in der Regel bis 2,8 Tonnen zulässiges Gesamtgewicht.
An Türen, Schwellen, Pfosten und Hydrantendeckeln kommt dagegen Handwerkzeug zum Einsatz: schmale Schieber, Eiskratzer, Besen. Eis an der Türschwelle lösen wir vorsichtig, um Dichtungen und Bodenschienen nicht zu beschädigen. Festgefrorene Pfosten werden mechanisch gelöst, ohne Schließzylinder zu verletzen.
- Streugut auf Zufahrten: Splitt oder Granulat, abstumpfend und umweltschonend.
- An Notausgangstüren: feines Material, das sich nicht in Türschienen festsetzt.
- Auf Gitterroststufen: vor allem mechanische Räumung, weil Streugut durchfällt.
Für die eigenen Beschäftigten, die Notausgänge im Alltag kontrollieren, gelten Regeln zu Schutzausrüstung und Gefährdungsbeurteilung, die der Ratgeber zum Arbeitsschutz im Winterdienst erläutert.
Rettungswege von Friedrichshain-Kreuzberg bis Spandau
In Kreuzberg und im Wedding führen Feuerwehrzufahrten oft durch enge Tordurchfahrten in Gewerbehöfe, die nach Schneefall schnell zugeparkt oder zugeschoben sind. In Siemensstadt und Marienfelde haben Produktions- und Lagerhallen Notausgänge an Rückseiten, die im Alltag kaum jemand sieht. Schulen in Lichtenberg brauchen freie Sammelplätze vor Unterrichtsbeginn. Kliniken in Steglitz und Hotels in Mitte benötigen Aufstellflächen, die rund um die Uhr nutzbar bleiben. In Adlershof sichern wir Zufahrten zu Laborgebäuden, in denen Gefahrstoffe lagern und die Feuerwehr besonders schnell am Objekt sein muss.
Alle 12 Bezirke
- Neukölln
- Mitte
- Reinickendorf
- Marzahn-Hellersdorf
- Spandau
- Charlottenburg-Wilmersdorf
- Pankow
- Friedrichshain-Kreuzberg
- Steglitz-Zehlendorf
- Tempelhof-Schöneberg
- Lichtenberg
- Treptow-Köpenick
Ortsteile, in denen wir oft unterwegs sind
- Rosenthal
- Tiergarten
- Siemensstadt
- Wilhelmstadt
- Altglienicke
- Biesdorf
- Hellersdorf
- Britz
- Gropiusstadt
- Baumschulenweg
- Blankenfelde
- Falkenhagener Feld
- Frohnau
- Wedding
Flächenanalyse in jedem Bezirk kostenlos und unverbindlich.
Häufige Fragen
Müssen Feuerwehrzufahrten auch im Winter frei sein?
Ja. Nach der Bauordnung für Berlin sind Zu- und Durchfahrten sowie Aufstell- und Bewegungsflächen für die Feuerwehr nach aktuellem Stand ständig freizuhalten. Eine Ausnahme für Schnee gibt es nicht. Der Betreiber muss also sicherstellen, dass die Flächen auch nach Schneefall nutzbar sind. Konkrete Anforderungen ergeben sich aus Baugenehmigung und Brandschutzkonzept.
Darf Schnee am Rand der Feuerwehrzufahrt abgelegt werden?
Nur dort, wo der Rand nicht mehr zur vorgeschriebenen Breite gehört und keine Aufstell- oder Bewegungsfläche, keinen Hydranten und keinen Notausgang verdeckt. Häufig ist das nicht der Fall. Wir legen deshalb vor Saisonbeginn geeignete Ablageflächen fest und organisieren bei Platzmangel den Abtransport.
Wer ist für freie Notausgänge im Winter verantwortlich?
In Arbeitsstätten ist es der Arbeitgeber, in Gebäuden allgemein der Betreiber oder Eigentümer. Die Aufgabe kann an eine Fachfirma übertragen werden, die Verantwortung für Auswahl und Kontrolle bleibt aber beim Auftraggeber. Unsere digitalen Protokolle unterstützen Sie dabei. Im Einzelfall sollten Sie die Verteilung rechtlich prüfen lassen.
Was ist die DIN 14090?
Die DIN 14090 regelt Flächen für die Feuerwehr auf Grundstücken, also Zufahrten, Durchfahrten, Aufstell- und Bewegungsflächen. Sie nennt unter anderem Mindestbreiten, Höhen und Kurvenradien. Welche Werte für Ihr Gebäude gelten, legt das Brandschutzkonzept fest. Wir nutzen diese Maße als Grundlage für die Räumbreite.
Was kostet der Winterdienst für Rettungsflächen?
Feuerwehrflächen rechnen wir mit 0,80 bis 1,50 € pro m² und Saison, Fluchtwege mit 1,80 bis 3,00 € pro laufendem Meter und Monat netto. Für eine Schule mit 294 m² Feuerwehrfläche und 40 Metern Fluchtweg ergaben sich im Beispiel 862,20 € pro Saison. Das verbindliche Angebot folgt nach kostenfreier Begehung.
Werden auch Hydranten freigehalten?
Ja, sofern sie auf dem betreuten Gelände liegen. Wir halten Unterflurdeckel und Hinweisschilder schneefrei, damit die Feuerwehr Löschwasser ohne Suchen entnehmen kann. Hydranten im öffentlichen Straßenraum gehören nicht automatisch dazu; ob sie einbezogen werden, klären wir bei der Begehung gemeinsam mit Ihnen.
Was passiert bei einer Räumungsübung im Winter?
Melden Sie geplante Übungen Ihrem Ansprechpartner. Wir legen dann vorab einen zusätzlichen Kontrollgang, damit alle Notausgänge, Wege und Sammelstellen frei sind. So zeigt die Übung, wie die Evakuierung tatsächlich funktioniert, und wird nicht durch Schneehaufen vor einer Tür verfälscht. Das Ergebnis dokumentieren wir im Einsatzprotokoll.