Ja, maschinelle Schneeräumung für Großflächen – mit GPS-geplanten Touren
Ab einigen hundert Quadratmetern wird Schnee zur logistischen Aufgabe. Ein Kundenparkplatz, ein Speditionshof oder die Wege einer großen Wohnanlage müssen in einem engen Zeitfenster frei sein, oft zwischen dem Ende des Schneefalls in der Nacht und dem ersten Betrieb am Morgen. Mit Schieber und Besen ist das nicht zu schaffen, schon gar nicht nach zwanzig Zentimetern Neuschnee; Fahrzeuge mit Räumschild, Schaufel, Kehrwalze oder Fräse erledigen dieselbe Arbeit in einem Bruchteil der Zeit.
RAT Winterdienst plant die maschinelle Schneeräumung objektbezogen. Bei einer kostenlosen Besichtigung erfassen wir Belag, Tragfähigkeit, Hindernisse und mögliche Ablageplätze, wählen das passende Gerät und legen die Reihenfolge der Teilflächen fest. Auf öffentlichen Gehwegen kommen nur leichte Fahrzeuge zum Einsatz, die nach § 35 Abs. 6 StVO zulässig sind. Schwere Technik bleibt auf privaten Flächen, die das Gewicht tragen. So entsteht für jedes Gelände ein Einsatzkonzept, das Tempo und Schonung der Anlage verbindet.
Diese Seite konzentriert sich auf Großflächen und auf die eingesetzte Technik. Einen Überblick über Turnus, Fristen und Räumbreiten finden Sie auf unserer Seite zur Schneeräumung in Berlin. Für jede Tour gilt: Geschulte Fahrerinnen und Fahrer arbeiten nach GPS-gestützter Routenplanung, und jeder Einsatz wird digital protokolliert.
Welche Flächen nach Räumtechnik verlangen
Ab einer gewissen Größe stößt Handarbeit an Grenzen: Ein Kundenparkplatz mit 3.000 m² ließe sich mit Schiebern zwar freibekommen, aber nicht in dem engen Zeitfenster zwischen Schneefallende und Ladenöffnung. Fahrzeuge schaffen in derselben Zeit ein Vielfaches und hinterlassen ein gleichmäßiges Räumbild.
Typische Einsatzorte sind Stellplatzanlagen von Supermärkten und Baumärkten, Werk- und Logistikhöfe, Privatstraßen in Wohnsiedlungen, die breiten Wegeachsen großer Wohnanlagen sowie Betriebsgelände von Kliniken oder Verwaltungen. Wie wir Stellflächen speziell organisieren, zeigt die Seite zur Parkplatzräumung.
Leistungsübersicht: Gerät und Einsatzbereich
| Gerät | Arbeitsweise | Geeignet für | Grenzen |
|---|---|---|---|
| Kompakttraktor mit Räumschild | schiebt Schnee in Bahnen zur Seite oder zu einem Sammelpunkt | Fahrgassen, Privatstraßen, breite Wege | braucht Platz zum Ablegen der Massen |
| Radlader mit Schaufel | nimmt große Mengen auf und setzt sie gezielt ab | Logistikhöfe, Parkplätze mit hohen Schneehaufen | zu schwer für die meisten Gehwege |
| Kehrmaschine bzw. Kehrwalze | fegt Pulverschnee rückstandsarm bis auf den Belag | Pflasterflächen, Wege in Wohnanlagen, Vorplätze | bei nassem, schwerem Schnee weniger wirksam |
| Schneefräse | zieht hohe Schneedecken ein und wirft sie seitlich aus | lange Wege nach starkem Schneefall | Auswurfrichtung muss frei von Autos und Fenstern sein |
Welche Kombination für Ihr Gelände sinnvoll ist, legen wir nach der Besichtigung fest. Häufig fährt ein Fahrzeug die großen Flächen ab, während eine zweite Kraft Randbereiche mit dem Schieber nacharbeitet.
Fahrzeuge und Anbaugeräte im Detail
Kompakttraktor mit Räumschild
Der wendige Allrounder für mittelgroße Flächen. Ein schwenkbares Schild legt den Schnee wahlweise links oder rechts ab, sodass Fahrgassen in einem Zug frei werden. Gummi- oder Polyurethanleisten an der Unterkante schonen Pflaster und Markierungen.
Radlader
Sobald sich Schnee nicht mehr nur verschieben, sondern stapeln oder verladen lässt, kommt die Schaufel ins Spiel. Mit ihr entstehen kompakte Haufen an vorher festgelegten Ecken, statt dass breite Wälle wertvolle Stellplätze blockieren.
Kehrmaschine und Kehrwalze
Bei bis zu etwa fünf Zentimetern lockerem Neuschnee arbeitet die rotierende Bürste am saubersten. Sie erreicht auch Fugen im Verbundpflaster und hinterlässt kaum Restschnee, der später festfrieren könnte.
Schneefräse
Nach kräftigem Schneefall räumt eine Fräse hohe Decken, ohne dass sich vor dem Gerät ein Wall aufbaut. Den Auswurf richten wir auf Grünflächen oder Ablageplätze, niemals auf geparkte Fahrzeuge oder Fassaden.
Wo die einzelnen Verfahren ihre Stärken und Schwächen haben, zeigt der Ratgeber Schneeschild, Kehrwalze, Fräse: Räumtechniken im Vergleich.
- 1AnfrageFormular, Telefon oder E-Mail – mit Adresse und Flächenart
- 2Flächenanalysekostenlos vor Ort · vor Öffnung oder Schichtbeginn
- 3Festpreisab 0,80 € pro m² und Saison – ohne versteckte Zuschläge
- 4Einsatz24/7-Bereitschaft bei Schneefall · bei geschlossener Schneedecke, wiederholt
Gewichtsgrenzen für Räumfahrzeuge auf Gehwegen
Öffentliche Gehwege sind nicht für schwere Maschinen gebaut. Unter den Platten verlaufen Strom-, Telefon- und Wasserleitungen, und viele Berliner Bürgersteige bestehen aus Granitplatten mit Mosaikstreifen, die unter Last brechen. Die Straßenverkehrs-Ordnung zieht deshalb eine klare Linie.
- Fahrzeuge für den Winterdienst dürfen Gehwege befahren, wenn ihr zulässiges Gesamtgewicht 2,8 t nicht übersteigt
- Bis 3,5 t sind zulässig, sofern der Reifendruck höchstens 3 bar beträgt
- Voraussetzung ist stets, dass weder Belag noch Leitungen Schaden nehmen
Für unsere Planung heißt das: Auf öffentlichem Straßenland setzen wir ausschließlich leichte Kompaktgeräte ein. Radlader und größere Traktoren bleiben auf privaten Flächen mit tragfähigem Untergrund, etwa auf Asphaltparkplätzen oder befestigten Betriebshöfen. Bei Hofeinfahrten über den Gehweg prüfen wir vorab, ob die Bordsteinabsenkung das Gewicht verträgt. Auch Tiefgaragendecken und Feuerwehraufstellflächen auf Innenhöfen haben Lastgrenzen, die wir uns vor dem ersten Einsatz vom Eigentümer bestätigen lassen.
Eine Übersicht, welche Fahrzeuge wo fahren dürfen, liefert der Beitrag Räumfahrzeuge auf Gehwegen: Was erlaubt die StVO?. Rechtliche Einzelfragen, etwa zu Sondergenehmigungen, sollten Sie im Zweifel fachkundig prüfen lassen.
Für welche Auftraggeber sich Fahrzeuge rechnen
Der Maschineneinsatz lohnt sich überall dort, wo zusammenhängende Flächen in kurzer Zeit nutzbar sein müssen. In Berlin betrifft das vor allem diese Kundengruppen:
- Einzelhandel: Supermärkte, Discounter und Fachmärkte mit eigenem Kundenparkplatz, der zur Öffnung frei sein muss.
- Industrie und Logistik: Höfe, Rangierflächen und Zufahrten zu Toren, auf denen ab dem frühen Morgen Lkw verkehren.
- Wohnungsunternehmen: große Anlagen mit langen Wegen, wie sie in Marzahn, Hellersdorf oder Neu-Hohenschönhausen typisch sind.
- Kliniken und Pflegeeinrichtungen: Liegendanfahrten, Besucherparkplätze und Wege zwischen mehreren Gebäuden.
- Öffentliche Auftraggeber: Schulhöfe, Sportanlagen und Verwaltungsstandorte mit weitläufigem Außenbereich.
Besonders bei Gewerbebetrieben mit Schichtbeginn vor sechs Uhr entscheidet das Fahrzeug über die Pünktlichkeit. Hinzu kommt der Verkehr während des Räumens: Auf einem Logistikhof rangieren oft schon die ersten Sattelzüge, während das Fahrzeug noch arbeitet. Wir stimmen deshalb mit der Disposition ab, welche Tore zuerst frei sein müssen und wo das Räumgerät wartet, bis eine Einfahrt passiert ist. Wie wir Lieferverkehr, Torzufahrten und Ladebereiche einbinden, beschreibt unser Winterdienst für Industrie und Logistik.
Vorteile gegenüber reiner Handarbeit
Ein Fahrzeug ersetzt keine Räumkraft, es verschiebt ihren Einsatz dorthin, wo er wirklich nötig ist. Auf großen Arealen ergeben sich daraus handfeste Vorteile:
- Kurze Räumzeiten, auch wenn der Schnee erst gegen fünf Uhr aufhört
- Gleichmäßige Bahnen ohne liegengebliebene Inseln zwischen den Stellreihen
- Gezielte Ablage an definierten Sammelpunkten statt verstreuter Haufen
- Weniger körperliche Belastung für das Team und damit konstante Arbeitsqualität
- Bessere Planbarkeit, weil Flächenleistung und Dauer bekannt sind
Trotzdem bleibt Handarbeit Teil jedes Einsatzes. Treppen, Eingangspodeste, Bereiche zwischen Fahrradbügeln oder die Ecke hinter dem Einkaufswagenunterstand erreicht kein Schild. Diese Restflächen übernimmt die Handräumung mit Schieber und Besen, die wir parallel zum Fahrzeug einplanen.
Ihre Vorteile bei maschineller Schneeräumung durch RAT Winterdienst
Technik allein räumt noch keinen Parkplatz, entscheidend ist ihr planvoller Einsatz. Diese zehn Punkte machen den Unterschied auf Ihrer Fläche.
- 01Zeitfenster
Frei vor Öffnung und Schichtbeginn
Fahrzeuge schaffen große Areale in dem kurzen Zeitraum zwischen nächtlichem Schneefallende und erstem Betrieb. Kundschaft, Belegschaft und Lieferverkehr treffen am Morgen auf befahrbare Gassen und freie Stellplätze. Verspätete Lieferungen oder leere Parkplätze wegen Schnee gehören damit der Vergangenheit an.
- 02Gerätewahl
Technik passend zu Schnee und Belag
Kehrwalze für lockeren Neuschnee, Räumschild für nasse Massen, Fräse für hohe Decken: Wir wählen das Gerät nach Belag und Wetterlage, damit Pflaster, Markierungen und Kanten unversehrt bleiben. Die Auswahl dokumentieren wir im Angebot, sodass Sie sie nachvollziehen können.
- 03Gewichtsgrenze
Leichte Fahrzeuge auf Gehwegen
Auf öffentlichem Straßenland fahren nur Kompaktgeräte im Rahmen von § 35 Abs. 6 StVO. Leitungen und Platten unter dem Bürgersteig bleiben dadurch geschützt, und Sie vermeiden Ärger mit dem Bezirk. Schwere Maschinen arbeiten ausschließlich auf tragfähigen Privatflächen.
- 04Räumplan
Reihenfolge der Teilflächen festgelegt
Zufahrten und Rettungswege kommen zuerst, Stellreihen zuletzt. Weil die Reihenfolge schriftlich vorliegt, bleibt Ihr Gelände auch während der Arbeiten befahrbar, und jedes Team räumt nach demselben Schema – auch bei Personalwechsel mitten in der Saison.
- 05Ablageplätze
Schnee an festen Sammelpunkten
Statt breiter Wälle entlang der Stellreihen entstehen kompakte Haufen an vereinbarten Ecken. Parkplätze gehen so nicht verloren, und Abläufe bleiben frei, damit Schmelzwasser abfließen kann, statt nachts als Eisplatte auf der Fahrgasse festzufrieren.
- 06Absicherung
Haftpflicht für Personen- und Sachschäden
Trifft das Räumschild eines Fahrzeugs trotz Markierung doch einmal einen Poller oder Bordstein, springt unsere DEVK-Betriebshaftpflicht ein – mit einer Deckung bis 3.000.000 €. Sie bleiben nicht auf Reparaturkosten sitzen und müssen keinen langwierigen Streit über die Schadensursache führen.
- 07Einsatznachweis
Protokoll für jede Teilfläche
Uhrzeit, Fläche und Maßnahme werden digital erfasst. Betreiber von Parkplätzen und Betriebshöfen können damit belegen, dass ihre Verkehrssicherungspflicht während der Nutzungszeiten erfüllt wurde. Die Daten stehen als Monatsbericht oder Einzelbeleg bereit, etwa für Versicherer.
- 08Teamarbeit
Fahrzeug und Handkraft im Gespann
Während die Maschine die Fläche abfährt, räumt eine zweite Kraft Eingänge, Treppen und Ecken nach. So bleibt kein Rest zwischen Einkaufswagenboxen, Fahrradständern und Gebäudekanten liegen, und das Gelände wirkt am Morgen tatsächlich vollständig geräumt.
- 09Kalkulation
Abrechnung nach Quadratmeter und Saison
Großflächen, die wir maschinell räumen, setzen wir mit einem Richtwert zwischen 0,80 und 1,50 € je m² und Wintersaison an. Das Festpreisangebot nach der Besichtigung macht Ihre Winterkosten planbar, ohne versteckte Zuschläge pro Schneefall. Gerade bei schneereichen Wintern zahlt sich diese Kalkulationssicherheit aus.
- 10Erreichbarkeit
Einsatzleitung rund um die Uhr
Während Schneefall und Eisbildung ist die Einsatzleitung 24/7 besetzt. Ändert sich etwas auf Ihrem Gelände, etwa durch einen abgestellten Container, passt die Leitstelle Route und Ablauf kurzfristig an. Ein kurzer Anruf genügt, und das Fahrzeugteam erhält die Änderung direkt.
Warum Betreiber großer Areale in Berlin auf RAT Winterdienst setzen
Auf großen Flächen zählen Vorbereitung, Tempo und Sorgfalt gleichermaßen. Fünf Gründe, warum Gewerbe und Wohnungswirtschaft mit uns zusammenarbeiten.
Planung vor der ersten Flocke
Wir begehen Ihr Gelände im Herbst, markieren Hindernisse und legen Ablageflächen fest. Wenn der erste Schnee fällt, kennt das Team jede Bordsteinkante und jeden Schacht, statt sie mit dem Schild zu suchen. Das spart Zeit in der Nacht und verhindert teure Schäden an Ihrer Außenanlage.
Blick für unterschiedliche Großflächen
Ein Supermarktparkplatz in Neukölln, ein Betriebshof in Adlershof und eine Wohnanlage in Marzahn stellen völlig verschiedene Anforderungen. Unsere Planung berücksichtigt Belag, Nutzungszeiten, Zufahrten und Ablageflächen jedes Standorts einzeln, statt ein Standardschema über alle Objekte zu legen.
Rechtssicherer Umgang mit Gehwegen
Die Gewichtsgrenzen der StVO für Gehwege kennen unsere Fahrerinnen und Fahrer genau. Schwere Geräte bleiben auf tragfähigen Privatflächen, damit weder Leitungen noch Platten unter dem öffentlichen Bürgersteig Schaden nehmen. Bei Zweifeln an der Tragfähigkeit einer Zufahrt entscheiden wir uns für das leichtere Gerät.
Nachweis für die Verkehrssicherungspflicht
Auf privaten Parkplätzen gilt die Räum- und Streupflicht nach der Rechtsprechung meist während der Nutzungszeiten. Unsere digitalen Protokolle zeigen, wann welche Teilfläche frei war, und stärken Ihre Position bei Schadensfällen. Gerade bei Kundenparkplätzen mit hohem Publikumsverkehr ist dieser Nachweis Gold wert.
Ein Ansprechpartner für alle Standorte
Filialisten und Verwalter mit mehreren Arealen in verschiedenen Bezirken erhalten einen persönlichen Ansprechpartner. Er koordiniert Touren, Abrechnung und Rückfragen, sodass Sie nicht für jeden Standort einen eigenen Dienst suchen müssen. Eine Sammelrechnung, aufgeschlüsselt nach Adresse, ist auf Wunsch möglich.
| Worauf es ankommt | So setzen wir es um | Ihr Nutzen |
|---|---|---|
| Große Fläche in kurzer Zeit | Kompakttraktor, Radlader oder Kehrmaschine je nach Areal | Betrieb startet pünktlich am Morgen |
| Schonender Umgang mit Belägen | Schilde mit Gummileiste, Kehrwalze bei Pulverschnee | Keine Kratzer, Abplatzungen oder zerstörten Markierungen |
| Zulässiges Gewicht auf Gehwegen | Nur Kompaktgeräte im Rahmen von § 35 StVO | Kein Schaden an Leitungen und Gehwegplatten |
| Platz für geräumten Schnee | Feste Sammelpunkte, bei Bedarf Abtransport | Stellplätze und Abläufe bleiben frei |
| Hindernisse unter der Schneedecke | Schneestangen und Eintrag im Räumflächenplan | Weder Gerät noch Anlage werden beschädigt |
Schäden und Gefahren, die eine gute Planung verhindert
Schwere Technik auf verschneiten Flächen birgt eigene Risiken. Unter einer Schneedecke sind Bordsteinkanten, Poller, Schachtdeckel oder Bodenleuchten nicht zu sehen. Wer ohne Vorbereitung losfährt, riskiert Schäden am Gerät und an Ihrer Anlage.
- Abgerissene Bordsteine und Rasenkanten durch das Räumschild
- Beschädigte Markierungen, Bodenleuchten oder Schachtabdeckungen
- Schneewälle, die Sichtachsen an Ausfahrten verdecken
- Zugeschobene Feuerwehrzufahrten, Hydranten und Notausgänge
- Eingeklemmte Fahrzeuge, weil um parkende Autos herum geräumt wurde
Deshalb markieren wir Hindernisse vor der Saison mit Schneestangen und hinterlegen sie im Räumflächenplan. Schnee wird nie in Rettungswege geschoben; wie sich diese Bereiche zuverlässig freihalten lassen, erläutert die Seite Fluchtwege und Feuerwehrzufahrten freihalten. Für Schäden, die trotz aller Sorgfalt entstehen, sichert unsere Haftpflichtversicherung bei der DEVK mit einer Deckung von 3.000.000 € für Personen- und Sachschäden ab.
Organisation: Reihenfolge, Ablageplätze und Zeitfenster
Bevor das erste Fahrzeug anrollt, steht fest, in welcher Reihenfolge die Teilflächen bearbeitet werden. Zuerst kommen Zufahrten und Feuerwehrwege, danach Fahrgassen, zuletzt Stellreihen und Randbereiche. So bleibt das Gelände auch während der Arbeiten befahrbar.
Ebenso wichtig sind die Ablageplätze. Wir legen gemeinsam mit Ihnen fest, an welchen Ecken Schnee gesammelt werden darf, ohne Stellplätze, Abläufe oder Sichtfelder zu blockieren. Grünflächen eignen sich nur, wenn darunter keine empfindlichen Pflanzen stehen. Wie Sie Ihr Gelände strukturiert erfassen, beschreibt der Ratgeber Räumflächenplan erstellen.
Reicht der Platz nach mehreren Schneefällen nicht mehr, lädt ein Radlader die Haufen auf; das Abfahren der Schneemassen bieten wir als ergänzende Leistung an. Zeitfenster stimmen wir auf Ihren Betrieb ab: Supermärkte vor der Öffnung, Logistikhöfe vor dem ersten Lkw, Wohnanlagen vor dem Berufsverkehr. Parkende Fahrzeuge sind das häufigste Hindernis, deshalb informieren wir Hausverwaltungen auf Wunsch rechtzeitig über geplante Räumfenster, damit Bewohner ihre Autos umsetzen können.
Welche Wetterlage welches Gerät verlangt
Berliner Winter wechseln oft innerhalb weniger Stunden zwischen Pulverschnee, Schneeregen und Frost. Die Technikwahl folgt deshalb nicht nur der Fläche, sondern auch der aktuellen Wetterlage. Die Einsatzleitung gibt den Teams vor jeder Tour mit, welches Anbaugerät montiert wird.
- Trockener, kalter Neuschnee: Die Kehrwalze arbeitet am saubersten und hinterlässt kaum Reste, die später festfrieren.
- Nasser Schnee bei Temperaturen um null Grad: Er klebt in der Bürste; hier ist das Räumschild mit Gummileiste im Vorteil.
- Hohe Decke nach stundenlangem Schneefall: Die Fräse verhindert, dass sich vor dem Schild ein Wall aufbaut, der nicht mehr zu bewegen ist.
- Verdichteter Schnee nach Fahrzeugverkehr: Mehrere Überfahrten mit abgesenktem Schild lösen die Schicht, bevor sie zu Eis wird.
Kommt nach dem Räumen Frost, droht Glätte durch überfrierende Restfeuchte. Das Abstumpfen solcher Flächen ist eine eigene Leistung, die viele Betreiber mit dem Maschineneinsatz kombinieren. Wichtig ist, dass Räumen und Streuen in der richtigen Reihenfolge erfolgen: Erst muss der Schnee weg, dann folgt das Streugut.
Kostenfaktoren und Preisbeispiele für Großflächen
Für gewerbliche Areale rechnen wir in der Regel nach Quadratmetern und Saison ab. Der Preis innerhalb der Spanne hängt davon ab, wie verwinkelt die Fläche ist, wie viele Hindernisse sie aufweist, welche Gerätekombination nötig ist und zu welcher Uhrzeit sie frei sein muss.
| Leistung | Abrechnung | Richtwert (netto) |
|---|---|---|
| Parkplätze, Firmenareale, Ladezonen | pro m² und Saison | 0,80–1,50 € |
| Zufahrten und Wege an Privatgrundstücken | pro laufendem Meter und Monat (November bis März) | 1,80–3,00 € |
| Einsatz auf Abruf, kleine Fläche | pro Einsatz | 25–45 € |
| Größere Flächen auf Abruf | nach Aufwand im Festpreisangebot | individuell |
| Notfall- und Soforteinsatz | Pauschale zuzüglich Fläche | ab 50 € |
- Supermarkt mit 2.400 m² Stell- und Fahrfläche
- Saisonpreis bei 0,95 € pro m²: 2.400 × 0,95 € = 2.280 € netto
- Auf fünf Wintermonate verteilt sind das 456 € netto pro Monat
Ein Logistikhof mit 5.000 m² und Schichtbeginn um fünf Uhr liegt wegen des frühen Zeitfensters eher am oberen Rand: Bei 1,30 € pro m² ergeben sich 6.500 € netto pro Saison. Streumaterial wird bei kombinierten Verträgen pauschal oder nach Verbrauch berechnet. Weitere Beispielrechnungen enthält der Ratgeber Winterdienst für Parkplätze: Kosten pro m². Verbindlich ist stets das Festpreisangebot nach der kostenlosen Flächenanalyse.
Ablauf bis zum ersten Fahrzeugeinsatz
- Anfrage: Sie schicken uns Adresse, ungefähre Flächengröße und gewünschte Freigabezeiten.
- Begehung: Wir prüfen Belag, Tragfähigkeit, Durchfahrtshöhen und -breiten sowie mögliche Ablageplätze.
- Hindernisse markieren: Poller, Bordsteine, Schächte und Bodenleuchten erhalten Schneestangen und landen im Plan.
- Gerätewahl und Angebot: Sie bekommen einen Festpreis mit beschriebener Technik und Räumreihenfolge.
- Einbindung in die Tour: Die GPS-gestützte Routenplanung legt fest, wann das Fahrzeug Ihr Gelände erreicht.
- Einsatz mit Nachweis: Jeder Räumgang wird mit Uhrzeit und Teilfläche digital protokolliert.
Je früher die Begehung stattfindet, desto besser lassen sich Markierungen setzen, solange der Boden noch nicht gefroren ist. Termine vereinbaren Sie direkt über unser Angebotsformular.
Häufige Fehler und eine Checkliste für Betreiber
Viele Probleme auf Großflächen entstehen nicht beim Räumen selbst, sondern in der Vorbereitung. Diese Fehler begegnen uns besonders oft:
- Der Schnee wird an die Grundstücksgrenze geschoben und landet so auf dem öffentlichen Gehweg.
- Haufen wachsen vor Abläufen, und das Schmelzwasser friert nachts auf der Fahrgasse fest.
- Schranken, Tore oder Zufahrtscodes sind dem Team nicht bekannt, sodass wertvolle Zeit verloren geht.
- Es fehlt eine Absprache, welche Stellreihen bei Dauerschnee zuerst frei sein müssen.
- Zufahrtsberechtigung, Schlüssel oder Codes übergeben
- Ablageflächen für Schnee festlegen und kennzeichnen
- Bewohner oder Mitarbeitende über Räumfenster informieren
- Ansprechpartner für Rückfragen in der Nacht benennen
- Feuerwehrzufahrten und Notausgänge im Plan hervorheben
Großflächen in Marzahn-Hellersdorf und Treptow-Köpenick
In den großen Wohnquartieren von Marzahn und Hellersdorf verbinden breite Wegeachsen Hochhäuser, Kitas und Einkaufszentren – ideales Terrain für Kehrmaschine und Kompakttraktor. Im Technologiepark Adlershof und in den Gewerbegebieten von Siemensstadt warten weitläufige Betriebshöfe mit frühem Schichtbeginn. Neu-Hohenschönhausen bringt große Stellplatzanlagen mit, Tempelhof zahlreiche Logistikflächen entlang der Gewerbestraßen. Für jedes dieser Gebiete stimmen wir Gerät, Zufahrt und Zeitfenster auf die örtlichen Gegebenheiten ab, damit auch abgelegene Areale am Stadtrand pünktlich geräumt sind.
Alle 12 Bezirke
- Marzahn-Hellersdorf
- Neukölln
- Lichtenberg
- Treptow-Köpenick
- Spandau
- Friedrichshain-Kreuzberg
- Reinickendorf
- Mitte
- Charlottenburg-Wilmersdorf
- Tempelhof-Schöneberg
- Steglitz-Zehlendorf
- Pankow
Ortsteile, in denen wir oft unterwegs sind
- Hakenfelde
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- Stadtrandsiedlung Malchow
- Schöneberg
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- Müggelheim
- Waidmannslust
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- Grunewald
- Schmargendorf
- Tiergarten
- Neu-Hohenschönhausen
- Gatow
Flächenanalyse in jedem Bezirk kostenlos und unverbindlich.
Häufige Fragen
Ab welcher Flächengröße lohnt sich der Einsatz von Räumfahrzeugen?
Eine feste Grenze gibt es nicht. Als grobe Orientierung werden Fahrzeuge ab einigen hundert Quadratmetern zusammenhängender Fläche wirtschaftlich, besonders wenn das Gelände in kurzer Zeit frei sein muss. Entscheidend sind außerdem Zufahrt, Belag und Hindernisse. Bei der kostenlosen Besichtigung sagen wir Ihnen, ob Maschine, Handarbeit oder eine Kombination sinnvoll ist.
Dürfen Räumfahrzeuge auf Berliner Gehwegen fahren?
Nach aktuellem Stand erlaubt § 35 Abs. 6 StVO Winterdienstfahrzeugen bis 2,8 t zulässigem Gesamtgewicht das Befahren von Gehwegen, bis 3,5 t bei einem Reifendruck von höchstens 3 bar. Gehweg und Leitungen dürfen dabei nicht beschädigt werden. Wir setzen auf öffentlichem Straßenland deshalb nur leichte Kompaktgeräte ein.
Beschädigt das Räumschild mein Pflaster?
Bei richtiger Einstellung nicht. Wir nutzen Schilde mit Gummi- oder Polyurethanleisten und fahren auf empfindlichen Belägen mit Kehrwalze. Hindernisse wie Bordsteine oder Schächte markieren wir vor der Saison. Sollte dennoch ein Schaden entstehen, ist er über unsere Betriebshaftpflicht bei der DEVK abgesichert.
Was passiert, wenn auf dem Parkplatz kein Platz mehr für Schnee ist?
Nach mehreren Schneefällen wachsen die Haufen an den Sammelpunkten. Werden sie zu groß, blockieren sie Stellplätze oder Sichtachsen. In diesem Fall laden wir den Schnee mit einem Radlader auf und fahren ihn ab. Diese Leistung kalkulieren wir separat nach Menge und Aufwand im Festpreisangebot.
Wann rückt das Fahrzeug bei nächtlichem Schneefall aus?
Die Einsatzleitung verfolgt die Wetterprognose und startet die Tour so, dass Ihr Gelände zur vereinbarten Uhrzeit frei ist, etwa vor Ladenöffnung oder Schichtbeginn. Bei anhaltendem Schneefall folgen weitere Durchgänge. Für private Parkplätze gilt nach der Rechtsprechung meist eine Pflicht zwischen etwa 7 und 20 Uhr beziehungsweise solange das Gelände genutzt wird.
Was kostet die Räumung eines Kundenparkplatzes?
Bei Gewerbeflächen mit Maschineneinsatz sollten Sie als Orientierung mit 0,80 bis 1,50 € rechnen – bezogen auf einen m² und die ganze Saison. Ein Parkplatz mit 2.400 m² kostet bei 0,95 € also 2.280 € netto für den Winter. Wo Ihr Objekt in der Spanne liegt, hängt von Zuschnitt, Hindernissen und Zeitfenster ab und steht im Festpreisangebot.
Muss ich parkende Autos vor dem Einsatz umsetzen lassen?
Hilfreich ist es. Um geparkte Fahrzeuge herum bleibt immer Restschnee liegen, der später festfriert. Wir stimmen Räumfenster mit Ihnen ab und informieren Hausverwaltungen auf Wunsch vorab, damit Bewohner oder Mitarbeitende ihre Autos rechtzeitig umparken können. Auf Kundenparkplätzen räumen wir idealerweise vor der Öffnung.