Ja, Winterdienst für Baustellen – mit digitalem Einsatzprotokoll für die Bauakte
Auf einer Berliner Baustelle treffen im Winter zwei Welten aufeinander. Drinnen hinter dem Zaun arbeiten Polier, Kranführer und Subunternehmer, die um sieben Uhr anfangen wollen. Draußen laufen Passanten über einen verengten Gehweg oder einen provisorischen Notweg auf der Fahrbahn. Für beide Bereiche gilt: Wer die Baustelle betreibt, muss sie verkehrssicher halten, auch wenn gerade niemand arbeitet. Den vollständigen Leistungsumfang stellt die Seite Winterservice in Berlin vor.
Als professioneller Dienstleister übernimmt RAT diesen Teil der Baustellenlogistik. Wir räumen die Baustraße für Fahrmischer und Tieflader, sichern die Antrittsflächen an Treppentürmen und Bauaufzügen, halten Wege zwischen Containerdorf und Rohbau frei und streuen den öffentlichen Bereich entlang des Bauzauns. Wer die Pflicht vollständig abgeben will, findet Hinweise bei der Übernahme der Verkehrssicherungspflicht.
Grundlage jedes Einsatzes ist ein Räumplan, den wir auf Ihren Baustelleneinrichtungsplan abstimmen. Ändert sich die Bauphase, etwa weil die Zufahrt verlegt oder ein zweites Gerüst gestellt wird, passen wir den Plan an. Unsere Räumkräfte arbeiten mit abstumpfenden, umweltschonenden Streumitteln, die wir so wählen, dass Abdichtungs- und Betonierbereiche geschont werden. Jeder Einsatz landet mit Uhrzeit und Fläche im digitalen Protokoll, das Sie zur Bauakte nehmen können. Unsere Betriebshaftpflicht besteht bei der DEVK – ein Nachweis, der gerade für Generalunternehmer bei der Nachunternehmerprüfung zählt.
Leistungsbausteine für Bauvorhaben im Winter
Jede Baustelle ist anders geschnitten. Eine Baulücke in Friedrichshain hat kaum Lagerfläche, ein Quartiersneubau am Stadtrand dagegen eigene Baustraßen von mehreren hundert Metern. Einen bedarfsgerechten Winterdienst stellen wir deshalb aus Bausteinen zusammen:
| Baustein | Inhalt | Einplanung |
|---|---|---|
| Baustellenzufahrt und Tor | Fahrspur und Torbereich räumen, Gefälle und Übergang zur Straße streuen | abgestimmt auf die erste Anlieferung |
| Baustraße und Rangierfläche | Fahrspuren für Fahrmischer, Pumpe und Tieflader freischieben | abgestimmt auf Betonage und Kranmontage |
| Gerüst- und Treppenturmzugänge | Antrittsflächen, Podest am Boden, Zugang zum Bauaufzug sichern | laut Räumplan, orientiert am Schichtbeginn |
| Wege im Baufeld | Verbindung Container – Rohbau – Materiallager räumen und streuen | laut Räumplan, mittags bei Bedarf |
| Gehweg oder Notweg am Bauzaun | Räumen in der vorgeschriebenen Breite, abstumpfend streuen, Zaunfüße freilegen | innerhalb der gesetzlichen Fristen |
| Rettungswege und Sammelplatz | Flucht- und Anfahrtswege nach Baustellenordnung freihalten | bei jedem Einsatz |
Auf engen Innenstadtbaustellen fehlt oft der Platz, um geräumten Schnee abzulegen. Dann organisieren wir den Abtransport des Schnees, damit Lagerflächen und Kranaufstellung nutzbar bleiben.
Auftraggeber: Bauherren, Generalunternehmer, Bauträger
Wer uns beauftragt, hängt von der Vertragsstruktur ab. Häufig ist es der Generalunternehmer, der die Baustelleneinrichtung stellt. Bei Einzelvergabe übernimmt das oft der Bauherr selbst oder sein Projektsteuerer. Wir arbeiten unter anderem für:
- Bauträger im Wohnungsneubau, deren Baufelder über mehrere Winter laufen,
- Generalunternehmer, die Winterdienst als Teil der Baustellengemeinkosten vergeben,
- Hausverwaltungen und Eigentümer bei Fassaden- und Dachsanierungen im bewohnten Bestand,
- Gerüstbauer und Fachbetriebe, die Zugänge zu ihren Gerüsten absichern müssen,
- Leitungs- und Tiefbaufirmen mit offenen Gräben und Behelfsbrücken im Gehwegbereich.
Besonders heikel ist die Sanierung bewohnter Häuser. Bewohner gehen unter dem Gerüst durch, Kinderwagen müssen an Gerüstständern vorbei, und der Hauseingang liegt mitten im Baustellenbereich. Hier stimmen wir die Räumung eng mit Hausverwaltung und Bauleitung ab, damit sich niemand auf den anderen verlässt.
Ruht die Baustelle über die Feiertage oder wegen Dauerfrost, ändert das nichts an der Pflicht. Gerade dann, wenn niemand vor Ort ist, braucht es einen gut organisierten Räumdienst, der den Zaunbereich und die Zufahrt im Blick behält.
- 1AnfrageFormular, Telefon oder E-Mail – mit Adresse und Flächenart
- 2Flächenanalysekostenlos vor Ort · laut Räumplan und Vertrag, tagsüber nach Bedarf
- 3AngebotPreis auf Anfrage nach kostenloser Besichtigung – verbindlich ist das schriftliche Angebot
- 4Einsatz24/7 bereit, Sondereinsatz bei Eisregen nach Absprache · Bauzeit im Winter, auch während Winterpause
Baustraßen und Zufahrten für Fahrmischer und Kran
Eine Baustraße ist kein Parkplatz. Sie besteht oft aus Schotter, Recyclingmaterial oder ausgelegten Baustraßenplatten, hat Kanten, Schlaglöcher und wechselnde Höhen. Wer hier mit dem Schneeschild zu tief fährt, reißt den Unterbau auf oder verschiebt Platten.
Räumen mit angepasster Technik
Auf befestigten Flächen kommt Maschinentechnik zum Einsatz, auf Schotter arbeiten wir mit erhöhtem Schild oder per Hand. Wo es der Untergrund erlaubt, ausgedehnte Bereiche in kurzer Zeit zu bearbeiten, nutzen wir die Möglichkeiten der maschinellen Schneeräumung.
Übergang zur öffentlichen Straße
Kritisch ist die Stelle, an der Baufahrzeuge auf die Straße fahren. Hier bilden sich aus Matsch, Bodenresten und Frost gefährliche Platten, die auch Radfahrer gefährden. Wir räumen und streuen diesen Bereich gesondert.
Termine mit Vorlauf
Ist eine Betonage oder eine Kranmontage angesetzt, sagen Sie uns Bescheid. Wir richten den Einsatz auf die Ankunft des ersten Fahrzeugs aus und stimmen die Reihenfolge mit Ihnen ab. Ein Fahrmischer, der vor einem eingeschneiten Tor wartet, verursacht schnell Standzeiten und Zusatzkosten.
Matsch und Bodenreste
Auf Baustellen mischt sich Schnee mit Lehm, Sand und Abrieb von Reifen. Diese Masse friert nachts zu harten Spurrinnen, die Radlader und Transporter ins Schlingern bringen. Wir schieben sie ab, solange sie noch weich ist, und streuen die Fahrspur anschließend nach. Wo sich Schmelzwasser in Senken sammelt, markieren wir die Stelle im Protokoll, damit die Bauleitung über eine Entwässerung oder eine zusätzliche Schotterlage entscheiden kann.
Gerüstzugänge, Treppentürme und Wege im Baufeld
Viele Stürze auf Baustellen passieren im Winter nicht oben auf dem Gerüst, sondern auf dem Weg dorthin. Gefrorene Pfützen vor dem Treppenturm, ein vereister Bohlenweg über die Baugrube oder ein schneebedeckter Container-Ausgang reichen aus.
Wir übernehmen die Wege auf Bodenniveau:
- Antrittsfläche und unteres Podest von Treppentürmen,
- Zugang zum Bauaufzug und zur Materialaufnahme,
- Wege zwischen Sozialcontainern, Baubüro und Rohbau,
- Bohlen- und Behelfsstege, soweit sie begehbar freigegeben sind.
Gerüstbeläge in den oberen Lagen gehören nicht zum Standardumfang. Sie liegen in der Verantwortung des Gerüsterstellers und des Unternehmers, der das Gerüst nutzt. Auf ausdrücklichen Wunsch und nur nach Freigabe durch den Gerüstverantwortlichen können wir dort unterstützen.
Unsere qualifizierten Einsatzkräfte tragen die für Baustellen vorgeschriebene Schutzausrüstung und lassen sich vor dem ersten Einsatz in die Baustellenordnung einweisen. Wie eine Gefährdungsbeurteilung für Winterarbeiten aussieht, beschreibt der Ratgeber zum Arbeitsschutz im Winterdienst.
Verkehrssicherung am Bauzaun und auf Notwegen
Entlang des Bauzauns trifft die Baustelle auf die Öffentlichkeit. Der Gehweg ist oft verengt, manchmal ganz gesperrt und durch einen Notweg auf der Fahrbahn ersetzt. Genau hier entstehen typischerweise Haftungsfälle mit Passanten.
Für den Gehweg vor dem Grundstück gilt nach aktuellem Stand das Berliner Straßenreinigungsgesetz: Räumung unverzüglich nach Schneefallende, nach nächtlichem Schnee bis 7 Uhr, an Sonn- und Feiertagen bis 9 Uhr, Mindestbreite 1 Meter, an Hauptverkehrsstraßen 1,5 Meter. Streusalz ist dort tabu. Wer einen Notweg unterhält und wie breit er sein muss, ergibt sich häufig aus der verkehrsrechtlichen Anordnung oder der Sondernutzungserlaubnis. Diese Unterlagen sollten Sie vor der Saison auf Auflagen zum Winterdienst prüfen.
- Fußplatten der Bauzaunelemente, die unter Schnee zur Stolperfalle werden
- Rampen zwischen Gehweg und Notweg, die schneller vereisen als ebene Flächen
- Schneewälle, die den Notweg auf weniger als die erforderliche Breite verengen
- Tropfwasser von Gerüstnetzen, das über Nacht zu Glatteis gefriert
Die rechtlichen Grundlagen für private und öffentliche Wege erklärt der Ratgeber zur Verkehrssicherungspflicht im Winter.
Ihre Vorteile bei einem Winterdienst für Baustellen von RAT
Bauleitungen haben im Winter genug Probleme mit Frost, Lieferterminen und Personal. Diese zehn Punkte nehmen wir Ihnen ab.
- 01Anlieferung
Zufahrt passend zu Ihren Lieferterminen
Die Räumung von Tor und Fahrspur planen wir auf Ihre Liefertermine hin und streuen den Übergang zur Straße mit. So scheitern Betonagen, Kranmontagen und Materiallieferungen seltener an einem verschneiten Tor.
- 02Untergrundschutz
Räumtechnik passend zum Untergrund
Auf Schotter, Recyclingmaterial und Baustraßenplatten arbeiten wir mit angehobenem Schild oder von Hand. Das schont Unterbau und Platten und beugt Ausbesserungen an der Baustraße nach dem Winter vor.
- 03Arbeitsschutz
Geräumte Wege für alle Gewerke
Treppenturm, Bauaufzug und Containerdorf räumen wir nach Räumplan, abgestimmt auf Ihre Schichtzeiten. Das kann das Unfallrisiko senken auf den Wegen, auf denen Monteure mit Werkzeug und Material in den Händen unterwegs sind und kaum auf den Boden achten.
- 04Passantenschutz
Bauzaun und Notweg im Griff
Wir legen Zaunfüße frei, streuen Rampen besonders sorgfältig und achten auf die erforderliche Breite des Notwegs. Fußgänger, Rollstuhlfahrer und Eltern mit Kinderwagen sollen an Ihrer Baustelle vorbeikommen, ohne auf die Fahrbahn ausweichen zu müssen.
- 05Bauakte
Protokolle für die Baudokumentation
Jeder Einsatz wird mit Zeit, Fläche und Streumittel erfasst. Wie diese Nachweise aufgebaut sind, zeigt unsere Seite zur Winterdienst-Dokumentation; die Bauleitung kann sie direkt in die Bauakte übernehmen.
- 06Winterpause
Betreuung auch bei ruhender Baustelle
Zwischen den Jahren oder bei Dauerfrost ist oft niemand vor Ort. Wir behalten Zaun, Zufahrt und Notweg trotzdem im Blick und räumen bei Schneefall oder Glätte im Rahmen der vereinbarten Einsätze.
- 07Phasenwechsel
Räumplan wächst mit dem Bau
Wird die Einfahrt verlegt, ein Gerüst umgesetzt oder ein neuer Bauabschnitt eröffnet, ziehen wir mit. Den Räumplan passen wir gemeinsam an; Änderungen besprechen Sie direkt mit Ihrem Ansprechpartner.
- 08Klare Zuständigkeit
Eindeutige Regelung statt Gewerkestreit
Ein beauftragter Dienst mit festem Leistungsverzeichnis klärt die Frage, wer heute räumt. Die Zuständigkeit ist dokumentiert, und im Schadensfall lässt sich schnell nachvollziehen, was wann und von wem erledigt wurde.
- 09Bauteilschutz
Streumittel ohne Folgeschäden am Bauwerk
Wir verwenden abstumpfende, umweltschonende Mittel und achten darauf, dass grober Splitt nicht in Abdichtungen, Fugen oder Schalungen getragen wird. Das beugt Nacharbeit, Reinigung und ärgerlichen Diskussionen bei der Abnahme vor.
- 10Kalkulierbarkeit
Feste Positionen für die Gemeinkosten
Nach der Begehung erhalten Sie ein schriftliches Festpreisangebot, aufgeschlüsselt nach Zaun, Zufahrt und Baufeld. Die Beträge lassen sich sauber in die Baustellengemeinkosten übernehmen oder nach vereinbartem Schlüssel auf beteiligte Gewerke verteilen.
Warum Berliner Bauleitungen auf RAT setzen
Auf Baustellen zählt, dass Absprachen halten und Nachweise vorliegen. Diese fünf Gründe sprechen aus Sicht von Bauleitern für uns.
Wir lesen Baustelleneinrichtungspläne
Statt einer groben Skizze arbeiten wir mit Ihrem BE-Plan. Kranstandort, Lagerflächen, Containerdorf und Zufahrten werden übernommen, und der Räumplan ergänzt sie um Reihenfolge, Zielzeiten und Ablageflächen für den Schnee. So sprechen Bauleitung und Räumdienst von Anfang an über dieselben Flächen.
Einsatzbereit, wenn der Frost kommt
Unsere Teams stehen bei Schnee und Eis Tag und Nacht bereit, auch an Wochenenden und Feiertagen. Die Bauleitung hat einen persönlichen Ansprechpartner, der die Baustelle kennt und Termine wie Betonagen oder Kranmontagen frühzeitig in die Einsatzplanung aufnimmt, statt erst am Morgen davon zu erfahren.
Disziplin auf fremdem Gelände
Unsere geschulten Kräfte halten sich an Baustellenordnung, Zutrittsregeln und Schutzausrüstung. Sie verschließen Tore nach dem Einsatz, melden Auffälligkeiten wie umgestürzte Zaunelemente und arbeiten nicht ohne Freigabe an Gerüsten. Das Vertrauen der Bauleitung ist für uns Voraussetzung jeder Zusammenarbeit.
Ganz Berlin, ein Vertrag
Ob Baulücke in Mitte oder Quartier am Stadtrand: Wir arbeiten in allen Bezirken. Unternehmen mit mehreren Baustellen erhalten einheitliche Leistungsbeschreibungen, eine GPS-gestützte Routenplanung und Protokolle im gleichen Format für jedes Projekt. Das erleichtert Controlling und Abrechnung über alle Bauvorhaben hinweg.
Rückendeckung durch Versicherungsschutz
Unsere Betriebshaftpflicht bei der DEVK sichert Personen- und Sachschäden bis drei Millionen Euro ab, Vermögensschäden mit 500.000 Euro. Für Generalunternehmer, die Nachunternehmer prüfen müssen, ist das ein wichtiger Nachweis. Eine Bestätigung des Versicherers senden wir auf Anfrage gern zu.
| Worauf es ankommt | So setzen wir es um | Ihr Nutzen |
|---|---|---|
| Zufahrt auf Liefertermine abgestimmt | Zielzeiten nach Betonage- und Liefertermin geplant | Weniger Stillstand durch wartende Fahrzeuge |
| Sichere Zugänge zu Gerüst und Aufzug | Antrittsflächen und Containerwege nach Räumplan gestreut | Geringeres Unfallrisiko auf Laufwegen |
| Notweg am Zaun in voller Breite | Räumen ohne Schneewälle, Zaunfüße freigelegt | Passanten müssen nicht auf die Fahrbahn ausweichen |
| Klare Zuständigkeit zwischen den Gewerken | Ein Dienstleister mit festem Leistungsverzeichnis | Weniger Streit über Verantwortung im Schadensfall |
| Nachweis für Bauakte und Versicherung | Digitales Protokoll nach jedem Einsatz | Kontrolle der Einsätze nachvollziehbar dokumentiert |
Rechtlicher Rahmen: Straßenreinigungsgesetz, Haftung und BaustellV
Auf einer Baustelle überlagern sich mehrere Pflichten. Für den öffentlichen Gehweg ist zunächst der Grundstückseigentümer als Anlieger zuständig. Innerhalb des Zauns trägt derjenige die Verkehrssicherungspflicht, der die Gefahrenquelle schafft und beherrscht, häufig also der Unternehmer, der die Baustelle einrichtet. Wer welche Aufgabe übernimmt, sollte vertraglich eindeutig geregelt sein.
Die BaustellV verpflichtet den Bauherrn, Maßnahmen des Arbeitsschutzes zu koordinieren, sobald Beschäftigte mehrerer Arbeitgeber tätig werden; bei größeren Vorhaben ist ein Sicherheits- und Gesundheitsschutzplan zu erstellen. Es bietet sich an, den Winterdienst dort oder in der Baustellenordnung als gemeinsame Sicherheitseinrichtung aufzuführen, damit kein Gewerk davon ausgeht, ein anderes sei zuständig.
- Die Räumpflicht kann an eine geeignete Fachfirma übertragen werden; Auswahl- und Kontrollpflicht bleiben beim Übertragenden.
- Versäumnisse am Gehweg können eine Ersatzvornahme nach sich ziehen, die der Pflichtige bezahlt, sowie ein Ordnungswidrigkeitenverfahren.
- Kommt ein Mensch zu Schaden, drohen Ansprüche aus § 823 BGB sowie gegebenenfalls strafrechtliche Ermittlungen.
Welche Punkte in einen belastbaren Vertrag gehören, zeigt der Ratgeber zu den Inhalten eines Winterdienstvertrags. Ihre konkrete Konstellation sollten Sie im Einzelfall rechtlich prüfen lassen.
Welchen Schäden ein geregelter Räumdienst vorbeugt
Winterschäden auf Baustellen sind selten spektakulär, aber teuer. Aus der Praxis kennen wir vor allem diese Folgen:
- Arbeitsunfälle: Monteure rutschen auf dem Weg zum Treppenturm aus, oft mit Werkzeug oder Material in der Hand.
- Stillstand: Kann der Fahrmischer nicht einfahren, verfällt die Betonage, und die Kolonne steht.
- Passantenunfälle: Ein Sturz am Bauzaun führt zu Schadensersatzforderungen, die zwischen Bauherr, Generalunternehmer und Nachunternehmer hin- und hergeschoben werden.
- Ersatzvornahme: Räumt der Bezirk oder die BSR den Gehweg, landet die Rechnung beim Pflichtigen.
- Verunreinigte Bauteile: Grober Streusplitt, der in Abdichtungsbereiche, Schalungen oder Fugen getragen wird, verursacht Nacharbeit.
- Blockierte Rettungswege: Schneewälle vor Sammelplatz oder Feuerwehrzufahrt behindern im Ernstfall.
Wie wir Anfahrtswege für Einsatzkräfte im Winter räumen, erläutert die Seite zu Fluchtwegen und Feuerwehrzufahrten. Auf der Baustelle bindet eine vorausschauende Räumplanung diese Flächen direkt ein.
Hinzu kommt ein Effekt, den viele unterschätzen: Ein sichtbar betreuter Bauzaun kann Beschwerden von Anwohnern beim Ordnungsamt verringern. Wer sieht, dass der Notweg gestreut ist, greift seltener zum Telefon, und die Bauleitung hat weniger Anfragen der Behörden zu beantworten.
Kosten und Kalkulationsbeispiel für eine Winterbaustelle
Baustellen laufen selten genau von November bis März. Wir kalkulieren deshalb nach tatsächlicher Bauzeit im Winter und nach den Flächen, die in dieser Phase gesichert werden müssen. Den Preis beeinflussen:
- Länge des Bauzauns am öffentlichen Gehweg oder Notweg,
- Fläche von Zufahrt, Baustraße und Rangierbereich,
- Untergrund: Asphalt, Platten oder Schotter,
- Anzahl der Gerüst- und Treppenturmzugänge,
- Bedarf an Schneeabtransport bei Platzmangel,
- Einsätze während der Winterpause.
| Position | Preis |
|---|---|
| Gehweg oder Notweg am Bauzaun | auf Anfrage, je nach Zaunlänge und Bauzeit |
| Zufahrt, Baustraße, Lager- und Rangierfläche | auf Anfrage, je nach Fläche und Untergrund |
| Einzelner Abrufeinsatz, kleine Fläche | auf Anfrage, nach Aufwand |
| Soforteinsatz bei überfrierender Nässe | Preis auf Anfrage |
- Bauzaun am Gehweg: 60 m, betreut über vier Wintermonate
- Zufahrt und Rangierfläche: 600 m² Asphalt und Schotter
- Preis: auf Anfrage – wir kalkulieren ihn nach der Begehung schriftlich nach Positionen
Ruht die Baustelle zwischen den Jahren, kann der Innenbereich auf Abruf laufen, während der Gehweg pauschal betreut wird. Wann sich welches Modell rechnet, vergleicht der Ratgeber zu Saisonpauschale und Einzeleinsatz. Einen Preis für Baustellen nennen wir bewusst erst nach der kostenlosen Begehung: Verbindlich ist allein das schriftliche Festpreisangebot. Wie das in einem konkreten Stadtteil aussieht, zeigt beispielhaft die Seite Winterdienst Französisch Buchholz.
Ablauf: vom Baustelleneinrichtungsplan zum ersten Räumeinsatz
Je früher der Winterdienst in die Baustellenplanung einfließt, desto weniger Reibung gibt es später. So gehen wir vor:
- Anfrage mit Unterlagen: Senden Sie uns über das Angebotsformular Adresse, Bauzeit und, falls vorhanden, den Baustelleneinrichtungsplan.
- Begehung mit der Bauleitung: Wir sehen uns Zufahrt, Untergründe, Gerüste, Containerstandorte und den Zaunverlauf vor Ort an.
- Räumplan: Alle Bereiche werden im Plan markiert, mit Reihenfolge und den vertraglich vereinbarten Einsatzzeiten.
- Festpreisangebot: Sie erhalten eine transparente Aufstellung nach Positionen, die sich direkt in die Gemeinkosten des Bauvorhabens übernehmen lässt.
- Einweisung: Unsere Kräfte werden in Baustellenordnung, Zutrittsregeln und Torschließung eingewiesen.
- Einsatz und Protokoll: Nach jedem Einsatz erhält die Bauleitung den digitalen Nachweis.
- Anpassung: Bei Wechsel der Bauphase aktualisieren wir den Räumplan gemeinsam mit Ihnen.
Checkliste für Bauleiter und typische Versäumnisse
- Zuständigkeit für Gehweg, Notweg und Baufeld schriftlich festlegen
- Winterdienst im SiGe-Plan oder in der Baustellenordnung aufführen
- Ablageflächen für Schnee im BE-Plan markieren
- Zugang zum Gelände für den Räumdienst regeln: Schlüssel, Code, Ansprechpartner
- Betonage- und Anlieferungstermine an den Dienstleister weitergeben
- Auflagen aus verkehrsrechtlicher Anordnung und Sondernutzung prüfen
- Winterpause ohne Räumregelung für Zaun und Zufahrt
- Schnee wird gegen Bauzaunfelder oder in den Notweg geschoben
- Jedes Gewerk verlässt sich darauf, dass ein anderes räumt
- Streusalz auf dem öffentlichen Gehweg neben der Baustelle
- Kein Nachweis über durchgeführte Einsätze bei späteren Schadensmeldungen
Ein kurzer Abgleich dieser Liste im Baustellen-Jour-fixe im Oktober spart im Januar viele Diskussionen.
Hilfreich ist außerdem, den Räumdienst in den Verteiler für Bauzeitenplan-Änderungen aufzunehmen. Verschiebt sich ein Gewerk um zwei Wochen oder wird ein Kran früher abgebaut, ändern sich Flächen und Prioritäten. Je schneller diese Information ankommt, desto genauer passt der Räumplan zur tatsächlichen Lage auf dem Gelände. Nach Abschluss der Winterbauzeit nehmen wir auf Wunsch liegen gebliebenes Streugut auf, bevor Außenanlagen, Pflaster oder Rasenflächen hergestellt werden.
Bauprojekte zwischen Spandau und Treptow-Köpenick
Große Quartiersbaustellen prägen derzeit mehrere Bezirke. In Siemensstadt entsteht auf historischem Industriegelände ein neues Stadtquartier mit langen Baustraßen. Im Wissenschaftsstandort Adlershof wachsen Büro- und Wohnbauten nebeneinander, oft mit gemeinsamen Zufahrten. Rund um den Hauptbahnhof in Moabit sind die Flächen eng und Notwege am Bauzaun stark frequentiert. Auf dem früheren Flughafengelände in Tegel, in Buch und in Lichtenberg kommen Sanierungen und Neubauten hinzu. Überall gilt: Zufahrt, Gerüstzugang und Zaunbereich brauchen vor Arbeitsbeginn einen sicheren Zustand.
Alle 12 Bezirke
- Treptow-Köpenick
- Tempelhof-Schöneberg
- Spandau
- Neukölln
- Mitte
- Pankow
- Lichtenberg
- Steglitz-Zehlendorf
- Marzahn-Hellersdorf
- Friedrichshain-Kreuzberg
- Reinickendorf
- Charlottenburg-Wilmersdorf
Ortsteile, in denen wir oft unterwegs sind
- Konradshöhe
- Hermsdorf
- Schmöckwitz
- Rummelsburg
- Niederschöneweide
- Baumschulenweg
- Französisch Buchholz
- Dahlem
- Borsigwalde
- Friedrichshagen
- Waidmannslust
- Zehlendorf
- Rahnsdorf
- Buckow
Flächenanalyse in jedem Bezirk kostenlos und unverbindlich.
Häufige Fragen
Wer ist auf einer Baustelle für den Winterdienst verantwortlich?
Das hängt vom Bereich ab. Für den öffentlichen Gehweg ist zunächst der Grundstückseigentümer als Anlieger zuständig, innerhalb des Bauzauns meist der Unternehmer, der die Baustelle eingerichtet hat. Häufig werden die Aufgaben vertraglich auf den Generalunternehmer übertragen. Wichtig ist eine schriftliche Regelung, damit keine Lücken entstehen. Ihre Verträge sollten Sie im Zweifel rechtlich prüfen lassen.
Muss auch geräumt werden, wenn die Baustelle ruht?
Ja. Eine Winterpause beendet die Verkehrssicherungspflicht nicht. Der Gehweg oder Notweg am Bauzaun wird weiter von Passanten genutzt, und auch die Zufahrt muss für Kontrollen, Notfälle oder Lieferungen erreichbar bleiben. Viele Bauherren lassen den Zaunbereich deshalb pauschal betreuen und das Baufeld während der Pause nur auf Abruf räumen.
Räumen Sie auch die Gerüstlagen?
Standardmäßig sichern wir Zugänge auf Bodenniveau: Antrittsflächen, Treppenturmpodeste unten, Wege zum Bauaufzug. Die oberen Gerüstbeläge liegen in der Verantwortung von Gerüstersteller und Nutzer. Wenn Sie es ausdrücklich wünschen, unterstützen wir dort nur nach Freigabe durch den Gerüstverantwortlichen und unter Einhaltung der geltenden Arbeitsschutzregeln.
Können Sie Schnee von der Baustelle abtransportieren?
Ja. Gerade auf engen Innenstadtbaustellen gibt es keinen Platz für Schneehaufen, ohne Lagerflächen, Kranaufstellung oder Rettungswege zu blockieren. Dann laden wir den Schnee auf und fahren ihn ab. Den Bedarf klären wir bei der Begehung, die Kosten richten sich nach Menge und Aufwand und werden im Angebot gesondert ausgewiesen.
Welche Streumittel setzen Sie auf der Baustelle ein?
Auf dem öffentlichen Gehweg ausschließlich abstumpfende Mittel wie Splitt, Sand oder Granulat, da Streusalz dort grundsätzlich verboten ist. Im Baufeld wählen wir umweltschonende Mittel und achten darauf, dass kein grober Splitt in Abdichtungs- oder Betonierbereiche gelangt. Bei Bedarf stimmen wir die Körnung mit der Bauleitung ab.
Wie schnell können Sie bei Baubeginn im Winter starten?
Nach Ihrer Anfrage vereinbaren wir zeitnah eine gründliche Besichtigung mit dem Polier oder Projektleiter. Liegen BE-Plan und Zugangsregelung vor, können wir das Vorhaben kurzfristig in unsere Routen aufnehmen. Am reibungslosesten läuft es, wenn der Winterdienst bereits bei der Planung der Baustelleneinrichtung im Herbst berücksichtigt wird.